02.11.2017

Welche Verbesserungen können Online-Händler von einer Umstellung auf Magento 2.2 erwarten? Wir fassen die wichtigsten Neuerungen des Releases zusammen und zeigen, welche Updates Magento dieses Jahr noch bereithält.

Mit der Community – Für die Community

Einen großen Anteil an den Neuerungen hat die Magento-Community. Wie Ryan Hoerr per Twitter verkündete gab es 428 Bugfixes, wobei die Anhänger und Nutzer der Onlineshop-Software selbst 71 Fixes beisteuerten. Durch das Update soll Magento benutzerfreundlicher sowie stabiler laufen und auch konsequent weiterentwickelt werden.

Tweet Ryan Hoerr zu Magento 2.2

Tweet von Ryan Hoerr zu Magento 2.2

Erweiterte B2B-Funktionen exklusiv in der Enterprise Edition

Einfache Verwaltung von Firmenkunden, Erstellung relevanter Kundengruppen oder individuelle Preislisten? Mit den neuen Features ist Magento auf dem guten Weg sich besonders auch B2B-Händlern zu empfehlen. Ab sofort lassen sich Unternehmensaccounts besser verwalten, ganz besonders dann, wenn mehrere Personen am Einkaufsprozess beteiligt sind. Shop-Kunden kann nun ein ganz eigener Produktkatalog mit angepassten Preisen oder Rabatten zur Verfügung gestellt werden. Zudem wurde die Direkt- bzw. Schnellbestellung eingeführt: Wer die Artikelnummern parat hat, muss nicht mehr umständlich nach dem Produkt suchen, um es in den Warenkorb zu legen. Er kann die Bestellnummer einfach über eine eigene Eingabemaske mit Autovervollständigung eingeben oder via CSV-Upload einreichen. Für finanzielle Sicherheit sorgt die neue Festsetzung individueller Kreditlimits.

Mehr Sicherheit dank Signify

In der Open Source Edition, als auch in der Commerce Edition ist das neue Antibetrugssystem „Signify Fraud Protection“ für Shopbetreiber in Europe, Kananda und den USA ab sofort direkt im Backend nutzbar. Der Betrug über den Onlineshop soll damit maßgeblich reduziert werden. Die Software analysiert eingehende Bestellungen und erkennt mögliche Betrugsversuche, die dem Onlinehändler auch dabei helfen, eine Rückerstattung zu verlangen. Signify funktioniert mit allen gängigen Zahlungsmethoden.

Performance für ein schnelleres System

Magento verspricht enorme Geschwindigkeitsverbesserungen im neuen Update durch schnellere Indexierung, Reduzierung der Bilddateigrößen oder auch verbessertes Caching. Für den Nutzer des Shops bedeutet das eins: schnellere Ladezeiten. Zudem ist es jetzt möglich mehr als 300 Artikel in den Warenkorb zu legen. Wird der Shop während eines Einkaufes aktualisiert, merkt der Kunde das nicht, da auch hier dank Optimierung im Cache vorübergehende Änderungen überbrückt werden.

Weitere Neuerungen

Die Entfernung der „unserialized calls“ sorgt für mehr Sicherheit. Weiterhin wurden die Standards für Entwicklung erhöht: Unterstützt werden die Versionen von PHP 7.1 sowie Varnish 5. Zudem erfolgte die Implementierung von MySQL 5.7 Support.

Kommende Updates für November und Dezember geplant

Bereits in den kommenden Monaten plant Magento weitere Verbesserungen seiner Onlineshop-Software. Das wichtigste Update erwarten wir im Dezember, dass besonders für B2B-Kunden interessant werden dürfte. Es wird ein Report Modul (Advanced Reporting) eingeführt. Bestellungen, Kundendaten oder Artikel können dann genau analysiert und ausgewertet werden. Ein weiteres Feature soll „Magento Shipping“ sein, mit dessen Hilfe sich beispielsweise Kosten im Versand reduzieren lassen. Die dritte große Erweiterung für Magento 2.2.2 ist die Kooperation mit dotmailer, dass den Shopbetreibern eine Menge Arbeit beim Versand von Werbemails und Newslettern abnehmen soll.

Fazit

Für Nutzer von Magento 1 gibt es zwar weiterhin Support, der auch über das Jahr 2018 hinausgehen soll. Das neue Magento 2.2 ist durch die technischen und inhaltlichen Optimierungen und Neuerungen dennoch die bessere Alternative. Ein Umstieg lohnt also, um von mehr Sicherheit, besserer Performance und Schnelligkeit zu profitieren.