24.06.2015

Google AdWords/Google Ads führt ab dem 1. Juli die sogenannten „Upgraded URLs“  ein. Bis Ende Juni ist noch Zeit, die Anpassung selbst vorzunehmen, ab Juli stellt Google sonst automatisch um. Inwiefern sich die manuelle von einer automatischen Umstellung unterscheidet, und was es dabei zu beachten gilt, stellen wir euch in diesem Beitrag vor.

Wozu Upgraded-URLs?

Die Upgraded URLs sollen helfen,  die Verwaltung von Tracking-Parametern zu vereinfachen. Dazu können zukünftig Tracking-Vorlagen auf den verschiedenen Kontoebenen genutzt werden. Infolgedessen muss man im Idealfall nur noch die „Finale URL“, d.h. die eigentliche Zielseite, festlegen und die Tracking-Parameter werden automatisch angefügt.

Wen betrifft die URL-Umstellung?

AdWords-Nutzer, die kein URL-Tracking oder ausschließlich die automatische Tag-Kennzeichnung von Google verwenden, bleiben von den Änderungen unberührt. Ihre Ziel-URLs werden im Juli einfach in Finale URLs umgewandelt. Werbende, die zusätzliche Tracking-Parameter oder Drittanbietersysteme verwenden, sollten ihre URLs dagegen manuell umstellen.

Wie stellt man auf Upgraded URLs um?

Um die Google AdWords/Google Ads Ziel-URLs auf die neuen Upgraded URLs umzustellen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Welche davon im Einzelfall am besten geeignet sind, unterscheidet sich je nach Szenario bzw. aktueller Tracking-Nutzung. Im Wesentlichen unterscheiden sich die verschiedenen Varianten in ihren Konsequenzen:

Anzeigen-Historie Anzeigen-Prüfung Neue Tracking-Funktionen
Variante 1  X  X
Variante 2  X  X
Variante 3  X

Bei Variante 1 und 2 bleibt die Historie der Anzeigen erhalten und es wird keine Richtlinienprüfung ausgelöst. Dafür stehen aber nicht alle neuen Tracking-Funktionen zur Verfügung – das ist nur bei Variante 3, also der erweiterten Umstellung, der Fall.

Variante 1 – Übernahme der Ziel-URLs

Prinzipiell kann man die Ziel-URLs 1:1 als Finale URLs übernehmen, sofern man keine Drittanbieter-Systeme oder Weiterleitungen über eine andere Domain nutzt. Kurzfristig kann dadurch eine aufwändige manuelle Umstellung  vermieden werden. Mittel- bis langfristig ist das aber nicht unbedingt sinnvoll, denn so entfallen die Vorteile der neuen Upgraded URLs.

Bei dieser Variante kann entweder die automatische Umstellung abgewartet oder bereits vorab die automatische Umstellung im AdWords Interface vorgenommen werden:

Übernahme Interface

Variante 2 – Einfache Umstellung

Im Rahmen der einfachen Umstellung werden die vorhandenen Tracking-Parameter von der eigentlichen Zielseite getrennt.

Beispiel mit der Ziel-URL http://www.clicksbeispiel.de/?ad=adgroup1
Im AdWords Editor muss die Ziel-URL in das Feld „Finale URL“ (unter „URL-Optionen“) verschoben werden. In dem Feld für die lokale Tracking-Vorlage wird über den Parameter {lpurl} automatisch die hinterlegte Finale URL eingefügt. Dort muss nur noch eingetragen werden, welche Parameter an die jeweilige Zielseite angefügt werden sollen. 

Einfache Umstellung

Hier werden die Ziel-URLs einfach in lokale finale URLs und Tracking-Vorlagen aufgeteilt. Vorteil ist, dass die Historie der Anzeigen erhalten bleibt, da die URLs exakt dieselben sind wie zuvor. Nachteilig ist allerdings, dass die neuen Tracking-Funktionen nicht zentral für das gesamte Konto, sondern nur für neue Anzeigen genutzt werden können.

Variante 3 – Erweiterte Umstellung

Bei der erweiterten Umstellung können zentrale Tracking-Vorlagen auf Kontoebene, sowie benutzerdefinierte Parameter genutzt werden.

Beispiel mit der Ziel-URL http://www.clicksbeispiel.de/?ad=adgroup1
Anders als bei der einfachen Umstellung wird der manuell hinterlegte Parameter adgroup1 nun durch den neuen benutzerdefinierten Parameter {_adgroup} ersetzt. Die entsprechenden Parameter-Werte lassen sich im AdWords Editor sehr einfach über Formelwörter einfügen. Alternativ könnten auch einfach ValueTrack Standardparameter wie die Anzeigengruppen-ID {adgroupid} in der Tracking-Vorlage verwendet werden.

Erweiterte Umstellung

Nachteilig ist bei dieser Variante allerdings, dass die Historie der Anzeigen verloren geht und eine Richtlinienprüfung für alle Anzeigen ausgelöst wird. Langfristig gesehen lässt sich die Verwaltung von Tracking-Parametern über diesen Weg aber stark vereinfachen.

Fazit – AdWords Upgraded URLs

Obwohl sehr viel Wirbel um diese Umstellung gemacht wird, ist sie für den Großteil der Werbetreibenden eigentlich gar nicht so dramatisch. Wer tatsächlich davon betroffen ist, kann die Tracking-Verwaltung in Zukunft einfacher handhaben.

Falls für eine aufwändige manuelle Umstellung kurzfristig keine Zeit ist oder die Anzeigen aktuell nicht zurückgesetzt werden sollen, kann das Upgrade auch noch später durchgeführt werden. Unser Fazit ist daher positiv – trotzdem sollte das Tracking ab Juli genau im Auge behalten werden…

P.S.: Wer noch mehr zu diesem Thema erfahren möchte, findet weitere Details und Informationen zur URL-Umstellung mit Drittanbieter-Systemen in der offiziellen Google Hilfe.

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