04.07.2014

Laut John Mueller von Google sollen demnächst Autorenbilder, die aus Google+-Profilen stammen, entfernt werden. Ziel ist ein einheitlicheres Layout der SERPs und die bessere Darstellung der Suchergebnisse auf mobilen Endgeräten. Hier die offizielle Meldung: Google Plus Autorenbilder werden entfernt

Google Update schon sichtbar?

Wann die Änderungen in Deutschland eingespielt werden, steht noch nicht fest. In Großbritannien sind die Umstellungen momentan schon im Gange, weshalb die Suchergebnisse dort aktuell recht unterschiedlich dargestellt werden:

Google SERPs ohne Autorenbilder

Bei der Suchphrase „keyword planner“ auf google.co.uk sind diese optisch verschiedenen Suchergebnisse aktuell alle zu finden – das Ergebnis ganz unten stellt die zukünftige finale Version dar.

Selbst bei SEO-orientierten Anfragen tauchten auf den ersten Seiten keine Autorenbilder in den SERPs auf. Ersten Erfolg hatten wir mit „keyword planer“, wobei gleich fünf von zehn Ergebnissen Autorenbilder mitliefern. Anscheinend sind die Anpassungen bereits in Arbeit, sodass wir die Auswirkungen nun schon sehen können.

Was steckt wirklich hinter der Umstellung?

Im neuen Design der SERPs wird nur noch der Autorenname ohne Profilbild zu finden sein. Google verkündet, dass die Entfernung der Profilbilder lediglich eine Frage des Layouts, also der Darstellung der SERPs sei. Was könnte wirklich dahinter stecken?

These 1: Weniger Aufmerksamkeit für AdWords Anzeigen

Die Google+ Autorenbilder stachen in den SERPs deutlich hervor und zogen den Blick des Nutzers unweigerlich auf sich. Besonders dann, wenn Suchergebnisse im unteren Seitenbereich Autorenbilder zeigten und die oberen Ergebnisse nicht. Folglich wird in diesen Fällen auch den AdWords-Anzeigen oberhalb der SERPs und insbesondere den Anzeigen am rechten Bildrand weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Weniger Aufmerksamkeit könnte weniger Klicks und damit sinkende AdWords-Einnahmen bedeuten. Sicherlich kein von Google gewünschter Effekt, bilden sie doch die Haupteinnahmequelle des Konzerns.

These 2: Verstärkter Missbrauch des Authorship

Ein anderer Grund für den Rückzieher könnte in vermehrter Manipulation zu finden sein. Ziel des Authorship war es, echte Menschen statt anonymer Inhalte nach vorn zu bringen. Zusätzlich zum Inhalt einer Website sollten verknüpfte Google+ Profile für mehr Authentizität sorgen. Der Faktor Mensch, mit individueller Expertise und Renommee, sollte mittelfristig zum Rankingfaktor werden. Die Realität hingegen sind zahlreiche Fakeprofile, die durch das Autorenbild in den SERPs zumindest kurzzeitig ihre Klickzahlen erhöhen konnten. Ein Autorenprofil mit wenig Reputation ist ohne Bild in den SERPs praktisch nichts wert. Durch den zukünftigen Verzicht auf Autorenbilder, so die Vermutung, wird das Authorship weniger anfällig für Manipulation, ohne jedoch das Autorenprinzip an sich zu verwerfen.

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2 Kommentare zu "Autorenbilder werden aus Google SERPs entfernt"
  • Der Grund dafür ist, dass Google überall dort, wo es AdWords-Anzeigen gibt, reduzierte Anzahl von Klicks auf die Anzeigen feststellt. Deshalb sind die Autorenbilder überall dort verschwunden, wo es AdWords-Anzeigen gibt. Wo es keine AdWords-Anzeigen gibt, sind die Autorenbilder noch da, wie der beiliegende Artikel zeigt.
    http://rsim.de/rsim/google-profilbilder-zugunsten-adwords-verschwunden.html

    • Hallo Ralf,
      genau das bestätigt ja unsere These 1 🙂