25.09.2019

Ob B2B oder B2C – Content Marketing wird bei Unternehmen jeder Art und Größe immer beliebter. Doch die große Masse an Inhalten macht es nicht leicht, Kunden mit den eigenen Inhalten zu erreichen. Was Sie rund ums Content Marketing vermeiden sollten – und wie es besser geht – erfahren Sie hier.

#1 Don’t: Features und Funktionen in den Fokus rücken

Ihr Produkt ist großartig und Sie möchten Ihren Kunden unbedingt alle tollen Features und Funktionen zeigen? Verständlich, aber nicht zielführend. Content Marketing betreibt keine direkte Werbung für Ihre Produkte oder Leistungen und nimmt nicht wie die klassische Werbung die Verkäuferperspektive ein, sondern  die Perspektive des Kunden.

Do: Sprechen Sie nicht über Features, sondern betonen Sie die Vorteile für den Nutzer. Bieten Sie ihm einen Mehrwert, indem Sie ihm zeigen, welche Probleme er wie lösen kann und helfen Sie ihm, statt bloß zu verkaufen. In der folgenden Grafik sehen Sie, wie unterschiedlich Produkt Marketing und Content Marketing zum Beispiel an ein Produkt des Einbruchschutzes  herangehen würden:

Content Marketing Dos and Donts

Der Nutzer steht beim Content Marketing im Mittelpunkt.

#2 Don‘t: Ohne Plan und Strategie vorgehen

Die Konkurrenz auf dem Gebiet des Content Marketings wird immer größer – viele sprechen schon längst vom Content-Schock. Um dennoch Aufmerksamkeit auf die eigenen Inhalte zu lenken, ist es nicht nur wichtig, dass diese eine entsprechende Qualität haben. Das gesamte Content Marketing muss durchdacht und zielgerichtet angegangen werden – dabei hilft eine Strategie. Wenn Sie auf diese verzichten, ist die Gefahr groß, dass Sie Inhalte erstellen, die in der großen Masse untergehen. Verschenktes Potenzial und verschwendete Kapazitäten sind die Folge.

Do: Überlegen Sie sich im Vorfeld, warum Sie Content Marketing betreiben möchten. Hilfreich sind dabei unter anderem folgende Fragen:

  • Für wen werden die Inhalte erstellt?
  • Welche Probleme der Zielgruppe können Sie lösen?
  • Welche Inhalte gibt es bereits?
  • Was macht Ihre Inhalte einzigartig?
  • Wie oft soll veröffentlicht werden und auf welchen Kanälen?

#3 Don‘t: Redaktionsplan vernachlässigen

Wer ist schuld, wenn drei Mitarbeiter jeweils einen Blogartikel über das gleiche Thema geschrieben haben, aber niemand über die wichtige Messe berichtet? Nur wer einen Plan hat, weiß, wann was zu tun ist und von wem. Gerade wenn mehrere Teammitglieder für den Content zuständig sind, erleichtert ein Redaktionsplan fürs Content Marketing die Arbeit und Abstimmung deutlich. Ohne strukturierten Plan kann es schnell passieren, dass man sich von Veröffentlichung zu Veröffentlichung hangelt und dabei wesentliche Dinge übersieht.

Do: Während Sie in Ihrer Content Marketing Strategie bestenfalls festhalten, wie oft und mit welchen Zielgedanken Inhalte veröffentlicht werden sollen, informiert der Redaktionsplan über die einzelnen Inhalte und Zuständigkeiten. Dadurch erhalten Sie eine Planungssicherheit und können kurz-, mittel- und langfristige Themen festlegen. Relevante Informationen für den Redaktionsplan sind unter anderem:

  • Für welche Persona(s) wird der Inhalt erstellt?
  • Welche Deadline gibt es und wann soll der Inhalt veröffentlicht werden?
  • Wer ist der Autor und gibt es weitere Zuständigkeiten?
  • Zu welcher Kategorie gehört der Inhalt und welches Format ist geplant?
  • Wie ist der aktuelle Status des Inhalts?

#4 Don‘t: An der Zielgruppe vorbei schreiben

Wenn Sie Ihre Inhalte nicht zielgruppengerecht gestalteten, verschenken Sie wertvolles Potenzial. Denn davon, für wen Sie Ihre Inhalte erstellen, hängt beispielsweise auch ab, in welchen Formaten und auf welchen Kanälen Sie Ihre Inhalte verbreiten. Wenn Sie dies im Vorfeld nicht analysieren, kann es passieren, dass Sie großartige Inhalte veröffentlichen, die Ihre Zielgruppe aber nie erreichen.

Do: Machen Sie sich Gedanken darüber, wer Ihr Zielgruppe ist, wie sie tickt, welche Probleme sie hat und wo sie im Internet unterwegs ist. Hilfreich ist hier die Erstellung von Personas gemeinsam mit anderen Abteilungen Ihres Unternehmens. Je besser Sie Ihr Publikum kennen und verstehen, desto passender können Sie die Inhalte darauf abstimmen.

#5 Don’t: Nur auf Texte fokussieren

Content Marketing findet längst nicht mehr nur in Textform bzw. als Blogbeitrag statt. Auch Inhalte in Videoform, Podcasts, Infografiken, Whitepaper oder ähnliches sind geeignete Mittel, um Mehrwert für Ihre Zielgruppe zu verbreiten.

So geht’s richtig: Finden Sie das Format oder die Formate, die am besten zu Ihren Nutzern passen. Achten Sie dabei nicht nur auf den reinen Inhalt, sondern gehen Sie auch bei der Nutzung von CTAs und Bildern strategisch und zielgerichtet vor.

#6 Don‘t: Zu viel oder wenig an SEO denken

Sie wollen Ihre Texte nicht von Google verbiegen lassen? Natürlich schreiben Sie Ihre Inhalte für Menschen und nicht für die Suchmaschine und eine angenehme Schreibe wird gern gelesen. Ein gewisses Maß an Suchmaschinenoptimierung sollte dennoch nicht fehlen. So gehen Sie sicher, dass Ihre Inhalte bei Google & Co. überhaupt gefunden werden und Ihre Seite technisch in gutem Zustand ist.

Do: Finden Sie bei einer Keyword-Recherche die Begriffe heraus, die Ihre Kunden für ihre Suchanfragen nutzen. Durch eine sinnvolle Verwendung der Keywords, auch in den Meta-Daten, erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass die Suchmaschine Ihre Inhalte richtig zuordnet und Nutzer diese auf den ersten Plätzen der Suchergebnisse finden können.

#7 Don‘t: Die Analyse einsparen

Sie haben eine Content Marketing Strategie, veröffentlichen regelmäßig Inhalte und führen einen Redaktionskalender – vieles machen Sie damit schon richtig. Doch wenn als nächster Schritt nicht die sorgfältige Analyse Ihres Contents folgt, stochern Sie größtenteils im Nebel. Schließlich wissen Sie nicht, welche Inhalte wirklich gut performen und welche möglicherweise überarbeitet werden sollten.

Do: Analysieren Sie Ihre Inhalte nach der Veröffentlichung, um Rückschlüsse für die weitere Entwicklung Ihres Contents ziehen zu können. Kontrollieren Sie, was funktioniert und was möglicherweise nicht. Hilfreich sind dabei Webanalyse Tools wie Google Analytics oder übersichtliche Dashboards mit den wichtigsten Zahlen.

Link zu Blogbeitrag "Webanalyse mit Google Analytics"

#8 Don‘t: Sich keine Ziele setzen

Auch wenn Ziele im Content Marketing nicht immer leicht zu greifen und aufzustellen sind, betreiben Sie die Marketing-Disziplin nicht (nur) zum Spaß. Machen Sie sich Gedanken, was Sie mit Ihren Inhalten erreichen möchten, auf welche Unternehmensziele diese einzahlen können und ob die Inhalte beispielsweise unterhalten, informieren oder verkaufen sollen.

Do: Halten Sie fest, welche Ziele Sie mit Content Marketing erreichen möchten und prüfen Sie regelmäßig, ob Ihnen das gelingt. Typische KPIs im Content Marketing sind unter anderem die Reichweite, Sichtbarkeit oder das Engagement.

#9 Don‘t: Quantität vor Qualität setzen

Die Masse der redaktionellen Inhalte des Content Marketings ist enorm. Aus alles Ecken des Internets pfeifen die Spatzen: „Content ist King.“ Doch zu oft wird dabei die Qualität außer Acht gelassen und stattdessen immer mehr Inhalt produziert.

Do: Werfen Sie einen Blick auf Ihre Konkurrenz und vergleichen Sie, welche Themen noch nicht gut behandelt werden oder was Sie besser machen können. Lieber veröffentlichen Sie seltener Beiträge, die dafür aber umso besser und hilfreicher für Ihre Zielgruppe sind. Dies bezieht sich nicht nur auf den reinen Inhalt (das geschriebene Wort, der Inhalt der Infografik, etc.), sondern auch auf Dinge wie das Design, den Aufbau des Textes oder die Lesbarkeit. Wenn Sie dann die besten Inhalte veröffentlichen und das noch dazu regelmäßig, haben Sie gute Voraussetzungen für erfolgreichen Content.

#10 Don‘t: Den Inhalt nur veröffentlichen aber nicht verbreiten

Meinen Sie, das Internet hat nur auf Ihren Content gewartet und die Zugriffszahlen explodieren von ganz allein? Das ist sehr unwahrscheinlich. Durch die mittlerweile enorme Masse an Content ist auch eine Distributions-Strategie hilfreich. Wie soll der Inhalt an den Nutzer gebracht werden? Wo ist die Zielgruppe unterwegs? Bieten sich Facebook Ads an oder eher Native Advertising Lösungen?

Do: Erstellen Sie Inhalte, die gute Chancen haben, von den Nutzern geteilt zu werden. Das funktioniert beispielsweise besonders gut bei Content, der die Menschen emotional berührt. Überlegen Sie schon während der Inhaltserstellung, wo und in welcher Form der Content zusätzlich an die Zielgruppe gebracht werden kann. Die Content-Verbreitung funktioniert dabei sowohl auf eigenen wie auf fremden Kanälen.

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