01.04.2018

Die News aus dem März: SEO: Google My Business-Dashboard erhält neues Design und Google testet erweiterte „Andere suchten auch nach“-Box. SEA: YouTube will Abo-Abschlüsse „erzwingen“, inaktive AdWords-Konten werden gelöscht und Google führt Shopping-Features ein. Social Media: YouTube testet neuen Mini-Player, Instagram Shopping kommt nach Deutschland und Facebook wird neue Jobbörse.

SEO Monatsrückblick März 2018

Neues Google My Business-Dashboard verfügbar

Nach der Search Console und AdWords erhält nun auch das Dashboard von Google My Business ein neues Design. Neben einer strukturierteren Optik soll sich nun auch die Ladezeit verbessern. Dafür wurden folgende Dinge angepasst:

  • Gemeinsame Übersicht für die Karten- und Listenansicht
  • Einträge können im selben Fenster navigiert und editiert werden
  • Seitliche Navigationsleiste mit aktuellen Posts und Insights
  • Das Hinzufügen von weitere Beiträge beeinträchtigt nicht mehr die Ladezeit
  • Der aktuelle Status ist direkt sichtbar

Google will „Andere suchten auch nach“- Box um Antworten erweitern

Erst im Februar führte Google das neue Feature – die „Andere suchten auch nach“-Box ein. Diese erscheint unterhalb der bereits angeklickten Websites, die sich auf der ersten Seite der Suchanfrage befinden. Nun testet Google bereits eine neue Funktion. Dabei werden unterhalb der Suchvorschläge direkt passende Antworten angezeigt. Somit wird Google immer mehr zum zentralen Anlaufpunkt für die Informationssuche, der nicht mehr verlassen werden muss.

Google: Start des Mobile First Index bestätigt

Google bestätigt im Google Webmaster Central Blog offiziell den Start des Mobile First Index. Webseiten werden somit in den Mobile First Index integriert. Nutzer werden über die Google Search Console benachrichtigt, sobald der Mobile First Index für ihre Seiten aktiv ist. Das der Mobile Index den Desktop als Hauptindex ablöst, hatte Google bereits Ende 2016 verkündet, wie im Beitrag „Google kündigt an: Mobile Index wird Hauptindex “ nachzulesen ist.

Webmaster Hangout im März 2018

Webseitenbetreiber können in den Google Webmaster Hangouts Fragen einreichen. John Müller, Webmaster Trend Analyst bei Google, beantwortet diese. Clicks stellt in jedem Monatsrückblick die wichtigsten Punkte zusammen.

Suchseiten sollen aud Noindex gesetzt werden

Im Hangout berichtet John Müller, dass Suchseiten nicht idexiert werden sollen. Dafür gibt es zwei Gründe:

  • Es verursacht unter Umständen uendliches crawlen, da sehr viele neue URLs entstehen können (für jede neue Suchanfrage entsteht auch eine neue URL).
  • Antworten (also die neue URL, die bei der Suchanfrage entsteht) haben oft keine hohe Qualität.

Mit Suchseiten werden URLs verstanden, die bei der Suche entstehen. Beispiel: Suche nach „nike schuhe“ auf Zalando.de. Für die Suchanfrage „nike Schuhe“ entsteht folgende neue URL: https://www.zalando.de/damen/?q=nike+schuhe. Solche URLs sollten auf Noindex gesetzt werden, damit sie nicht in den Google Index gelangen.

Online Marketing Monatsrückblick März 2018

Google Search Console: Aktualisierung der Daten

Des Weiteren erklärt John Müller im Hangout, dass es keinen täglichen festen Zeitpunkt gibt, an dem die Daten der Google Search Console aktualisiert werden. Daten werden nach und nach (Schritt für Schritt) aktualisiert, sobald die neuen Daten vorhanden sind.

SEA Monatsrückblick März 2018

YouTube wird verstärkt als Werbeplattform genutzt

Die meisten Menschen nutzen YouTube, um sich kostenlos ihre Lieblingsmusik anzuhören. Dabei nehmen die Nutzer kleine Werbespots gerne in Kauf und weigern sich, ein kostenpflichtiges Streaming Angebot wie YouTube Red zu nutzen. Doch damit soll jetzt Schluss sein. YouTube will, laut Manager Lyor Cohen, so lange Werbung an die Nutzer ausspielen, bis sie ein Abo abschließen. Dabei soll es sich um Werbeblöcke zwischen den Videos handeln. Da YouTube Red in einigen Ländern, darunter auch in Deutschland nicht verfügbar ist, ist noch nicht sicher, ob YouTube die Maßnahme überall in die Tat umsetzt.

Online Marketing Monatsrückblick März 2018

Google räumt auf: inaktive AdWords Konten werden gelöscht

Google kündigt an, inaktive AdWords Konten nach 15 Monaten zu löschen. Ein Konto gilt dann als inaktiv, wenn kein Geld ausgegeben wird. Allerdings gibt es die Möglichkeit, ein gelöschtes Konto wieder zu reaktivieren. Die historischen Daten lassen sich jedoch nicht wiederherstellen. Das Ziel ist, nutzlose Daten zu minimieren und die AdWords Oberfläche und API zu beschleunigen.

Google will Amazon mit „Shopping Actions“ überholen

Amazon ist weltweit die Online-Shopping-Plattform Nummer 1. Das versucht Google nun mit neuen Features zu stoppen. Durch neue „Shopping Actions“ kann der Nutzer per Direktkauf-Button und Implementierung für Sprachassistenten bequemer online einkaufen. Dafür kooperiert Google mit anderen Firmen, die eine automatische Kaufoption in den Suchergebnissen erhalten. Im Gegenzug erhält Google eine Provision an den Verkäufen.

Online Marketing Monatsrückblick März 2018

Social Media Monatsrückblick März 2018

YouTube testet neue Funktion: Videos gucken und Kommentare lesen gleichzeitig

YouTube testet den neuen Mini Player. Mit ihm ist es möglich, Kommentare zu lesen und gleichzeitig das Video weiter anzusehen. Sobald es beim Scrollen nach unten nicht mehr sichtbar ist, erscheint am oberen Rand ein Overlay, das ¼ des Bildschirms einnimmt. Darin werden neben dem Video auch der Titel und Aktions-Buttons angezeigt. Allerdings handelt es sich dabei um eine Version für den Desktop. Ob und wann das neue Feature erscheint, ist noch nicht bekannt.

Instagram Shopping: ab sofort in Deutschland verfügbar

Nachdem im November 2016 die ersten Tests liefen, ist Instagram Shopping nun endlich für alle Unternehmensprofile in Deutschland möglich. Voraussetzung ist eine Verknüpfung mit einem Facebook-Shop oder einem Facebook-Produktkatalog. Dabei spielt es keine Rolle, wie groß das Unternehmen ist. In einem Beitrag können bis zu 5 Produkte direkt mit dem Online Shop verknüpft werden. Die Nutzer erkennen diese Instagram-Shopping-Posts anhand eines kleinen Einkaufstaschen-Symbols und durch die Preisschilder an den Produkten im Bild.

Online Marketing Monatsrückblick März 2018

Facebook als neue Jobbörse

Seit 2017 ist es in den USA und in Kanada möglich, auf Facebook Jobangebote zu erstellen und sich für Stellen zu bewerben. Jetzt wurde die Funktion aktualisiert und ist nun in 40 Ländern veröffentlicht – allerdings noch nicht in Deutschland. Grundsätzlich kann jede Facebookseite ein Jobangebot erstellen. Dazu können verschiedene Details wie zum Beispiel Bezahlung, Beschreibung und Beschäftigungstyp angegeben werden. Wenn das Stellenangebot nicht verlängert wird, wird es automatisch nach 30 Tagen gelöscht.

Alle Facebook Nutzer können die Stellenangebote im Newsfeed sehen und sich durch den „Jetzt bewerben“ Button bewerben. Das Unternehmen sieht natürlich über welches Profil sich jemand bewirbt. Allerdings können nur „öffentliche“ Details gesehen werden. Wann das Feature in Deutschland verfügbar ist, ist noch nicht bekannt.

 

Über den Autor
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Herbert Buchhorn ist Geschäftsführer von Clicks Online Business, einer Performance Marketing Agentur mit Büros in Berlin, Dresden, München und Köln. Als gefragter Marketingexperte betreut er mit seinem 40 Mann starken Team nationale wie internationale Onlineprojekte von Unternehmen unterschiedlichster Branchen.
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