22.01.2019

Ob im E-Mail-Marketing, in der Suchmaschinenwerbung oder auch im SEO – Landing Pages sind aus dem Online Marketing nicht mehr wegzudenken. Auf ihnen werden neue Kunden angesprochen und auf besondere Angebote aufmerksam gemacht – und vor allem zu einer bestimmten Handlung animiert. Doch wie gelingt das am besten?

Was ist eine Landing Page überhaupt?

Im Grunde ist eine Landing Page, auch Zielseite genannt, eine Seite, auf der der Nutzer landet. Ursprung kann beispielsweise eine Banner-Werbung, eine AdWords-Anzeige, ein E-Mail-Link oder auch ein normales Suchergebnis sein. Die Besonderheit der Landing Page ist, dass sie den Nutzer durch ihre Konzeption zu einer bestimmten Handlung auffordern soll – eine Registrierung, ein Kontakt, ein Download, ein Kauf, etc.

Meist sollen auf der Landing Page durch ein Kontaktformular neue Leads generiert werden, damit der Nutzer für das Unternehmen nicht mehr anonym ist. Füllt der Kunde das Formular aus, kann es als Online-Pendant zum Betreten des Ladengeschäfts gesehen werden. Im nächsten Schritt und somit eines der wichtigsten Ziele einer Landing Page ist es, den Besucher zu einem Kunden zu machen.

Unterschied zwischen einer Landing Page und der Startseite

Während die Landing Page genau eine Aufgabe zu erfüllen hat, nämlich die gewünschte Conversion, ist die Startseite für mehrere Aufgaben zuständig. Sie stellt dem Nutzer vor, was das Unternehmen bietet, was er auf der Seite finden kann, bietet ein Menü mit den wichtigsten Funktionen und soll Neugier wecken. Die Landing Page sollte hingegen klar auf ein einziges Ziel fokussiert sein.

Die ideale Landing Page erstellen – das gilt es zu beachten

Tipp #1: Die Landing Page einfach halten

Auf einer erfolgreichen Landing Page sollte dem Nutzer klar aufgezeigt werden, was er als Nächstes tun kann und soll. Um ihn nicht zu verwirren und weniger Ablenkungen zu bieten, kann es sich hier anbieten, das Header- und Footer-Menü zu entfernen.

Tipp #2: Prägnante Überschriften formulieren

Die Überschrift trägt einen großen Anteil am Erfolg oder Misserfolg einer Landing Page – schließlich wird sie meist zuerst und von den meisten Menschen gelesen. Die Überschrift sollte daher prägnant und deutlich die Vorteile und Nutzen des angebotenen Produkts herausstellen. Hilfreich kann bei der Formulierung die Überlegung sein, welches spezifische Problem für welche Zielgruppe damit gelöst werden kann.

Tipp #3: Den richtigen Content bieten

Der Content auf der Landing Page muss dem Nutzer beweisen, dass man die in der Überschrift gemachten Versprechen hält. Stellen Sie dabei den Nutzen für den Anwender in den Vordergrund, statt die Fähigkeiten des Produkts zu beschreiben. Ein gern genanntes Beispiel in diesem Zusammenhang ist Apple, die ihren iPod ankündigten mit dem Satz „Mit diesem iPod kannst du 10.000 Songs speichern“ – die bloße Anzahl der Gigabyte Speicherplatz wäre deutlich weniger eindrücklich für den Interessenten.

Machen Sie es dem Nutzer zudem leicht, die Informationen aufzunehmen und unterstützen Sie die Wirkung durch Bilder, Videos oder Grafiken mit Mehrwert.

Landing Page Elemente

Bilder und Videos lockern die Landing Page auf und vermitteln Inhalte in anderer Form.

Tipp #4: Den passenden CTA finden

Der Call to Action muss nicht nur deutlich und ansprechend formuliert sein, sondern auch richtig platziert und designt sein. Nehmen Sie dabei Abstand von Standard-Formulierungen wie „Anmelden“ oder „Registrieren“ und finden Sie stattdessen eine Formulierung, die genau und kreativ auf Ihr Angebot zugeschnitten ist. In unserem Blogbeitrag „Klicken Sie hier – 9 Tipps für einen besseren Call to Action“ haben wir für Sie festgehalten, welches Potenzial in CTAs steckt und wie Sie es nutzen können.

Tipp #5: Vertrauen wecken

Erleichtern Sie dem Kunden die Entscheidung, die gewünschte Conversion auf Ihrer Seite durchzuführen, indem Sie sein Vertrauen gewinnen. Dies kann beispielsweise durch das Einfügen von Kundenbewertungen gelingen. Auch das Einbauen von kurzen Zitaten Ihrer Bestandskunden kann dem Nutzer das benötigte positive Gefühl auf Ihrer Seite geben.

Auch wichtig für dieses Gefühl ist es, dass der Kunde nachvollziehen kann, warum er genau auf dieser Landing Page landet. Sie muss zu seiner Suchintention, bzw. zur angeklickten Anzeige passen. Klickt er mit einer bestimmten Intention auf einen Link und landet dann auf einer allgemeinen Startseite, ist die Absprunggefahr groß.
>>> Extra-Tipp: Was es im Zusammenspiel zwischen Landing Page und AdWords Anzeigen außerdem zu beachten gilt: „AdWords Landing Page – Tipps für effektive Zielseiten“

Tipp #6: Die Bildwirkung bedenken

Die Bilder auf einer Landing Page sind wichtig für den ersten Eindruck, den ein Nutzer von einer Seite bekommt. Dabei ist wichtig, dass es ansprechende und thematisch passende Bilder sind. Mit eigenen Bildern statt austauschbaren Stock-Fotos gelingt es zudem in der Regel eine bessere Glaubwürdigkeit zu erzeugen.

Doch die Bilder auf Ihrer Seite können noch viel mehr. Mit einer geschickten Bildführung ist es möglich, den Blick des Lesers auf das Wesentliche zu lenken, beispielsweise auf den CTA. Insbesondere wenn Menschen zu sehen sind, folgen unsere Blicke oft unbewusst ihren Blicken. Auch mit Linien und Pfeilen ist dies möglich.

Landing Page Bildwirkung

Unbewusst folgt der Blick des Nutzers dem Blick der abgebildeten Personen. [Quelle: Screenshot Secupay]

Tipp #7: Die Landing Page kurzhalten

So lang wie nötig, so kurz wie möglich – das ist auch bei Landing Pages ein guter Ansatz. Nutzer mögen es meist einfach und übersichtlich. Erst ewig scrollen zu müssen, um dann einen Download starten zu können, ist nicht sonderlich nutzerfreundlich. Findet sich stattdessen ein CTA gleich im sichtbaren Bereich, wird es für den Nutzer einfacher.

Eine Festlegung, wie lang oder kurz eine Zielseite sein sollte, ist schwer zu treffen und hängt auch vom jeweiligen Ziel und Thema ab. Neukunden, die das Unternehmen nicht kennen oder komplexe Themen benötigen meist mehr Infos als Landing Pages, die sich an fortgeschrittene Nutzer richten.

Tipp #8: Nicht zu viel verlangen

Häufig werden Landing Pages genutzt, um Leads zu generieren, also beispielsweise Namen oder E-Mailadressen der Interessenten zu erhalten. Nutzer bevorzugen hier in der Regel kurze Formulare. Wird hingegen beispielsweise auch die Telefonnummer, die Firma und die genaue Stellenbezeichnung als Pflichtfeld abgefragt, lässt das viele Nutzer zögern. Nutzer wägen meist ab, ob das angebotene Produkt (beispielsweise ein Whitepaper-Download) diese Informationen wert ist.

Landing Page Formular

Überlegen Sie sich genau, wie viele Informationen Sie vom Nutzer verlangen und ob Ihr Angebot dies wert ist.

Tipp #9: Das beste Angebot machen

Ihre Landing Pages kann noch so gut optimiert sein, wenn das Angebot für den Kunden nicht stimmt, wird es zu keiner Conversion kommen. Bieten Sie den Interessenten daher Angebote, die er sonst nirgends bekommt. Das kann ein besonderer Preis oder Rabatt, aber auch ein besonders guter Inhalt oder ein Tool sein. Wichtig ist: Werden beispielsweise in der Anzeige der Suchmaschinenwerbung 20 Prozent Rabatt angekündigt, müssen sich diese auch auf der Landing Page wiederfinden, um den Nutzer nicht zu verwirren.

Fazit: Testen macht den Unterschied

Bei der Gestaltung von Landing Pages gibt es kein Wundermittel, das immer funktioniert. Haben Sie eine optimale Seite, mit einem griffigen Titel und einem tollen Angebot, bringt das nichts, wenn die Ladezeit aufgrund der vielen Bilder auf der Seite zu lang ist. Dann springt der Nutzer ab, bevor er das Angebot überhaupt sieht.

Testen Sie aus, was für Ihre Nutzer auf einer bestimmten Landing Page funktioniert. A/B Tests helfen, um hier genaue Annahmen und Auswirkungen treffen zu können.

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