06.06.2018

Der Teaser ist neben der Überschrift der wichtigste Teil eines Artikels. Er ist mitentscheidend dafür, ob der Leser weiterscrollt oder ob er den Beitrag liest. Wir geben Ihnen 10 hilfreiche Tipps, wie Sie den perfekten Teaser schreiben.

Was ist ein Teaser?

Ein Teaser ist ein Vorspann in Form eines Textes. Wird eine Webseite aufgerufen, erscheint zum Beispiel bei einem Blog eine Übersicht der Beiträge mit den jeweiligen Überschriften. Unterhalb dieser Headlines befindet sich der Teaser. Durch ihn erhält der Nutzer einen ersten Eindruck vom Inhalt des Artikels. In der Regel gilt: Je besser der Teaser, desto mehr Leser. Damit Ihnen ein guter Teaser gelingt, zeigen wir Ihnen 10 Tipps.

Tipp 1: Einen Teaser perfekt beginnen

Wie soll ich nur anfangen? – Diese Frage stellen sich viele Autoren, wenn es darum geht, einen Teaser zu schreiben. Wir zeigen Ihnen 5 Möglichkeiten:

  • Die magischen Drei: Beginnen sie mit einer Aufzählung von drei Wörtern und erklären sie anschließend was es damit auf sich hat.

Screenshot www.t3n.de

 

 

 

 

 

 

 

  • Frage: Steigen Sie im Teaser mit einer Frage ein, die im Beitrag beantwortet wird. Dabei können Sie den Leser direkt ansprechen oder auch eine rhetorische Frage verwenden.

Screenshot www.clicks.de/blog

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Doppelpunkt: Nennen sie kurz mit 1-2 Worten das Hauptthema des Beitrages, setzen Sie danach einen Doppelpunkt und gehen Sie im Anschluss genauer auf den Inhalt des Artikels ein.

Screenshot www.salesforce.com/blog

  • Sensation: Verblüffen Sie Ihre Leser mit einem Fakt, mit dem sie nicht gerechnet hätten. So gewinnen Sie direkt ihre Aufmerksamkeit.

Screenshot www.t3n.de

  • Zitat: Wenn es ein starkes Zitat für Ihr Thema gibt, können Sie es durchaus bereits im Teaser verwenden. Aber Achtung! – Lange Zitate sind dafür ungeeignet.

Screenshot www.t3n.de

Tipp 2: Teaser-Art mit Bedacht wählen

Es gibt 4 Arten, einen Teaser zu schreiben:

  • W-Fragen: Der Teaser beantwortet alle wichtigen W-Fragen (wer, wann, was, wo, wie) und gibt somit eine kurze Inhaltsangabe für den Beitrag.
  • Point of View: Der Teaser taucht direkt in das Geschehen ein und beschreibt einen kleinen Ausschnitt des Beitrags, wodurch der Leser Lust auf mehr bekommt.
  • Headline-geleitet: Der Teaser orientiert sich an den verschiedenen Untertiteln des Textes und fasst somit alle wichtigen Abschnitte kurz zusammen.
  • Cliffhanger: Der Teaser gibt dem Leser einen Einblick, der bewusst an der spannendsten Stelle abbricht. Um die vollständigen Informationen zu sehen, ist der Leser quasi gezwungen, den Beitrag zu lesen.

Tipp 3: Inhalt richtig wiederspiegeln

Egal welche Art Sie verwenden – der Teaser sollte dem Leser sagen, um was es in dem Beitrag geht. Vorsicht! Nur weil Sie Ihren Leser dazu bringen wollen, den Beitrag zu lesen, lohnt es sich nicht, falsche Versprechungen zu machen. Sorgen Sie dafür, dass inhaltlich Relevantes vermittelt wird, aber verraten Sie noch keine wichtigen Ergebnisse oder Folgen. Dieser Teaser verrät zu wenig über den Inhalt:

Screenshot http://blog.item24.de

Tipp 4: Klar und deutlich ausdrücken

Der Leser soll möglichst schnell erfassen, was das konkrete Thema des Textes ist. Selbst wenn er den Teaser nur überfliegt, sollte er wissen worum es in dem Beitrag geht. Im Klartext: Schachtelsätze mit komplizierten Hauptsatz-Nebensatz-Konstruktionen vermeiden und stattdessen gut strukturierte Hauptsätze verwenden.

Tipp 5: Kurz und knapp formulieren

Hier gilt die altbewährte Regel „In der Kürze liegt die Würze“. Ein Teaser sollte nicht mehr als 250-350 Zeichen enthalten. Der Leser soll schließlich nicht schon am Anfang des Beitrages vergrault werden. Verzichten Sie dafür auf alle Informationen, die überflüssig sind: Klammern, Zahlen, Zeitangaben und Füllwörter – weniger ist mehr! Hier ein Beispiel, wie der Teaser aussieht, wenn er zu lang ist:

Screenshot inside.bahn.de

Tipp 6: Grammatik beachten

Wie bereits erwähnt, sollte der Teaser klar verständlich sein. Dabei können folgende Grammatik-Tipps durchaus helfen:

  • im Aktiv statt Passiv schreiben
  • Substantive sparsam verwenden
  • Präsens als Zeitform wählen
  • ausdrucksstarke Adjektive und Verben einsetzen

Tipp 7: Neugierde der Leser wecken

Damit Ihr Beitrag letztendlich gelesen wird, ist es wichtig den Leser auf das Thema neugierig zu machen. Wie Sie das erreichen? – Verwenden Sie keine altbekannten Floskeln, sondern bieten Sie etwas Neues an. Dabei muss es sich nicht immer um ein komplett neues Thema handeln. Es reicht auch, einmal den Blickwinkel zu wechseln. Der Teaser ist dazu da, das Interesse für diese „Neuheit“ zu wecken.

Tipp 8: Wiederholungen vermeiden

Die Inhalte im Teaser und im eigentlichen Text dürfen sich nicht wörtlich wiederholen. Sie sollten keine Sätze aus dem Beitrag umformulieren, nur um etwas im Teaser stehen zu haben. Genauso wenig hilft es, die Überschrift mit anderen Worten wiederzugeben. Der Leser will wissen, was ihn im Beitrag erwarten und keine Informationen, die sich doppeln.

Tipp 9: Zielgruppenorientiert arbeiten

Passen Sie Ihren Teaser an die Zielgruppe und die Plattform an, an die auch der Beitrag gerichtet ist. Klären Sie vorher ab, ob es einen bestimmten Sprachstil oder andere Vorgaben gibt, an die Sie sich halten sollten. Nicht umsonst hat zum Beispiel ein medizinischer Fachartikel einen anderen Teaser als ein Blog-Post für ein Lifestyle-Magazin.

Tipp 10: Keywords einbauen

Keywords helfen bekanntlich, Suchmaschinen die Relevanz zu einem Thema zu verdeutlichen und die Chancen auf ein gutes Ranking zu erhöhen. Dafür können sie nicht nur im Haupttext und in den Überschriften, sondern auch im Teaser clever verbaut werden.

Fazit: Der Teaser spielt eine entscheidende Rolle

Natürlich verspricht ein guter Teaser nicht zwangsläufig Erfolg für Ihren Artikel. Ob er vom Leser tatsächlich angeklickt und gelesen wird, hängt von vielen Faktoren ab. Doch der Teaser ist ein entscheidender. Mit unseren 10 Tipps, wie Sie einen optimalen Teaser erstellen, haben Sie einen Leitfaden, den Sie bei der Erstellung beachten können.

Ein kleiner Tipp am Rande: Sie können Ihren Teaser immer mit der „SPAZI-Methode“ überprüfen:

  • stilsicher
  • prägnant
  • anregend
  • zielsicher
  • inhaltlich relevant

Über den Autor
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Skadi Richter ist Online PR und Social Media Manager bei Clicks Online Business. Sie entwickelt gemeinsam mit den Kunden einen auf sie zugeschnittenen ganzheitlichen Social Media Plan, realisiert dessen Umsetzung und führt die Erfolgskontrolle durch. In ihrer Freizeit dreht sie ihre Pirouetten auf dem Eis und singt auf Hochzeiten und anderen großen Veranstaltungen.
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