21.01.2016

Google AdWords Remarketing und seine Vorzüge haben wir bereits in einem eigenen Beitrag vorgestellt. Auch Produktanzeigen über Google Shopping sollten mittlerweile jedem Online Shop Betreiber ein Begriff sein. Doch wie lassen sich diese beiden Werbeformen zu unwiderstehlichen Werbeanzeigen kombinieren und welche zusätzlichen Kanäle gibt es in diesem Bereich?

Kunden mehrfach ansprechen: Warum Remarketing?

Wie viele Besucher die eigene Webseite verlassen, ohne einen Kauf abzuschließen, wird immer wieder unterschätzt – sogar, wenn sie bereits Produkte in den Warenkorb gelegt haben! Man stellt sich den Kaufprozess viel einfacher vor: Der Kunde kommt auf den Shop, findet was er sucht und kauft es. Dieser direkte Weg ist so in der Praxis aber nur sehr selten.

Häufig erfordert es mehrere Anläufe bzw. Kontaktpunkte mit der eigenen Marke und dem potentiellen Neukunden, um dessen Vertrauen zu gewinnen und ihn tatsächlich zum Kauf zu bewegen.

Hier kommt Remarketing ins Spiel – sowohl über Google AdWords, als auch sonstige Kanäle wie Facebook und Bing Ads. Dabei werden Besucher über einen Cookie markiert, woraufhin sie in Werbenetzwerken außerhalb der eigenen Webseite erneut angesprochen werden können.

AdWords Remarketing Prozess

Durch den Wiedererkennungseffekt lässt sich das Vertrauen zur Marke stärken und der eine oder andere weniger präsente Wettbewerber aus dem Gedächtnis potentieller Neukunden drängen. Am Wichtigsten ist jedoch, dass sich ein beachtlicher Teil der abgesprungenen Nutzer so letztendlich zurück auf den Shop holen lässt, um den Kauf doch noch abzuschließen.

Individuelle Kundenansprache: Warum dynamisch?

Dynamische Anzeigen sind vor allem zwei Dinge: relevant und skalierbar. Bei einem kleinen Online Shop mit einer Handvoll von Produkten mag die Werbeanzeigenerstellung und –ausrichtung noch überschaubar sein, mit zunehmender Produktanzahl steigt allerdings auch die Komplexität der benötigten Kontostruktur.

Manuell tausende Anzeigen und Zielgruppen für einzelne Produkte zu erstellen, kostet Zeit und Geld in Form von personellen Ressourcen.

Selbst wenn manuell eine große Menge an Anzeigen und Zielgruppen erstellt wurde, kann die Relevanz statischer Anzeigen nicht mit der von dynamischen Anzeigen mithalten. Die Kombinationen von Produkten, die sich Nutzer ggf. im Shop angesehen haben, sind geradezu endlos. Über dynamisches Remarketing können genau diese Kombinationen angezeigt werden – und auch noch dazu passende Produkte mitsamt den aktuellen Preisen und Verfügbarkeiten.

Dynamisches Remarketing in Google AdWords

In AdWords kann Remarketing im Displaynetzwerk mit einem Datenfeed kombiniert werden, um dynamische Produktanzeigen zu schalten. Wie das Ganze konkret funktioniert, verdeutlicht das folgende Beispiel von zalando:
adwords-dynamisches-remarketing

Wer bereits einen Produktdatenfeed für Google Shopping einsetzt, hat für den Einsatz von dynamischem Remarketing nur noch eine Hürde zu überwinden: Die Implementierung dynamischer Parameter wie insbesondere die Produkt-IDs auf verschiedenen Unterseiten. Diese sind notwendig, damit Google u.a. nachvollziehen kann, welche Produkte sich der jeweilige Nutzer im Shop angesehen hat.

Grundvoraussetzungen für dynamisches Remarketing

  • Google Merchant Center zum Hochladen von Datenfeeds
  • Den Google Richtlinien entsprechender Datenfeed mit Produkten bzw. Dienstleistungen
  • Implementierung benutzerdefinierte Parameter zusätzlich zum Remarketing-Tag
  • Erstellung dynamischer Anzeigen-Layouts in Google AdWords

Die Erstellung entsprechender Anzeigen ist anschließend direkt in der Google AdWords Anzeigengalerie möglich.

Dynamische Anzeigen im sozialen Netzwerk: Facebook Product Ads

Seit letztem Jahr ist es neben Google AdWords auch in Facebook möglich, dynamische Produktanzeigen zu schalten.

facebook-dynamic-product-ads

Quelle: Facebook

Diese funktionieren prinzipiell ähnlich wie in AdWords, einige Datenfeed-Anforderungen und die Verwaltungsstruktur unterscheiden sich jedoch. Zudem handelt es sich natürlich auch um ein unterschiedliches Werbeumfeld mit optisch anders wirkenden Anzeigen.

Grundvoraussetzungen für Facebook Product Ads

  • Einrichtung von Produktkatalogen zum Hochladen von Datenfeeds
  • Den Facebook Richtlinien entsprechender Datenfeed mit Produkten
  • Implementierung benutzerdefinierter Parameter zusätzlich zum Facebook Pixel
  • Erstellung von Produktpaletten, sowie dynamischen Anzeigen in Facebook

Aktuell sind die Implementierung, Erstellung und Verwaltung von Produktanzeigen in Facebook noch recht umständlich und nur über den Power Editor möglich. Wer dynamisches Remarketing in Google AdWords bereits erfolgreich einsetzt, sollte sich diese zusätzliche Werbemöglichkeit aber nicht entgehen lassen, um die eigene Markenpräsenz zu steigern.

Fazit: Produktsortiment dynamisch bewerben ist ein Must-have!

Dynamische Produktanzeigen als Teilbereich im Suchmaschinenmarketing sind definitiv ein Muss für größere Online Shops – wobei sich die Implementierung je nach Shopsystem ggf. als eine Herausforderung erweist. Den erstmaligen Einrichtungsaufwand sollte man daher auf keinen Fall unterschätzen – langfristig handelt es sich jedoch um eine lohnende Investition, durch die sich viel Umsatz generieren und Kosten sparen lassen.

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