03.07.2017

Die News aus dem Juni: SEO: Google gibt bekannt, dass der Mobile First Index frühstens 2018 eingeführt wird. SEA: Google Shooping bekommt eine Milliardenstrafe auferlegt. Social Media: Ein Page Assistant Bot soll Seitenbetreibern auf Facebook künftig zur Seite stehen und auf Direktnachrichten wird künfitg immer mehr Wert gelegt. Derweil versuchen Twitter und Snapchat nicht den Anschluss zu verlieren und ihre Nutzerzahlen zu halten.

SEO Monatsrückblick Juni 2017

SEO-News im Juni 2017. Unter anderem: Start für Google Mobile First Index verschiebt sich und Google Post in Google My Business eingeführt.

Google Mobile First Index frühestens 2018

Wie Gary Illyes, Webmaster Trend Analyst bei Google, auf der SMS Advanced 2017 in Seattle mitteilte, wird der Google Mobile First Index wahrscheinlich frühestens 2018 eingeführt werden. Bisher wurde Ende 2017 für die Einführung kommuniziert. Der Rollout wird sich über eine längeren Zeitraum ziehen. Nach Einschätzung von Gary Illyes könnte es vielleicht 5 Jahre dauern, bis der Google Index komplett auf Mobile First umgestellt ist.

Grund für die lange Umstellungsphase ist, dass Google sicherstellen möchte, dass nur Seiten in den Mobile First Index aufgenommen werden, die davon keinen „Schaden“ erleiden.

Zitat Garry Illyes:
“We’re thinking about how we can make sure we only include in the mobile-first index sites that won’t be hurt by the mobile-first index. The longer time frame can be several years — maybe five years — before we reach an index that is only mobile-first,”

Des Weiteren betonte Gary Illyes, dass Desktop-Content trotz Mobile First ranken kann. Unter Mobile First ist zu verstehen, dass Mobile-Content zuerst berücksichtigt wird.

Mit Google Post in Google My Business aktuelle Beiträge veröffentlichen

Inhaber eines Google My Business Kontos können ab sofort aktuelle Beiträge veröffentlichen. Die veröffentlichen Beiträge erscheinen im Firmeneintrag.

Google bietet damit die Möglichkeit, potenziellen Kunden weitere Informationen zur Verfügung zu stellen, wie Beispielsweise:

  • Promotion von Events und Sonderangeboten
  • Darstellung von Top Produkten und Ankündigung von neuen Produkten

Google Webmaster-Hangouts im Juni 2017

Webseitenbetreiber können in den Google Webmaster Hangouts Fragen einreichen. In diesen Hangouts beantwortet John Müller, Webmaster Trend Analyst bei Google, die eingereichten Fragen. Das Team von Clicks stellt in jedem Monatsrückblick die wichtigsten Aussagen zusammen.

1.) Verwendung von strukturierten Daten für Rich Snippets, Google Karrusell und zum besseren Verständnis der Webseite

Nach John Müller gibt es 3 Bereiche, bei denen strukturierte Daten zum Einsatz kommen:

  • Rich Snippets. Das Snippet wird durch zusätzliche Informationen wie Preisangaben oder Sternbewertungen ergänzt
  • Um Content im Google Karusell auszuspielen
  • Um die Seite besser zu verstehen

2.) Geo Targeting in Google Search Console spielt für lokale Suchanfragen eine Rolle

Bei generischen Top Level Domains wie beispielsweise .com oder .net kann in der Google Search Console das Zielland festgelegt werden. Dies wird als Geo Targeting bezeichnet. Damit können die Suchergebnisse auf ein bestimmtes Land ausgerichtet werden.
Lokale Suchanfragen ranken durch das vom Geo Targeting ausgewählte Land etwas besser. Bei generischen Suchanfragen spielt das Geo Targeting meistens keine Rolle für das Ranking.

3.) Eine hohe Anzahl an Canonicals auf eine Zielseite ist nicht schädlich

Bei Paramer URLs können beispielsweise sehr viele URLs entstehen, die per Canonical-Tag auf die gleiche Zielseite zeigen. In solchen Fällen ist es unproblematisch, dass viele Canonicals auf die gleiche Zielseite verweisen. Problematisch ist es, wenn alle Canonicals zu der Homepage zeigen. In diesem Fall werden die Canonical ignoriert.

4.) Panda-Update betrifft nur indexierte Seiten

Das Panda-Update betrifft nur Seiten, die im Index sind. Google empfiehlt die Qualität zu steigern. Wenn das nicht möglich ist, zum Beispiel wegen nutzergenerierten Inhalten, ist es ratsam, die Seite auf Noindex zu setzen.

SEA Monatsrückblick Juni 2017

Google soll seine Marktmacht systematisch missbraucht haben. Brüssel reagiert mit einer Strafe in Milliardenhöhe. Wie geht es jetzt weiter?

Milliardenstrafe gegen Google Shopping verhängt

Die EU-Kommission in Brüssel hat Google mit einer Geldstrafe in Höhe von 2,42 Milliarden Euro belegt. Der Vorwurf: Google soll durch unfaires Wettbewerbsverhalten den eigenen Preisvergleichsdienst Google Shopping gegenüber konkurrierenden Anbietern bevorzugt dargestellt haben. Laut EU-Kommission basiert dieses Vorgehen von Google nicht auf der Absicht, die für Sie relevantesten Shopping-Anzeigen, sondern eben vorrangig die eigenen Anzeigen an prominenter Stelle einzublenden.

Wie sehen die weiteren Schritte aus?

Google wurde eine Frist von 90 Tagen eingeräumt, innerhalb derer der US-Konzern die beanstandeten Praktiken ändern soll.
Direkt nach der Urteilsverkündung ließ Google jedoch in einer offiziellen Stellungnahme verkünden, dass erwogen wird, Einspruch gegen das Urteil zu erheben.

Bing Ads – Neue Performance – Statistik bei den Impressionsdaten verfügbar

Neue Performance-Statistiken bei den Impressionen

In Kürze soll man sich in BingAds verschiedene Anteilswerte bei den Impressionen anzeigen lassen können.  So kann man zum Beispiel auf einen Blick erkennen, wie viele Impressionen man im Verhältnis zur insgesamt am Zielmarkt verfügbaren Menge an Impressionen erhalten hat. Gleiches gilt für die Anzahl an Klicks.

Verpasste Chancen schnell erkennen

Mit Hilfe der neuen Statistiken lassen sich auch  recht einfach und schnell Optimierungsmöglichkeiten identifizieren. Man kann sich zum Beispiel anzeigen lassen, wie viele Impressionen man auf Grund von zu niedrigen Budgets/Geboten oder auf Grund von zu niedrigen Einzelfaktoren des Qualitätsfaktors nicht erhalten hat.

Social Media Monatsrückblick Juni 2017

Facebook, Instagram, Twitter, Pinterest und Snapchat schlafen auch bei den hohen Temperaturen nicht. Gerade Twitter und Snapchat haben weiterhin mit stagnierenden Nutzerzahlen zu kämpfen und versuchen derweil das Feld von hinten aufzuräumen.

Facebook – Livechat, Community und mehr Direktnachrichten

Facebook versucht auch im Juni wieder viele neue Funktionen, die erst vereinzelt getestet werden und bei großem Anklang nach und nach ausgerollt werden. Dazu gehören unter anderem der Community-Button und die Push-Mitteilungen.

Livechat im Messenger

Für Facebook ist nun ein Livechat nutzbar, der den Nutzer live Videos nur mit bestimmten Freunden teilen lässt. Dementsprechend wird hier auch ein privater Videocall ermöglicht und Skype Konkurrenz gemacht. Unternehmen können so auch Live-gehen mit Ihren Followern und zum Beispiel für ausgewählte Nutzer ein Q&A veranstalten.

„Gefällt mir“ wird zu „Community“

Für größere Unternehmensseiten wird an der Stelle des „Gefällt mir“- links im Menü – nun ein „Community“ zu finden sein. Hier können die Mentions der Seite auch für den Nutzer sichtbar werden, was zuvor nur schwierig zu entdecken war. Es soll helfen, dass die Fans der Seite mehr mit anderen Seiten interagieren, die Ihre Seite unterstützen. Im Moment befindet sich das Feature in der Testphase und wird bei größerer Nutzung nach und nach weiter ausgerollt.

Neue Community Funktion

Screenshot Facebook

Updates für Restaurantbesitzer

Pflegen Sie als Restaurantbesitzer eine Facebookseite wird Ihnen bald eine neue Funktion zugutekommen. Sie können nun einen Button hinzufügen, mit dem Ihre Fans direkt Essen bei Ihnen bestellen können.

Mehr Direktnachrichten durch Push-Mitteilung

Eventuell haben einige Seitenbetreiber schon festgestellt, dass mehr Direktnachrichten im Posteingang gelandet sind in letzter Zeit. Facebook testet gerade eine neue Funktion aus. Ist gerade einer der Administratoren der Seite aktiv, bekommen Follower, die sich auf der Seite befinden, eine Push-Mitteilung, dass das Unternehmen gerade aktiv ist. Hier erscheint auch ein Call-to-Action-Button, mit der Aufschrift „Nachricht senden“.

Page Assistant Bot hilft Seitenbetreibern

Nur für ganz wenige Nutzer ist gerade ein Bot in der Testphase, der Seitenbetreibern bei der Administration der Seite behilflich ist. Natürlich würde dieser auch nur für Administratoren verfügbar sein, um Verbesserungen der Seite vorzunehmen oder andere Tipps zu geben. Bisher ist jedoch noch nicht bekannt, wann diese Funktion für alle verfügbar sein soll.

Instagram – Links, mehr Transparenz und Live-Stories posten

Instagram setzt nicht nur weiter Power für die Stories ein, sondern unterstützt auch eine bessere Transparenz auf der Plattform. So könnten die Policies bald angepasst werden, wobei Influencer betroffen wären.

Links in Storys jetzt für alle Seiten

Auch ohne verifizierten Account kommt nun nach und nach die Funktion für Business-Accounts im Instagram, einen Link in die Story zu setzen. Bei der Aufnahme eines Storybildes oder Videos erscheint nun oben neben dem Stickersymbol ein Symbol für einen Link.

Influencer müssen sich ausweisen für mehr Transparenz

In Zukunft könnte es keine heimlichen Kooperationen zwischen Unternehmen und privaten Instagram Accounts mehr geben. Neue Policies sollen sicherstellen, dass unerlaubte Schleichwerbung ausbleibt. Hierzu müssen sich die Influencer bald bekennen, wenn eine Kooperation zu einem Unternehmen besteht und Produkte beworben werden. Konsumenten sollten nachvollziehen können, wenn sie einen „Business Partner“ vor sich haben oder einen rein privaten Account. Ausgerollt wird das Ganze wie immer nach und nach.

Mehr Transparenz auf Instagram

Quelle: Offizieller Instagram Blog

Live-Stories nun nach Aufnahme 24 Stunden verfügbar

Falls sie als Seitenbetreiber auch die Live-Funktion der Instagram-Stories benutzen, wird Ihnen aufgefallen sein, dass Sie nach der Aufnahme direkt auf „Speichern“ klicken müssen, um die Story zu erhalten und erneut zu posten. Mittlerweile können Sie direkt nach der Aufnahme über einen Button festlegen, ob die Live-Story auch 24 Stunden nach der Ausstrahlung für Ihre Follower verfügbar sein soll. Diese Story wird auch in der Storyline am oberen Bildschirmrand extra gekennzeichnet.

Twitter – Mehr Interaktion in den Direktnachrichten

Für eine bessere Nutzererfahrung gibt es im Twitter nun die Möglichkeit weitere Action-Buttons in den Direct Messenges zu integrieren, die außerhalb des Messengers stattfinden. Dies funktioniert genauso wie die Messenger Bots im Facebook und erlaubt Unternehmern deren Followern mehr Möglichkeiten zu bieten mit dem Unternehmen zu interagieren. Mögliche Interaktionen können sein:

  • Eine Website besuchen
  • Accounts folgen
  • Eine Unterhaltung zu einem anderen eigenen Account starten

Quelle: Offizieller Twitter Blog

Pinterest – bessere Einsicht in Statistiken und QR-Code Scanning

Direkt neben Ihren Pins ist es nun möglich, dessen Statistiken einzusehen. Es ist nicht mehr notwendig, direkt zu den „Analystics“ zu klicken, um Einsicht über die Performance von Pins zu bekommen. Des Weiteren können die Pinterest Lenses nun QR-Codes scannen.

Snapchat – mehr Zeit für Werbung

Snaps ohne Zeitbegrenzung. Die geposteten Snaps können nun ohne Zeitlimit erhalten werden. Das heißt, dass auch bei Snapchat eine Art Pinnwand entstehen wird, auf der Stories erhalten und angezeigt werden.

(Bildmaterial v.o.n.u.: © Karolina – Kaboompics, © Offizieller Instagram Blog, © Offizieller Twitter Blog )

Über den Autor
Profilbild des Autors
Herbert Buchhorn ist Geschäftsführer von Clicks Online Business, einer Performance Marketing Agentur mit Büros in Berlin, Dresden, München und Köln. Als gefragter Marketingexperte betreut er mit seinem 40 Mann starken Team nationale wie internationale Onlineprojekte von Unternehmen unterschiedlichster Branchen.
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