01.03.2017

SEO: Google Phantom-Update V wurde ausgespielt und Google äußert sich zur zeitlichen Auswirkung von SEO-Maßnahmen. SEA: Bing Ads vereinfachen die Verwaltung von Anzeigenerweiterungen und den Ausschluss von Zielgruppen im Remarketing. AdWords unterstützt die Kampagnentests nicht mehr. Social: Kamera-App „Lens“ ermöglicht Shopping direkt in der Pinterest-App.

SEO Monatsrückblick Februar 2017

Die SEO-News im Februar. Unter anderem: Google Phantom-Update IV wurde ausgespielt und Google äußert sich zur zeitlichen Auswirkung von SEO-Maßnahmen.

Google Phantom-Update V

Anfang Februar gab es starke Ranking-Bewegungen in den Google Suchergebnissen. Von Google gab es wie gewohnt keine Stellungnahme. Es ist bereits das fünfte größere Google Update und wird daher als Phantom Update V bezeichnet. Es wird vermutet, dass durch das Upadte die Qualität und die Nutzerinteraktion bewertet werden.

Die meisten SEO-Anpassungen haben erst nach 4 Monaten bis 1 Jahr einen positiven Einfluss

Der Beitrag „Benötigen Sie einen SEO?“ in der Goole Seach Console Hilfe wurde im Februar von Google um ein Video ergänzt. In diesem Video weist Maile Ohye, Mitarbeiterin beim Google Search Team, unter anderem darauf hin, dass die meisten SEO-Anpassungen von der Implementierung bis zu positiven Auswirkungen 4 bis 12 Monate benötigen.

Zitat Maile Ohye (Developer Programs Tech Lead von Google):

“……In most cases, the SEO will need four months to a year to help your business first implement improvements and then see potential benefit. ……”

Google unterstreicht damit, dass SEO kein kurzfristiger Prozess ist, und Ranking-Verbesserungen nicht in wenigen Tagen oder Wochen zu erreichen sind. Von diesem Zeitfenster sind nicht alle SEO-Anpassungen betroffen. Beispielsweise wirken Crawling-Anweisungen wie NoIndex/NoFollow sehr schnell.

Google Webmaster-Hangouts im Februar 2017

Webseitenbetreiber können in den Google Webmaster Hangouts fragen einreichen. In diesen Hangouts beantwortet John Müller, Webmaster Trend Analyst bei Google, die eingereichten Fragen. Das Team von Clicks stellt in jedem Monatsrückblick die wichtigsten Aussagen zusammen.

1.) Abstrafungen von Seiten mit Popups und Interstitials betrifft auch Informationsabfragen

Es wird nicht nur Werbung, die in Form eines Intersitals erscheinen, abgestraft, sondern auch Informationsabfragen, wie Beispielsweise die Angabe der Postleitzahl oder der E-Mail Adresse. Interstials zu Cookie-Richtlinien sind von der Abstrafung nicht betroffen. Johannes Müller empfiehlt für solche Informationsabfragen ein Banner auf der Website zu verwenden, der nicht die Hauptinhalte verdeckt.

2.) Sandwich Menü für Desktop-Seiten kann angewendet werden

Ein Sandwich Menü auf der Desktop-Seite zu haben, stellt für Google kein Problem dar. Die einzelnen Menüpunkte dürfen aber nicht erst auf Klick nachgeladen werden. Bei nachgeladenen Inhalten kann der Crawler die Inhalte nicht auffinden und wären somit unsichtbar für Google.

3.) 404 Seiten werden nicht bewertet

Google bewertet den Content auf 404-Seiten nicht. Mit dem 404-Statuscode wird Google mitgeteilt, dass es auf der Webseite kein relevanter Content existiert. 404 Seiten sollten aber den den User Informationen geben. Eine leere 404-Seite wäre nicht userfreundlich.

4.) Versteckte Inhalte sollten sichtbar sein

Inhalte/Texte können ausklappbar gestaltet werden. Um den gesamten Text zu lesen, muss der Text durch „klicken“ erst ausgeklappt werden. Da der Text nicht sofort sichtbar ist, wird dies von Google als versteckter Inhalt bewertet. Versteckte Inhalte werden von Google als weniger wichtig eingestuft und daher etwas abgewertet. Wichtige Inhalte/Texte sollten daher nicht versteckt werden.

Mit der geplanten Einführung des Mobile-Index wird sich dies ändern. Dann werden versteckte Inhalte nicht abgewertet. Aktuell wird jedoch der Desktop-Index verwendet, so dass Texte auf Dektop-PCs sofort sichtbar sein sollten.

SEA Monatsrückblick Februar 2017

Während Bing Ads die Verwaltung von Anzeigenerweiterungen vereinfacht, den Ausschluss von Zielgruppen im Remarketing und das Erstellen von Vorlagen für die Nachverfolgung für Shopping-Kampagnen möglich macht, werden in AdWords die AdWords-Kampagnentests nicht mehr unterstützt.

AdWords Kampagnentests werden nicht mehr unterstützt

AdWords-Kampagnentests, mit denen es möglich war Änderungen gleichzeitig laufender Original- und Testkampagnen zu testen und auszuwerten, werden nicht mehr unterstützt. An ihre Stelle treten im Februar die Kampagnenentwürfe und –tests. Damit können geplante Änderungen für eine Kampagne in den Entwürfen vorbereitet und anschließend entweder direkt für die jeweilige Kampagne übernommen oder vorerst mit einem Test auf Auswirkungen geprüft werden.

Neben den AdWords-Kampagnentests werden in den Tests auch Anzeigenanpassungen mit „Zielkampagne“ oder „Zielanzeigengruppe“ und einige automatisierte Strategien nicht unterstützt, darunter:

  • Ausrichtung auf Suchseitenposition
  • Kompetitive Auktionsposition
  • Ziel-ROAS

Bing Ads vereinfacht die Verwaltung der Anzeigenerweiterungen

Ab Februar vereinfacht sich die Verwaltung von Anzeigenerweiterungen bei Bing Ads. Mehrere Kampagnen und Anzeigegruppen können ab sofort ausgewählt und gleichzeitig den Erweiterungen hinzugefügt werden. Die umständliche Einzelauswahl entfällt. Die Neuerung gilt für alle Anzeigenerweiterungen mit Ausnahme der Bilderweiterung. Der Vorgang ist einfach: jeweilige Kampagnen bzw. Anzeigegruppen auswählen, im nächsten Schritt die gewünschte Erweiterung picken und speichern.

Bing Ads bieten Ausschluss von Zielgruppen im Remarketing

Eine weitere sinnvolle Neuerung bei Bing – die Möglichkeit der Erstellung von ausschließenden Remarketing-Listen. Somit können bestimmte Zielgruppen vom Ausspielen der Anzeigen ausgeschlossen werden, was das Targeting im Remarketing noch spezifischer macht.

Unter Kampagnen auf den Tab „Zielgruppen“ klicken, dann den Button „Zielgruppe erstellen“ betätigen. In der folgenden Übersicht die gewünschte Anzeigegruppe auswählen und unter „Anzeigengruppenausschlüsse“ „Ausschlüsse hinzufügen“ anklicken. Hier die auszuschließende Zielgruppe der gewählten Anzeigegruppe hinzufügen und speichern.

Falls die Ausschlussgruppen noch nicht definiert sind, kann dies unter „Remarketing-Liste erstellen“ erfolgen.

Vorlagen für die Nachverfolgung für Bing Shopping-Kampagnen

Die Nachverfolgung von Shopping-Kampagnen gibt u. a. Aufschluss über den Weg des Besuchers zur Website. Dafür wird ein URL-Parameter zur Vorlage für die Nachverfolgung hinzugefügt. Durch die Schaltung von Anzeigen wird der Parameter dynamisch an den URLs der Angebotsseiten ergänzt.

Die Neuerung des Monats besteht darin, dass die Vorlagen sowohl auf Konto-, als auch auf Kampagnen- und Anzeigengruppenebene hinzugefügt werden können. Der Vorteil der Ergänzung auf Konto-Ebene liegt in der Simplizität der späteren Parameter-Änderungen: So müssen neu Parameter nur an einer Stelle eingesetzt werden, die analogen Änderungen im ganzen Konto erfolgen dann automatisch.

Social Media Monatsrückblick Februar 2017

Die Fortschrittlichkeit der Social Media Plattformen ist immer wieder bewundernswert. Bessere Filter für die Newsfeeds, immer wieder neue Postformate und integrierte Apps, wie die neue Pinterest-App, halten Nutzer an der Leine und präsentieren Marketer neue Wege und Mittel.

Facebook verbesserter Algorithmus und neue Postformate

Facebook launcht neue Formate und implemientiert Echtzeit-Analyse zur Relevanz von Inhalten.

Facebook als Social Recruiter

Eine neue Postingfunktion innerhalb Facebooks erlaubt es nun, Jobangebote über Facebook einzustellen und zu bewerben. Über diesen Post kann sich direkt beworben werden, ohne Facebook zu verlassen. Auf den Seiten der Unternehmen findet sich im Menü dann der Punkt „Jobs“ mit aktuellen Stellenangeboten.

Authentischer Newsfeed und Echtzeitanalysen

Immer mehr Unternehmen und Nutzer registrieren sich auf Facebook. Der Newsfeed wird immer voller. Dementsprechend ist es Facebook nun daran gelegen, besser zu filtern. Für mehr authentischen Inhalt wird künftig Spam, Scam und Clickbait weniger Reichweite erhalten. Zudem analysiert Facebook nun in Echtzeit, ob Inhalte relevant sind und eine hohe Reichweite erhalten sollen.

Auto Play Videos mit Ton

Facebook kündigte nun an, dass Videos künftig im Newsfeed direkt mit Ton abgespielt werden. Der Autoplay-Mode nützt vor allem Unternehmen, die nicht nur mit Bild, sondern auch mit Ton punkten. So haben Videoanzeigen höhere Chancen „erhört“ und schließlich wirklich gesehen zu werden. Hochformatige Videos wir zudem bald mehr Platz zugeteilt, sodass diese beinahe im Full-Screen Modus abgespielt werden.

Instagram mit Carousel

Instagram veröffentlichte eine neue Funktion, mit der es möglich ist, mehrere Fotos oder Videos gleichzeitig in einen Post zu verpacken. Bis zu 10 Fotos können hochgeladen werden. Damit ist für Unternehmer auch die Möglichkeit geboten, eine Carousel Ad mit bis zu 10 Fotos zu bestücken.

Pinterest – Produkte per Kamera erkennen und kaufen

Die neue App „Lens“ der Online-Bilderplattform Pinterest wurde vor kurzem vorgestellt. Sie ermöglicht eine Suchfunktion über die Kamera am Smartphone. Lens erkennt dann dargestellte Produkte und liefert dazu passende Pins. Über das „Shop the Look“ Feature können Produkte dann direkt auf Pinterest oder der Seite des Anbieters gekauft werden.

(Bildmaterial © blog.instagram.com)

Über den Autor
Profilbild des Autors
Herbert Buchhorn ist Geschäftsführer von Clicks Online Business, einer Performance Marketing Agentur mit Büros in Berlin, Dresden, München und Köln. Als gefragter Marketingexperte betreut er mit seinem 40 Mann starken Team nationale wie internationale Onlineprojekte von Unternehmen unterschiedlichster Branchen.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.