31.01.2018

Die News aus dem Januar: SEO: Die ersten Nutzer wurden schon unruhig, jetzt ist sie da, die neue Google Search Console. SEA: Für die Beteiligung an Werbeeinnahmen bei YouTube gelten nun strengere Regeln. Social Media: Während die Änderung des Facebook Newsfeed Algorithmus Unternehmen Sorgen bereitet, gibt es für sie bei WhatsApp neue Möglichkeiten.

SEO Monatsrückblick Januar 2018

Neue Google Search Console verfügbar

Nach einer mehrmonatigen Testphase ist die neue Google Search Console seit diesem Monat für alle Nutzer verfügbar. Durch die Neuerung hat man nun Zugriff auf Daten aus den letzten 16 Monaten, statt wie bislang der vergangenen 90 Tage.

Screenshot Google Search Console

Seit diesem Monat ist die überarbeitete Google Search Console verfügbar.

Neben neuen Funktionen wie dem Index Coverage Report, fehlen bislang noch einige bewährte Funktionen, wie die Crawling Statistik oder den Abruf wie durch Google. Für den vollen Funktionsumfang ist bislang also noch das Arbeiten mit beiden Plattformen nötig.

Seitengeschwindigkeit wird mobiler Rankingfaktor

Wie Google bekannt gegeben hat, wird ab Juli 2018 die Seitengeschwindigkeit zum Rankingfaktor für die mobile Suche. Bislang sei das nur bei der Desktop-Suche der Fall gewesen. Vom Speed-Update, wie Google es nennt, werden nur sehr langsame Seiten und ein geringer Prozentsatz der Suchanfragen betroffen sein.

Die Suchintention bleibe jedoch weiter ein wichtiger Aspekt. Dadurch könnten langsame Seiten gut ranken, wenn die Inhalte relevant und gut aufbereitet sind.

Must-Follow: Neues Google Twitter Profil

Google hat ein neues Twitter-Profil eingerichtet, auf dem ab sofort Informationen zur Google-Suche veröffentlicht werden. Betreut wird das Profil von Mitarbeiter Dunny Sullivan, der bislang Fragen mit seinem eigenen Twitter-Profil beantwortet hat.

Der Name des neuen Profils lautet Searchliaison. Für alle, die sich für die Google-Suche interessieren, sollte das Profil ein Must-Follow sein. Mit gerade einmal 6 Tweets hat es immerhin schon 1278 Follower (Stand: Ende Januar 2018).

Webmaster Hangout im Januar 2018

Webseitenbetreiber können in den Google Webmaster Hangouts Fragen einreichen. John Müller, Webmaster Trend Analyst bei Google, beantwortet diese. Clicks stellt in jedem Monatsrückblick die wichtigsten Punkte zusammen.

Google ignoriert Links aus Pressemitteilungen teilweise

Im aktuellen Hangout berichtete ein Nutzer, dass eine Pressemitteilung statt der erwarteten 3 bis 4 Backlinks, mehrere hundert erzeugt hatte. Diese seien größtenteils nicht relevant, deshalb wollte er wissen, ob er diese per Disavow-Tool abzuwerten.

Wie Johannes Müller erklärte, sei dies nicht nötig. Viele neue Links seien zunächst einmal ein Erfolg. Zudem ignoriere Google Links und Content aus Pressemitteilungen in manchen Fällen, da sie von Webmastern gezielt herausgegeben würden.

Gleiche Textstelle auf mehreren Seiten ist in Ordnung

Die Verwendung von gleichen Textstellen (bspw. Versandhinweise eines Onlineshops) auf mehreren Seiten einer Webseite ist laut Google in Ordnung. Die Gefahr von Duplicate Content, die viele damit verbinden, scheint also nicht unbedingt gegeben zu sein. Laut Johannes Müller versuche Google dann die Seite zu wählen, die am besten zur Suchanfrage passt.

Empfehlung: Markenname statt Keyword-Domain in umkämpften Märkten

Da es bei der Google-Suche nach der eigenen Domain sonst zu Schwierigkeiten kommen könne, empfiehlt Google, laut Johannes Müller, in umkämpften Märkten auf Markennamen als Domain zu setzen. Dies sei besser als eine Keyword-Domain, da hier stärkere Wettbewerber besser ranken könnten, selbst wenn nach der eigenen Marke gesucht wird.

Zudem würde dies auch das Vorgehen im Fall einer Ausweitung des Geschäftsfeldes erleichtern. Bei einer Marken-Domain sei das problemlos möglich, von einer Keyword-Domain würde das neue Angebot hingegen möglicherweise nicht abgedeckt werden.

SEA Monatsrückblick Januar 2018

Verschärfte Regeln für Werbung bei YouTube

Für YouTube-Videos, in deren Umfeld Werbung angezeigt wird, gelten nun strengere Regeln. Im vergangenen Jahr führte Google für die Videoplattform ein, dass Channels mindestens 10.000 Views erreicht haben müssen, um am entsprechenden Partnerprogramm teilzunehmen.

Diese Richtlinie wurde nun geändert. Für Neuanmeldungen sofort, für bestehende Nutzer ab 20. Februar sind nun zusätzlich mindestens 1000 Abonnenten und eine Sehdauer von mindestens 4000 Stunden im Jahr Voraussetzung. Nur wenn diese Werte erreicht werden, kommt ein Channel für die Beteiligung an Werbeeinnahmen in Frage.

Google möchte Nutzern mehr Kontrolle über Anzeigen geben, die sie bei Google, auf Webseiten und in Apps sehen. Hierfür hat das Unternehmen eine Weiterentwicklung der „Mute this Ad“-Funktion eingeführt, mit der sich Erinnerungsanzeigen stummschalten lassen. Das funktioniert so: Sie haben auf einer Webseite beispielsweise ein Paar Schuhe in den Warenkorb gelegt, diese dann aber doch nicht gekauft. Beim nächsten Online-Shopping taucht der entsprechende Shop und die Schuhe in den Anzeigen auf – eine sogenannte Erinnerungsanzeige, die Sie ermutigen soll, zur Webseite zurückzukehren.

Dies kann, muss aber nicht immer nützlich sein. In den Anzeigeneinstellungen des Nutzerkontos können solche Erinnerungen nun ausgeschaltet werden. Laut Google soll die Funktion in den kommenden Monaten auf YouTube, die Suche und Gmail ausgeweitet werden. Auch Geräte übergreifend soll die Stummschaltung, die 90 Tage anhält, funktionieren, wenn der Nutzer überall mit dem selben Account angemeldet ist.

Social Media Monatsrückblick Januar 2018

Das Aufreger-Thema: Facebook ändert den Newsfeed Algorithmus

Der Aufschrei war groß. Facebook ändert seinen Newsfeed Algorithmus und will damit wieder mehr Platz für die Posts von Freunden und Bekannten, und weniger für Unternehmen schaffen. In unserem Beitrag „Facebook geht zurück zu den Wurzeln: Was das für Seitenbetreiber bedeutet“ haben wir alles wichtige über das Update festgehalten.

WhatsApp startet Business Dienst

Es war nur eine Frage der Zeit, nun hat WhatsApp seine Business App vorgestellt. Sie soll Unternehmen die Kommunikation mit Kunden erleichtern und eine offizielle Präsenz für sie ermöglichen. Zu den Features gehören Unternehmensprofile, Nachrichten-Tools, Nachrichten-Statistiken und bestätigte Accounts.

Laut der Mitteilung von WhatsApp gibt es die Business App bislang nur für Android und ausschließlich in Indonesien, Italien, Mexiko, Großbritannien und den USA. In den kommenden Wochen soll sie weltweit eingeführt werden.

Instagram Stories entwickeln sich weiter und weiter

Die Story-Funktion auf Instagram hat mittlerweile schon beinahe einen festen Platz in unserem Monatsrückblick inne. Auch im Januar gab es wieder viel beachtete Änderungen. Zum einen ist dies die neue Type-Funktion, die derzeit offenbar getestet wird. Dabei stehen vier neue Schriftarten und Effekte zur Verfügung, die bei der Story-Gestaltung weitere Gestaltungsmöglichkeiten bieten sollen. Allerdings ist das neue Feature noch nicht überall verfügbar.

Gif-Funktion bei Instagram

So kündigt Instagram die neue Story-Funktion an. (Screenshot: Instagram)

Das zweite Feature hat Instagram bereits offiziell vorgestellt. Dabei handelt es sich um Gif-Sticker für Stories. Transparente Gifs der Plattform Giphy können damit eingebunden werden. Zu finden ist das neue Feature bei den Stickern.

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