31.03.2016

Bei der Kategorisierung von Webseiten kann es vorkommen, dass Kategorien doppelt vorliegen. Dies kann aus Usersicht sinnvoll sein, erzeugt aber Duplicate Content und behindert so das Ranking der Kategorieseiten in Suchergebnisseiten.

Gleiche Hauptkategorie und Unterkategorie behindern sich im Ranking

Doppelte Kategorien entstehen häufig, wenn die Hauptkategorie auch als Unterkategorie verwendet wird. Dies passiert meist automatisch, wenn die Unterkategorie dazu geeignet ist, die Produkte/Dienstleistungen zusammenzufassen.

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Abbildung 1: Kategorie versus Unterkategorie am Beispiel der Kategorie „Gartenhäuser“

Beispiel: Ein Anbieter für Gartenzubehör und bietet folgende Häusertypen an:

  • Gartenhäuser
  • Gerätehäuser
  • Gewächshäuser
  • Spielhäuser
  • Saunahäuser

Um diese „Häusertypen“ in einer Hauptkategorie abzubilden, wurde im fiktiven Beispiel das Keyword „Gartenhäuser“ verwendet (siehe Abbildung 1). Gleichzeitig wird „Gartenhäuser“ als Unterkategorie verwendet.

 

Doppelte Kategorien verursachen Duplicate Content und Probleme bei der internen Verlinkung

In der Hauptkategorie „Gartenhäuser“ werden alle Häusertypen angezeigt. Die Unterkategorie  enthält hingegen nur Gartenhäuser mit den zugehörigen Filtern, wie beispielsweise Preis, Dachform, Grundfläche. Aufgrund der ähnlichen Title & Description, Überschriften und URL-Struktur werden Google keine eindeutigen Signale übergeben, ob nun die Hauptkategorie oder Unterkategorie für das Keyword „Gartenhäuser“ zuständig ist. Sind auch die Kategorietexte sehr ähnlich, besteht die Gefahr des Duplicate Contents. Außerdem treten Probleme bei der internen Verlinkung auf, da nicht klar definiert ist, ob mit dem Linktext „Gartenhäuser“ auf die Haupt- oder Unterkategorie verlinkt werden soll.

 

Anpassung der Kategorie-Struktur in der Praxis oft nicht umsetzbar

Natürlich könnte man auch „Gartenhäuser“, Spielhäuser, Gewächshäuser „Gerätehäuser“, „Saunahäuser“ jeweils als extra Kategorie abbilden. Diese Art Anpassung ist in der Praxis jedoch nur selten  möglich, da die bestehende Kategorie-Struktur es entweder nicht zulässt oder der Aufwand unwirtschaftlich wäre, um die Kategorie-Struktur komplett anzupassen.

Lösung 1: Neue Keywords zuweisen

Die Hauptkategorie „Gartenhäuser“ und die Unterkategorie „Gartenhäuser“ werden für verschiedene Keywords ausgelegt. Dadruch kann die Hauptkategorie beispielsweise auf das Keyword „Häuser“ angelegt sein. Der Kategorietext,  dieÜberschriften sowie Title & Description müssten dann dementsprechend angepasst werden.

Lösung 2: Eindeutige Zuordnung durch Canonical-Tag

Macht es keinen Sinn, für Haupt- und Unterkategorie verschiedene Keywords zu vergeben, kann ein Canonical-Tag das Problem lösen. Das Canonical-Tag wird im Quell-Text der Kategorie eingebunden, die nicht ranken soll. Dabei verweist der Canonical-Tag auf die zuständige Kategorie, die sogenannte kanonische Form. Im Beispiel könnte die Hauptkategorie Gartenhäuser per Canonical-Tag auf die Unterkategorie Gartenhäuser verweisen. Google wird damit mitgeteilt, dass die Unterkategorie die Originalseite und damit die zuständige Seite ist.

Startseite und Kategorie können sich ebenfalls im Ranking behindern

Auch zwischen Startseite und Kategorie kann es zu Überschneidungen kommen, wie zwischen Haupt- und Unterkategorien. Die Startseite einer Webseite wird auf ein Haupt-Keyword ausgelegt. Das Haupt-Keyword ist aber auch als Kategorie auf der Webseite angelegt. Um dasProblem zu beheben, bieten sich ebenfalls der Einsatz eines Canonical-Tags oder die Vergabe neuer Keywords an.

Fazit – Doppelte Kategorien lassen sich durch Canonical-Tag oder Keyword-Zuweisung beheben

Zwischen Kategorien kommt es des Öfteren zu Überschneidungen, die aus SEO-Sicht nicht sinnvoll sind, aber aus Usability -Gesichtspunkten durchaus Sinn ergeben. Überschneidungen lassen sich jedoch per Canonical-Tag oder durch die Vergabe neuer Keywords, die mit der Anpassung von Kategorie-Text und Title & Description einhergehen, lösen.

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