27.10.2017

Bei Kategorietexten kopieren Onlineshops häufig Herstellerinformationen oder erstellen Texte, welche durch Keyword Stuffing den SEO-Zweck überbetonen. Das bringt allerdings weder Nutzern noch Suchmaschinen etwas. Doch wie sieht ein gutes Mittelmaß aus? Wir zeigen Ihnen, wie sie nutzerorientierte Verkaufstexte und gute SEO-Praxis miteinander verknüpfen.

Welchen Zweck erfüllen Kategorietexte?

Wenn Sie die Sichtbarkeit Ihrer Kategorieseiten in den Suchergebnissen von Google & Co. erhöhen möchten, ist hochwertiger OnPage Content ein gutes Werkzeug. Dabei bieten Kategorietexte die ideale Möglichkeit, Ihre Besuchszahlen zu steigern, denn mithilfe der Texte können Sie bessere Platzierungen in den organischen Suchergebnissen erzielen und somit potenzielle Kunden direkt auf Ihre Seite locken.

Anhand der Texte findet eine Suchmaschine schnell heraus, worum es auf Ihrer jeweiligen Kategorieseite geht. Auch Ihren Besuchern dient ein solcher Text, denn dieser stellt im Idealfall einen Überblick Ihres Sortiments dar und hilft potenziellen Kunden bei der Auswahl der richtigen Produkte.

Welchen Zweck erfüllen Kategorietexte auf einer Website?

Welchen Zweck erfüllen Kategorietexte auf einer Website?

Ein Beispiel:
Sie zeigen in einem Kategorietext auf, dass Sie natürliches Futter für Hunde in Ihrem Sortiment haben, was dieses Futter grundsätzlich ausmacht und worauf bei der Verträglichkeit geachtet werden sollte. Die genaue Zusammensetzung eines bestimmten Futterproduktes stellen Sie dann an anderer Stelle ausführlich vor, nämlich in der Produktbeschreibung.

Doch was gehört nun eigentlich genau zu einem informativen und vor allem verkaufsstarken Kategorietext dazu?

Grundlage für Content: Die Keyword Recherche

Vor dem Schreiben müssen Sie sich klar werden, welche Informationen Ihre Zielgruppe interessieren und welche Erwartungen diese hat. Ein detailliertes Bild darüber erhalten Sie mit Hilfe einer ausführlichen Keyword Recherche.

Clicks-Tipp: Begehen Sie nicht den Fehler, indem Sie aus Kosten- oder Zeitgründen auf eine Keyword Recherche verzichten und sich ausschließlich selbst überlegen, was Ihre Zielgruppe interessieren könnte. Das kann im Zweifelsfall komplett am Suchverhalten vorbeigehen. Bedenken Sie: Nur was auch wirklich gesucht wird, kann im Endeffekt auch gefunden werden!

Wenn Sie die Keywords mit dem höchsten Suchvolumen ermittelt haben, gilt es Variationen, Synonyme und ähnliche Suchbegriffe zu finden. Dabei kann Ihnen der AdWords Keyword Planer eine große Hilfe sein. Diese Wortvariationen sind wichtig, um die Nutzer nicht mit einer Flut an Keywords zu erschlagen. Vielmehr sollen Ihre Kategorietexte Emotionen bei potenziellen Kunden wecken, von der Qualität Ihrer Produkte oder Dienstleistung überzeugen und letztendlich schlicht und einfach zum Kauf anregen.

Welche Länge hat ein optimaler Kategorietext?

Die Länge eines Kategorietextes hängt grundsätzlich von zwei Faktoren ab:

  • Wie erklärungsbedürftig ist Ihr Produktsortiment?
  • Wie hoch ist das monatliche Suchvolumen für das jeweilige Keyword Set?

Wenn Sie ein Produktportfolio führen, welches zum Beispiel sehr komplex oder sehr technisch ist, wird Ihre Kategoriebeschreibung mit großer Wahrscheinlichkeit ein wenig umfangreicher ausfallen, schließlich sollten Sie wichtige Fragen klären, welche der Nutzer unter Umständen haben könnte. Sind Ihre Produkte eher selbsterklärend, kommen Sie garantiert auch mit einem kürzeren Text aus.

Schauen Sie sich zudem in Ihrer fertigen Keyword Recherche die monatlichen Suchvolumina Ihrer verschiedenen Keyword Sets an. Dabei gilt die Faustregel: Je weniger Suchanfragen pro Monat, desto kürzer kann Ihr Kategorietext ausfallen. Für die endgültige Wortanzahl gibt es keine pauschalen Vorgaben. Wie viel Text „nötig“ ist, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Wie umfangreich ist der Inhalt auf vergleichbaren Websites im jeweiligen Keyword-Segment?
  • Wie umfangreich sind die Inhalte auf anderen Kategorieseiten der gleichen Domain?
  • Wie erklärungsbedürftig ist das Produkt?
  • Habe ich eher wenige Kategorieseiten oder sehr viele Kategorien auf meiner Seite?
  • Ist der Content für eine „Oberkategorie“(Bsp. „Plissee“) oder eher für eine Landingpage (Beispiel: Plissee für Verdunklung mit Wärmeschutz)?

Der Umfang von Kategorietexten bewegt sich in der Regel zwischen 200 und 1000 Wörtern, je nach Strategie auch deutlich darüber.

Worauf sollten Sie beim Aufbau von Kategorietexten achten?

Zunächst sollten Sie beachten, dass jeder Kategorietext nur eine Hauptüberschrift (h1) hat. Um Ihren Text weiter zu gliedern und übersichtlich zu gestalten, empfehlen wir zusätzlich die Verwendung von h2- und evtl. h3-Überschriften. Achten Sie dabei zwingend auf die Einhaltung dieser Regeln, um Ihre Dokumentenkontur sauber zu halten.

Beispiel für eine schlechte Dokumentenkontur einer Kategorieseite

Beispiel für eine schlechte Dokumentenkontur einer Kategorieseite

Beispiel für eine korrekte Dokumentenkontur einer Kategorieseite

Beispiel für eine korrekte Dokumentenkontur einer Kategorieseite

Bei der Verteilung der Keywords im Kategorietext können Sie sich an folgenden Angaben orientieren:

  • Hauptkeyword (stärkstes Keyword) in der h1 verwenden
  • Weitere wichtige Keywords entsprechend der Wertigkeit in den Zwischenüberschriften (h2 und h3) verwenden

Darüber hinaus sollten Sie bei Ihren h-Tags darauf achten, dass diese möglichst kurz und prägnant gestaltet sind, sodass sie nicht über mehrere Zeilen reichen. Das wirkt optisch ein wenig unruhig und stört den Lesefluss.

Clicks-Tipp: Verwenden Sie beim Aufbau Ihrer Kategorietexte zusätzlich Listenelemente/ Bullet Points. Diese lockern einen Text nicht nur optisch auf, sondern erleichtern dem Nutzer auch das schnelle Auffinden wichtiger Informationen.

Treffen Sie Vorbereitungen für die interne Verlinkung

Bereits vor dem Schreiben eines Kategorietextes sollten Sie überlegen, welche wichtigen Seiten Sie aus dem Text heraus thematisch sinnvoll anlinken können. Wenn Sie zum Beispiel eine Kategorie „Trockenfutter für Hunde“ haben und darüber hinaus über die weiteren wichtigen Kategorien „Trockenfutter für allergische Hunde“, „Trockenfutter für Junioren“, „Trockenfutter für erwachsene Hunde“ und „Trockenfutter für Senioren“ verfügen, dann sollten diese, da sie thematisch passend sind, aus dem Text heraus auch angelinkt werden.

Eine interne Verlinkung aus dem Content hilft dabei nicht nur dem Nutzer sich besser auf Ihrer Seite zurechtzufinden, sondern auch bei der gleichmäßigen Verteilung der Seitenstärke. Zudem gibt sie Google eindeutige Signale über wichtige und eher unwichtige Seiten.

Die optische Gestaltung/ Auflockerung von Kategorietexten

Die Veröffentlichung reiner Textwüsten auf Websiten gehört definitiv der Vergangenheit an. Heute enthalten Kategorietexte im Optimalfall auflockernde Elemente wie Bullet Points, interessante Videos zum Thema und passendes Bildmaterial.

Doch besonders Bilder sollten Sie nicht „einfach so“ in einen Text einbinden. Worauf Sie achten müssen, erklären wir Ihnen im Folgenden.

Dateigröße von Bildern optimieren

Damit ein Bild schneller und leichter in den Index einer Suchmaschine aufgenommen wird, empfiehlt es sich, mit moderaten und für das Web optimierten Dateigrößen zu arbeiten. Zu große Bilddateien sollten vermieden werden, denn diese haben erheblichen Einfluss auf die Ladezeit Ihrer Website.

Treffende Dateinamen für Bilder wählen

Der Dateiname eines Bildes spielt eine wichtige Rolle für das spätere Ranking in der Bildersuche. Er sollte demnach genau das repräsentieren, was auf dem Bild auch wirklich zu sehen ist.

Worst Case: „Bild1.jpg“
Best Case: “trockenfutter-hund-allergiker.jpg”

Achten Sie bei der Benennung von Bildern auch darauf, Wörter nicht mit Leerzeichen sondern mit Bindestrich zu trennen und verwenden Sie in den Bezeichnungen ausschließlich kleine Buchstaben.

Alt-Attribut & Title-Tag verwenden

Indem Sie bei jedem Bild ein passendes Alt-Attribut und einen relevanten Title-Tag verwenden, übergeben Sie Google weitere wichtige Informationen zum Bild.
Das Alt-Attribut sollte genau den Inhalt des Bildes wiedergeben und das wichtigste Keyword enthalten. Zudem dienen Alt-Tags sehbehinderten Menschen zur Orientierung auf Ihrer Website. Sie können dadurch „sehen“, was auf einem Bild dargestellt ist.

Auch der Title-Tag sollte verwendet werden, um ein thematisch relevantes Keyword unterzubringen. Zusätzlich bieten Sie damit sowohl der Suchmaschine als auch dem Nutzer zusätzliche Informationen.

Beispiel html-Code für die Einbettung eines Bildes in einen Kategorietext

Beispiel html-Code für die Einbettung eines Bildes in einen Kategorietext

Fazit: Gute Kategorietexte überzeugen zugleich Suchmaschinen und potenzielle Käufer!

Verzichten Sie in keinem Fall auf dieses wichtige Mittel der Optimierung Ihrer Website, denn unterhaltsame und abwechslungsreiche Kategorietexte mit einem echten Mehrwert können dafür sorgen, dass der Nutzer auf Ihrer Seite bleibt und sich schlussendlich sogar für einen Kauf entscheidet.

Wenn Ihnen das alles zu kompliziert erscheint, unterstützen wir Sie selbstverständlich gern bei der Content-Erstellung. Unser Inhouse Content Team ist nicht nur qualifiziert, sondern sprudelt auch vor Ideen, sodass sicher auch für Ihre Website – auch bei Nischenthemen – verkaufende Texte mit echtem Mehrwert für Ihre Nutzer geschaffen werden können.

 

Checkliste: Worauf sollten Sie bei der Erstellung von Kategorietexten achten?

Checkliste: Worauf sollten Sie bei der Erstellung von Kategorietexten achten?

Beitragsbild: StartupStockPhotos – Pixabay.com

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