18.08.2014

Heute Vormittag hat sich die Nachricht wie ein Lauffeuer verbreitet: Google hat erneut zwei deutsche Linknetzwerke abgestraft (siehe auch den Beitrag von Hanns Kronenberg bei sistrix.de, der auf Beobachtungen und Posts bei Facebook hinweist).

Welche es genau betrifft, sagte Google-Mitarbeiter Johannes Mehlem auf Google+ nicht. Nur so viel, dass es sich um ein europäisches Linktausch- /Linkverkauf-Programm und ein deutsches Netzwerk sowie deren Kunden handelt:

Welche Netzwerke sind betroffen?

SEO-Experten mussten nicht lange auf die Antwort warten, die Verdächtigen ließen sich relativ leicht eingrenzen: Eisy bemerkte nach einer fixen Brand Search die fehlenden Rankings von Teliad und Rankseller; ein erstes Indiz für eine Abstrafung seitens Google.

Mittlerweile melden sich auch einige Stimmen in den Kommentaren, die über die Google-Webmaster-Tools eine Nachricht über unnatürliche Links erhalten haben. Betroffen sind anscheinend ebenjene Links, die über Teliad und Rankseller aufgebaut worden waren. Der Verdacht lässt sich damit also erhärten.

Was ergibt sich aus der neuerlichen Abstrafung?

Wie wichtig hochwertiges Linkbuilding sowie eine strategische Vorgehensweise in Hinsicht auf saubere Quellen sind, zeigt sich allerdings nicht erst an diesen Beispielen.

Erst im März wurde das deutsche Netzwerk efamous abgestraft, und auch andere europäische Netzwerke hat es seit Jahresanfang erwischt. Google zieht damit die Schlinge um Netzwerke zu Linkbuilding-Zwecken immer enger: Die Intervalle zwischen den Abstrafungsaktionen haben sich von anfangs mehreren Monaten auf nun einige Wochen verkürzt.

Es ist also Vorsicht geboten.

Wer jetzt noch auf Linkbuilding über kommerzielle Netzwerke und „Linkschleudern“ setzt, spielt ein hochriskantes Spiel. Die Frage lautet nicht, ob Google solche Netzwerke erkennt und abstraft, sondern wann die Netzwerke und ihre Kunden die Quittung für ihr Vorgehen bekommen.

Zwar ist ein individueller Linkaufbau mühsam und nicht selten mit Rückschlägen verbunden, der Abbau schädlicher Links und die damit einhergehenden Reconsideration Requests erzeugen aber ungleich mehr Zeitaufwand, der besser gleich in eine durchdachte Contentstrategie sowie individuelle Verlinkungen investiert werden sollte.

Wir dürfen also gespannt auf den nächsten Coup sein!

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