22.01.2015

Nach unserem AdWords Rückblick Ende des Jahres blicken wir nun nach vorne – doch worauf kommt es 2015 besonders an? Es haben sich schließlich völlig neue Möglichkeiten im Bereich der Suchmaschinenwerbung aufgetan. Wir verraten einige Strategien, die in AdWords 2015 nicht links liegen gelassen werden sollten.

 

1. Mobile Nutzer gezielt ansprechen

Allein seit unserem Artikel zu mobilen AdWords Anzeigen im September 2014 bis jetzt ist der Anteil der deutschen Bevölkerung, der mit mobilen Geräten im Web surft, von 45,2% auf 48,7% gestiegen (Quelle: AGOF). 2015 ist der mobile Kanal also wichtiger denn je.

Wer den mobilen Kanal noch komplett ignoriert oder sogar pauschal ausschließt, verliert damit einen Großteil seiner Werbereichweite und die damit einhergehenden Chancen auf Conversions.

Natürlich wäre eine mobiloptimierte Webseite wünschenswert, das lässt sich aber nicht immer umsetzen. Falls möglich, sollte wenigstens eine mobiloptimierte Landing Page für AdWords erstellt werden. Doch selbst wenn gar keine Optimierung auf Mobilgeräte vorgenommen werden kann, sollten mobile Gebote nicht pauschal ausgeschlossen werden.

Mit sehr niedrigen mobilen Geboten kann vorsichtig getestet werden, ob Potenzial für tiefergehende Mobiloptimierung vorhanden ist – dabei sollte allerdings beachtet werden, dass mobile Anzeigen mindestens eine Anzeigenposition von 2 oder besser haben müssen, um auf den kleinen Displays mobiler Endgeräte gut sichtbar zu sein.

Mobile Textanzeige

Mobile AdWords Textanzeige mit speziellem Call-to-Action („Jetzt mobil buchen!“)

Sobald die mobile Sichtbarkeit gegeben ist, kann u.a. mit mobilen Anzeigen und speziellen Call-to-Actions, Anruferweiterungen und Call-Conversion-Tracking gearbeitet werden.

2. Produkte über Google Shopping bewerben

AdWords-Produkt-Anzeigen-Suche

Wir haben bereits mehrfach betont, wie wichtig Produktanzeigen über Google Shopping mittlerweile für Onlineshopbetreiber geworden sind – denn Google legt einen immer stärkeren Fokus auf den E-Commerce-Bereich. Die zahlreichen Google Shopping Updates 2014 haben wir bereits letztes Jahr vorgestellt. Hier noch einmal kurz zusammengefasst, welche zentralen Vorteile die Produktanzeigen gegenüber herkömmlichen Suchkampagnen bieten:

  • Angebotene Produkte lassen sich über Google Shopping gut sichtbar mit Bild und Preisinformation bewerben
  • Klicks auf Produktanzeigen sind besonders relevant, da sie in der Regel eine Kaufintention implizieren
  • Sonderaktionen können im Zusammenhang mit relevanten Produkten hervorgehoben werden
  • Die Gebote lassen sich völlig granular optimieren – sowohl für Produktgruppen, als auch einzelne Produkte

Wer einen Onlineshop betreibt, diesen über AdWords bewirbt und noch keine Produktanzeigen schaltet, sollte sich also schleunigst einen Datenfeed für das Merchant Center Konto erstellen und Google Shopping Kampagnen anlegen.

3. Website-Besucher über Remarketing zur Conversion bewegen

Egal, wie unwiderstehlich das Angebot sein mag – dass nur ein Bruchteil der Website-Besucher auf Anhieb zum Kunden wird, ist kein Geheimnis. Doch was kann man tun, um abgesprungene Besucher zurück auf die Webseite zu bringen? – Die Antwort darauf haben wir euch ebenfalls bereits letztes Jahr vorgestellt: AdWords Remarketing.

AdWords Remarketing Prozess

Besucher werden im Rahmen von Remarketing mit Cookies markiert und können daraufhin außerhalb der Website erneut angesprochen werden. Das eröffnet natürlich viele strategische Möglichkeiten. Für Shopbetreiber lässt sich das zudem sehr gut mit dynamischen Produktanzeigen kombieren:

Dynamisches Remarketing mit AdWords

Dynamisches Remarketing mit AdWords für Google Merchants

Dynamisches Remarketing generiert automatisch Anzeigen mit genau den Produkten, die sich der jeweilige Nutzer im Shop angesehen hat. Mittlerweile ist diese Form des Remarketings aber auch für andere Branchen wie bspw. Hotels verfügbar.

Die eine oder andere Form von Remarketing sollte unbedingt getestet werden – insbesondere bei Produkten oder Dienstleistungen im höheren Preissegment, die i.d.R. einen längeren Entscheidungsprozess besitzen.

4. Dynamische Anzeigeninhalte & Automatisierungen nutzen

AdWords Scripts & Regeln in der gemeinsam genutzten Bibliothek

Im Bereich Tools & Automatierung hat sich AdWords 2014 ebenfalls stark weiterentwickelt. Es wäre Verschwendung, diese neuen Möglichkeiten nicht entsprechend auszunutzen – denn mit den automatisierten Features lassen sich viele Arbeitsstunden und Nerven sparen. Hier noch einmal unsere persönlichen Favoriten, welche wir letztes Jahr bereits in eigenen Artikeln vorgestellt haben:

Fazit – neue Werbemöglichkeiten testen

Abschließend lässt sich festhalten, dass neue AdWords Werbemöglichkeiten im Auge behalten und nach Möglichkeit zeitnah ausprobiert werden sollten – nur so ist man der Konkurrenz einen Schritt voraus. Außerdem darf auch nicht außer Acht gelassen werden, wie sich das digitale Marktumfeld generell entwickelt – nicht nur im Hinblick auf die Nutzerzahlen mobiler Endgeräte, sondern auch die Entwicklung von AdWords Alternativen wie Facebook Ads und Amazon Produktanzeigen.

 

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