08.05.2017

Die News aus dem April: SEO: Lokale Rankingfaktoren für 2017 vorgestellt und Anteil HTTPS-Seiten über 50% in den Google Suchergebnissen. SEA: Monatsbudgets bei Bing Ads werden zum Typ „Täglich – Beschleunigt“ migriert. Social: Twitter kündigt In-Stream Video Ads an und was die Entwickler Konferenz F8 über Facebooks Zukunft verraten hat.

SEO Monatsrückblick April 2017

SEO-News im April 2017. Unter anderem: Lokale Rankingfaktoren für 2017 vorgestellt und Anteil der HTTPS-Seiten zum ersten Mal bei über 50% in den Google Suchergebnissen.

Lokale Rankingfaktoren 2017 vorgestellt

Die Agentur Moz aus Amerika veröffentlicht in regelmässigen Abständen Studien über die lokalen Rankingfaktoren, indem Experten auf dem Gebiet der Lokalen Suchmaschinenoptimierung befragt werden. Die Studie unterscheidet dabei zwischen Faktoren für das sogenannte Local Pack und Faktoren für die lokalen organischen Suchergebnisse.

dreier-local-pack-und-organsische-suchergebnisse

1 = Local Pack, 2= Lokale Organische Suchergebnisse

Local Pack – Die 3 wichtigsten Faktoren
Nach der Studie von MOZ haben folgende 3 Faktoren den größten Einfluss auf das Ranking im Local Pack:

  • Signale von Google My Business Account (Kategorie, Keyword im Title etc.)
  • Link Signale (Ankertexte, Link-Autorität, etc.)
  • Onpage Signale (Einheitliche Benennung von Name/Telefonnummer/Adresse, Keywords im Title, Domain Autorität etc.)

Gegenüber der letzten Studie im Jahr 2015 haben Link Signale sowie das User Verhalten an Bedeutung gewonnen. An Einfluss verloren haben unter anderem Social Signals.

Lokale organische Suchergebnisse – Die 3 wichtigsten Faktoren
Nach der Studie von MOZ haben folgende 3 Faktoren den größten Einfluss auf die lokalen organischen Suchergebnisse:

  • Link Signale (Ankertexte, Link-Autorität, etc.)
  • Onpage Signale (Einheitliche Benennung von Name/Telefonnummer/Adresse, Keywords im Title, Domain Autorität etc.)
  • User-Verhalten (Klickrate, etc.)

Bewertungen und Social Signals haben einen geringen Einfluss auf das Ranking gegenüber anderen Faktoren.

Anteil von HTTPS-Seiten bei über 50 Prozent

Durch HTTPS werden Daten verschlüsselt übertragen. Nach Daten von MOZ wurden ertmals mehr HTTPS-Seiten unter den ersten 10 Suchergebnissen angezeigt als unverschlüsselte Seiten. Eine stärkere Gewichtung von HTTPS-Seiten als Rankingfaktor ist von Google nicht geplant, wie Garry Illyes von Google auf Twitter mitteilte.

Großschreibungen im Title führen zu keinen Abstrafungen

Großschreibungen im Title, um Markennamen richtig darzustellen oder Keywords hervorzuheben, führen nach Garry Illyes von Google zu keinen Abstrafungen. Zu beachten ist, dass ein kompletter Title in Großbuchstaben das Lesen erschweren kann.

Google Webmaster-Hangouts im April 2017

Webseitenbetreiber können in den Google Webmaster Hangouts Fragen einreichen. In diesen Hangouts beantwortet John Müller, Webmaster Trend Analyst bei Google, die eingereichten Fragen. Das Team von Clicks stellt in jedem Monatsrückblick die wichtigsten Aussagen zusammen.

1.) Usersicht bei Ermittlung des Pagespeed für Mobile First wird berücksichtigt

Bei der Berechnung des Pagespeeds für Mobile First möchte Google die Sicht des Users berücksichtigen, wie zum Beispiel:

  • Eine langsame Verbindung des Users
  • Langsame Leitung des Users aber schnelle Verbindung zum Standort des Google Bots. Beispielsweise wenn alle Benutzer in Deutschland sind, die Webseite aber in Amerika ist.

Wie im Detail der Pagespeed als Rankingfaktor für die mobilen Suchergebnisse ermittelt werden soll, steht noch nicht fest. Ob der Pagespeed für Mobile First pro Seite oder pro Webseite bewertet wird, ist ebenfalls noch nicht geklärt.

2.) Google Crawlt von verschiedenen Standorten

Hauptstandort für den Google Bot ist Kalifornien. Daneben crawlt Google auch von Südkorea, China und Australien. China hat beispielsweise eine starke Firewall und User aus China können eventuell nicht auf amerikanische Websites zugreifen und User aus Amerika werden vielleicht blockiert. Google möchte in China die lokalen Inhalte sehen, wie der Nutzer Sie sieht.

Google kann jedoch nicht aus allen Ländern gleichzeitig crawlen, da das zu einer Überlastung der Server führen könnte. Für Google wäre es auch nicht wirklich sinnvoll, da die Google-Bots beim crawlen immer denselben Inhalt sehen würden. Kurzfristig werden die Google-Bot-Standorte nicht ausgebaut werden.

3.) Parallele Nutzung von alter und neuer Sitmap möglich

Bei Umzügen und HTTP-Wechseln kann die alte Sitemap parallel zur neuen Sitemap in der Google Search Console liegen gelassen werden. Durch die alte Sitemap können die Weiterleitungen zur neuen Webseite etwas schneller von Google erfasst werden. Mann sollte sich jedoch bewusst sein, wenn mann sich die Sitemapfunktion in der Google Search Console anschaut, dass die Anzahl der indexierten URLs für die alte Version zurückgeht.

 

SEA Monatsrückblick April 2017

Bing Ads: Monatsbudgets werden migriert

Die Monatsbudgets werden im Verlauf des Aprils in Budgets vom Typ „Täglich – Beschleunigt“ migrieren. Ihre Anzeigen werden weiterhin geschaltet, wenn Sie über ein Monatsbudget verfügen bzw. dieses in der Vergangenheit verwendet haben. Allerdings sollten Sie folgende Punkte überprüfen:

  • Betrag für das Tagesbudget (Ihr Monatsbudget wurde hier durch 30,4 dividiert)
  • Budgettyp („Standard“ im Vergleich zu „Beschleunigt“)

Wenn Sie automatisierte Regeln haben, die Monatsbudgets enthalten, müssen Sie außerdem neue Regeln auf Grundlage von Tagesbudgets erstellen.

 

Social Media Monatsrückblick April 2017

Mit der F8 Konferenz im vergangenen Monat werden insbesondere für Facebook wieder genügend Neuerungen im Bereich Social Media angekündigt. Auch Snapchat und Instagram sorgen wieder für mehr Unterhaltung. Twitter sorgt dahingegen mehr für Unternehmen und bessere Kommunikation von Business zum Client. Pinterest verbessert seine Oberfläche hinsichtlich einer verständlicheren Bedienung.

Instagram – Sicherheit, Funfaktor und Organisation

Instagram entwickelt sich genauso rasant wie sein Mutterkonzern Facebook. Hinsichtlich Sicherheit und Unterhaltung baut Instagram seine Funktionen aus. Collections bieten eine Pinterest-ähnliche Erfahrung.

Zweistufige Authentifizierung für mehr Sicherheit

Um Ihren Business Account vor ungewollten Zugriffen zu schützen, hat Instagram nun eine zweistufige Authentifizierung eingeführt. In den Einstellungen Ihres Accounts finden Sie die neue Sicherheitsfunktion. Über eine Benachrichtigungs-SMS bekommen Sie im Anschluss einen Code geschickt, der innerhalb der App eingegeben wird.

Spannendere Stories

Innerhalb der Stories sind neue Funktionen aufgetaucht. Diese können ebenso für Business Accounts hin und wieder hilfreich sein:

  • Profilbild als Sticker
  • Geosticker
  • Pinning von Emojis innhalb von Videos
  • Lieblingssticker schneller finden über Favoritenliste
  • freihändiger Countdown für Videos

Collections für gespeicherte Posts

Gespeicherte Posts können nun innerhalb der Collections sortiert werden für eine übersichtlichere Organisation. Für Business Accounts ist dies hilfreich, wenn gespeicherte Posts als Inspirationsquelle dienen. Die Collections können Sie dann selbst benennen, um eigene Strukturen zu entwickeln.

Quelle: Instagram

Quelle: Instagram

 

Facebook – die F8 brachte zahlreiche Ankündigungen

Im April fand wieder die große F8 Konferenz von Facebook statt, in der viele Neuigkeiten und Planungen für dieses Jahr veröffentlicht wurden. Dazu zählen weiterhin neue Funktionen der Bots, die Möglichkeit auf Facebook Seiten Gruppen anzulegen und ein neuer Newsfeed.

Discover Bots und Unternehmen

Facebook möchte den Bots mehr Relevanz verleihen. Bisher war es noch etwas schwierig, die Bots zu finden, ohne die Unternehmen direkt zu kontaktieren und auf deren Antwort zu warten. Deshalb gibt es bald die Discovery Funktion im Facebook Messenger, wie Facebook verkündigte. Hierfür wird es ein neues Symbol im Messenger unten rechts geben. Hier sind Bots, featured Bots sowie Pages und Unternehmen in der Nähe zu finden. Unternehmen können zudem zusätzlich mit einem speziellen QR-Code ihre Bots an Nutzer bekannt geben. Einmal eingescannt, wird eine Konversation mit dem Bot gestartet.

Gruppen für Facebook Pages

Für alle Facebookseiten soll es künftig auch Gruppen geben. Aktuell befindet sich die Funktion in der Testphase für einige auserwählte Seiten. Dies wird den Austausch zwischen Unternehmen und Fans verbessern und auch die Interaktion auf der Seite selbst. Die Gruppen selbst sind öffentlich, sodass Facebooknutzer nicht Fan der Seite sein müssen, um an der Diskussion teilzunehmen. Das Anlegen der Gruppen unterliegt ausschließlich den Betreibern der Facebookseite.

Facebook AI für Smart Replies

Unternehmen auf Facebook müssen bald nicht mehr um eine schlechte Reaktionsrate bangen. Auf der F8 wurden Smart Replies angekündigt. Diese sorgen für ein besseres und schnelleres Community Management. Das Beantworten von einfachen Fragen kann dann von der Facebook AI übernommen werden. Die Daten hierfür werden im Vorfeld über eine gut geführte Facebook Seite von der AI selbst ausgelesen.

Relevante Stories im neuen Newsfeed

Spannend ist der neue Newsfeed im Facebook, der Storys von Seiten und Personen beinhaltet, welche Nutzer nicht abonniert haben. Grundlage dafür bilden die Interessen der Nutzer, welche dann die Auswahl für Stories bilden, die ebenso interessant sein könnten. Dies bedeutet für Unternehmen bald ein Grund mehr, die Storys auch im Facebook zu nutzen, sobald dies für Deutschland möglich sein wird. Zu finden ist der neue Newsfeed dann in der mobilen Facebook App über ein kleines Raketensymbol am oberen Bildschirmrand.

Eine Zusammenfassung der F8, welche Neuerungen auch noch einmal für Nutzer hinzukommen, gibt es hier:

Pinterest – Bye Bye Like-Button

Für Pinterest wird in den kommenden Wochen der Like-Button verschwinden. In Zukunft wird lediglich der „Merken“-Button erhalten bleiben. Der Grund ist, dass die Differenzierung dieser beiden Interaktionen für den Nutzer etwas schwierig war, aber letztendlich der „Merken“-Button intensiver genutzt wurde. Die zuvor gelikten Pins werden dann als gemerkte Pins in einen „Your Pinterest Likes“ abgelegt, sodass den Nutzern nichts verloren geht.

Twitter – Verbesserungen im Messenger und mehr Ads

Twitter brachte im April vor allem Neuerungen für Unternehmen. Mit Shared Locations und mehr Ad-Möglichkeiten haben Marketer bessere Chancen, ihre Kunden zu erreichen.

Location teilen in Direct Messages

Twitter kündigte Unternehmen an, dass bald Orte über die Direct Messages geteilt werden können. Unternehmen wird es dann erlaubt, Nutzern nach den aktuellen Ort zu fragen, um präzisere Antworten geben zu können, wie zum Beispiel Standorte in dessen Nähe. Insbesondere für Quick Replies und Bots ist diese Funktion vorteilhaft, um möglichen Kunden bzw. Followern schneller eine optimale Antwort zu liefern.

Quelle: Twitter

In-Stream Video Ads

Ebenso verkündete Twitter im April, dass Unternehmen nun In-Stream Video Ads schalten können. Aufgrund immer weiter erhöhenden Videokonsums, wird Unternehmen auf Twitter nun auch die Möglichkeit geboten, dieses Verhalten für eine bessere Platzierung von Werbung zu nutzen. Dies inkludiert pre-roll und mid-roll Ads. Heißt, dass Werbung vor Beginn des Videos und auch während des Videos als Unterbrechung ausgegeben wird.

Snapchat mit neuen Linsen

Snapchat baut seine Funktionen weiter aus und nutzt nun noch aktiver die Rückkamera des Smartphones, indem World Lenses eingeführt wurden. Die Linsen können dann in der Umwelt augmented reality erzeugen mit 3D-Objekten, welche sich gezielt platzieren lassen.


Bildmaterial: © Rawpixel.com -Fotolia

Über den Autor
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Herbert Buchhorn ist Geschäftsführer von Clicks Online Business, einer Performance Marketing Agentur mit Büros in Berlin, Dresden, München und Köln. Als gefragter Marketingexperte betreut er mit seinem 40 Mann starken Team nationale wie internationale Onlineprojekte von Unternehmen unterschiedlichster Branchen.
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