02.07.2018

SEO: Google räumt mit Mobile-First-Missverständnissen auf und kämpft gegen Spam. SEA: Google gibt das genaue Ende des alten AdWords-Interface bekannt und gibt einigen Marken einen neuen Namen. Social Media: Instagram bringt neue App auf den Markt und Facebook testet kostenloses Abo-Modell für Gruppen.

SEO Monatsrückblick Juni 2018

Google klärt Missverständnisse zu Mobile First Index auf

In einem Twitter-Thread hat Google mit einigen Unklarheiten zum neuen Mobile First Index aufgeräumt. Derzeit läuft die Umstellung vom Desktop-Index auf den Mobile. Was das für Webmaster bedeutet, haben wir bereits vor einiger Zeit in unserem Blogbeitrag „Google kündigt an: Mobile Index wird Hauptindex“ festgehalten.

Zu verschiedenen Themen hatte es seit der gestarteten Umstellung einige Verwechslungen gegeben. Nun hat Google beispielsweise noch einmal festgehalten, dass Desktop-Nutzer weiterhin Desktop-URLs sehen und Mobile-Nutzer die Mobile-URL.

6 Millionen Penalties und 45 Millionen Warnmeldungen: Googles Kampf gegen Spam

Im Kampf gegen Spam, also Seiten, die Googles Webmaster Richtlinien verletzen, Daten missbräuchlich erlangt werden oder gehackt wurden, hat Google nun eindrückliche Zahlen veröffentlicht. Rund 6 Millionen Penalties wurden im vergangenen Jahr daher ausgesprochen, zudem rund 45 Millionen Warnmeldungen an Webmaster ausgeteilt.

Neue Darstellung von Video-Treffern auf Ergebnisseiten

Google macht Ordnung auf seinen Such-Ergebnisseiten. Eine Änderung betrifft in diesem Zusammenhang die Darstellung von Video-Treffern. Statt wie bislang mit einem kleinen Vorschaubild, tauchen die Videos nun in einem Video-Karussell auf.

Neue übersichtliche Darstellung der Video-Suchergebnisse.

Neben anderen Informationen ist in dem Vorschaufenster auch die Quelle des Videos angegeben. Dies kann bei eingebetteten Videos auch die Webseite sein und muss nicht zwingend der YouTube-Link sein.

Webmaster Hangout im Juni 2018

Webseitenbetreiber können in den Google Webmaster Hangouts Fragen einreichen. John Müller, Webmaster Trend Analyst bei Google, beantwortet dabei eingereichte Fragen. Clicks stellt in jedem Monatsrückblick die wichtigsten Punkte zusammen.

Bewertungen haben keinen Einfluss auf organische Rankings

Reviews, Bewertungen und Co. haben keinen Einfluss auf die organischen Google-Rankings. Das hat John Müller im Webmaster Hangout erklärt. Einzig Bewertungen von Einträgen bei Google My Business können Auswirkungen auf das Ranking bei lokalen Suchergebnissen haben. Hauptgrund für den fehlenden Einfluss beim allgemeinen Ranking ist die Interpretierbarkeit der Bewertungen, beispielsweise was zwei Sterne bedeuten würden.

Definition von „Impressionen“ in Google Search Console

Die Impressionen geben Auskunft, wie oft die eigene Seite zu einem bestimmten Keyword in den Suchergebnissen ausgespielt wurde. Die Impressionen zu einem Keyword oder URL können in der kostenlosen Google Search Console aufgerufen werden.

John Müller stellte klar, dass eine Impression nur gezählt wird, wenn der User eine Suchergebnis-Seite aufruft, in der die Webseite enthalten ist. Wird beispielsweise die Webseite auf Seite 2 in den Suchergebnissen ausgespielt und der User ruft nur die Seite 1 auf, liegt keine Impression vor.

Ist eine Webseite/Suchergebnis auf Position 10 und der User sieht die Webseite/Suchergebnis nicht, da er nicht nach unten gescrollt hat, ist dies trotzdem eine Impression. Eine Impression liegt also vor, wenn der Nutzer eine Suchergebnis-Seite aufruft und die Webseite dort enthalten ist.

Bis alle Webseiten auf Mobile First Index konvertiert sind, kann es noch Jahre dauern

Viele Seiten wurden bereits in den Mobile First Index aufgenommen. Jedoch gibt es noch viele Seiten, die noch nicht dafür bereit sind. Bis der Vorgang komplett für alle Webseiten abgeschlossen ist, kann es noch Jahre dauern.

SEA / PPC Monatsrückblick Juni 2018

Altes AdWords Interface nur noch bis 10. Juli verfügbar

Nun ging es doch schneller als gedacht. Hatten wir im vergangenen Monatsrückblick noch berichtet, dass ab Ende 2018 AdWords nur noch im neuen Design verfügbar sein wird, steht nun der genaue Termin fest. Statt „Ende des Jahres“ wird es nun schon am 10. Juli der Fall sein.

Der alte Keyword Planner wird ab Mitte Juli 2018 nicht mehr zur Verfügung stehen.

Das hat Google in einer Mail an AdWords-Kunden verkündet. Darin heißt es: „Ab dem 10. Juli 2018 können Sie Ihr Konto nur noch über das neue AdWords verwalten. Die bisherige Oberfläche ist dann nicht mehr verfügbar.“

Googles naheliegender Tipp lautet nun, sich am besten schon vor der Umstellung mit dem neuen Interface und den Features vertraut zu machen. Dazu bietet sich diese geführte Tour und eine Feature-Übersicht an.

Neuordnung der Werbeangebote: Aus Google AdWords/Google Ads wird Google Ads

Und noch eine Neuerung zu Google AdWords/Google Ads: Im Rahmen einer Neuordnung der Google Werbeangebote wird das wohl bekannteste Produkt einen neuen Namen bekommen. Aus AdWords wird Google Ads. Dahinter verbirgt sich ab sofort die gesamte Bandbreite von klassischen Anzeigen in der Google-Suche über YouTube-Ads bis hin zu anderen Werbeangeboten in Apps und Google Diensten.

Zudem werden die Werbe- und Analyseplattformen DoubleClick und Google Analytics 360 Suite als neue „Google Marketing Platform“ zusammengefasst. Die Änderungen sollen in den kommenden Monaten ausgerollt werden, schreibt Senior Vice President Sridhar Ramaswamy im Google-Blog.

Social Media Monatsrückblick Juni 2018

Instagram setzt mit IGTV noch stärker auf Bewegtbild

Mit den Stories setzt Instagram schon seit einiger Zeit auf Bewegtbild, jetzt legt die Facebook-Tochter noch einen drauf. Mit IGTV – also Instagram TV – ist es möglich, Hochkant-Videos mit einer Dauer von bis zu 60 Minuten hochzuladen. Bei Instagram sind höchstens 60 Sekunden pro Clip, bzw. 15 Sekunden pro Story erlaubt.

Ansicht der neuen IGTV-App.

Das neue Format gibt es als eigene App, die – wie beim gewöhnlichen TV – beim Starten sofort ein Video zeigt. Einen IGTV-Channel kann sich jeder Nutzer anlegen. Ein Vorteil des neuen Formats: In die Beschreibung können Links eingefügt werden, die direkt anklickbar sind.

Facebook testet kostenpflichte Gruppen

In ausgewählten Gruppen testet Facebook gerade eine kostenpflichte Abo-Funktion. Die Administratoren der Gruppe können dabei Untergruppen eröffnen und für eine Gruppenmitgliedschaft bis zu 29,99 Dollar pro Monat verlangen. Während der Testphase erhalten die Gruppen-Admins die gesamten Einnahmen, denkbar ist allerdings – falls der Test ausgerollt werden sollte – dass Facebook eine Beteiligung einbehalten wird.

Für Unternehmen, die in einer Gruppe einen so großen Mehrwert erzeugen kann, dass Nutzer bereit sind, dafür zu bezahlen, stellt das eine Chance dar. Nicht zuletzt da die Bedeutung von Gruppen in Zeiten sinkender unbezahlter Reichweite schon seit längerem stärkere Beachtung findet.

Instagram Shopping nun auch in den Stories

Seit März gibt es Instagram Shopping in Deutschland, nun wird das Feature vom Bilder-Feed auf die Stories ausgeweitet. Damit können Unternehmen in den kurzen Clips Produkte markieren und direkt mit dem eigenen Onlineshop verbinden.

Aktuell ist das Shopping-Feature in den Stories auf einige Unternehmen beschränkt, die Verfügbarkeit soll aber ausgeweitet werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.