01.06.2016

Die Online Marketing News für Mai 2016. Unter anderem: Google stärkt Ranking für mobiloptimierte Seiten und verbreitert die Suchergebnisse. AdWords bietet Attributionsmodelle und bing Ads ergänzt einfache Segmentierungsfunktion. Twitter hebt die Zeichenbegrenzung teilweise auf und Instagram bietet neues Format mit Dynamic Product Ads.

SEO Monatsrückblick Mai 2016

Title Tag – Breite wurde erweitert

Der Title in Google Suchergebnissen wurde von 55 Zeichen auf 70 Zeichen erhöht. Da Google die Breite durch die Pixel-Anzahl vergibt, kann die angezeigte Zeichenanzahl im Title je nach verwendeten Buchstaben leicht variieren. Ob der Title angepasst werden sollte, hängt vom Aufwand- Nutzen-Verhältnis ab.

Google Mobile Update ausgerollt

Das angekündigte Google Mobile Update wurde am 12. Mai 2016 weltweit ausgerollt und betrifft nur die mobilen Suchergebnisse. Die Bewertung der Webseiten erfolgt dabei in Echtzeit. Bereits mobiloptimierte Webseiten werden dadurch weiter gestärkt werden.

Anpassung Google Mobile friendly Tool

Das Mobile friendly Tool von Google wurde überarbeitet und ist hier zu finden. Bisher wurde nur das Layout angepasst. In Zukunft wird mit neuen Funktionen zu rechnen sein.

Google Webmaster-Hangouts im Mai 2016

Webseitenbetreiber können in den Google Webmaster Hangouts fragen einreichen. In diesen Hangouts beantwortet John Müller, Webmaster Trend Analyst bei Google, die eingereichten Fragen. Clicks.de stellt in jedem Monatsrückblick die wichtigsten Aussagen zusammen.

1.) Penguin Update 4.0 wird kommen. Der genaue Zeitpunkt steht weiterhin nicht fest

John Müller bestätigte, dass das Google-Team weiterhin am Penguin-Update arbeitet. Einen genauen Termin des Updates konnte er jedoch nicht nennen.

2.) Title kann sich ändern

Wie schon bekannt, kann sich der Title je nach eingegebener Suchanfrage ändern. Google versucht dem Suchenden damit die beste Übereinstimmung zwischen Suchanfrage und Suchergebnissen auszuspielen.
Weitere Gründe für die Anpassung des Title durch Google können sein:

  • Title ist durch die Verwendung von mehreren Keywords nicht aussagekräftig
  • Der selbe Title wird für verschiedene Unterseiten verwendet

3) Weggefallene Produkte – 301 Weiterleitung auf Kategorieseite nicht immer die beste Lösung

Werden weggefallene Produkte im größeren Ausmaß per 301-Weiterleitung auf Kategorieseiten weitergeleitet, interpretiert Google dies als Soft-404 Fehler. Die Seite existiert zwar, wird von Google aber als 404 Fehler interpretiert.

Von der reinen User-Experience findet John Müller die Weiterleitung einer Produktseite zu einer Kategorie-Seite nicht immer optimal, da der User ein bestimmtes Produkt erwartet. Eine 404-Fehlerseite wäre tendenziell die bessere Variante. Dies muss aber je nach Einzelfall abgewogen werden. Auch die 301-Weiterleitung zu einem ähnlichen Produkt wäre tendenziell zu bevorzugen als die 301-Weiterleitung zu einer Kategorie.

 

SEA Monatsrückblick Mai 2016

„Alles Neu macht der Mai“ – ein zutreffenden Sprichwort für die veröffentlichen Neuerungen in Google AdWords, Bing Ads und Instagram Werbeanzeigen. Wir haben eine detaillierte Übersicht:

Google AdWords: Attributionsmodelle jetzt wählbar

Bisher setzte Google auf das Last-Click-Modell für die Zuordnung von Conversions.  Nun haben Nutzer die Möglichkeit, für jeden Conversion-Typ das passende Attributionsmodell auszuwählen. Somit kann spezifisch festgelegt werden, welchem Klick im Customer Journey letztendlich die Conversion zugeordnet wird.

Screenshot der neuen Attributionsmodelle von Google

Screenshot der neuen Attributionsmodelle; Quelle: Google

 

Ein Überblick über die kommenden Google AdWords-Updates wurde auf dem Google Performance Summit 2016 vorgestellt.

Google Shopping Ads nun auch in der Bildsuche

Wenn Nutzer zukünftig nach Bildern in der Google Bildsuche schauen, werden ihnen Shopping Anzeigen mit ähnlichen Produkten wie auf den gesuchten Bilder angezeigt. Damit werden vor allem kaufbereite Nutzer abgeholt, die sich über die Bildsuche über das Produkt informieren wollen. Die Anzeigen beinhalten Informationen zum Preis und Anbieter – per Klick werden Nutzer direkt auf den Shop des Verkäufers weitergeleitet.

Screenshot einer Google Shopping Anzeige in der Bildsuche von Google

Google Shopping Anzeige in der Bildsuche von Google; Quelle: Google

Bing Ads mit Segmentierungsfunktion und Update des Editors

Datensegmentierung geht jetzt ganz einfach und schnell bei Bing: auf der Seite Kampagnen wird nun die Schaltfläche „Segment“ angezeigt, mit der das jeweilige Attribut (z. B. Zeit, Gerätetyp) für die Segmentierung ausgewählt werden kann.

Screenshot Segmentierungsfunktion Bing

Screenshot Segmentierungsfunktion Bing

Außerdem veröffentlichte Microsoft im Mai 2016 die Bing Ads Editor Version 11.0 mit grundlegenden Neuerungen, z. B.:

  • Zeitgleicher Download & Bearbeitung von mehreren Accounts möglich
  • Copy& Paste Funktion funktioniert jetzt auch accountübergreifend
  • Neues Interface

Neue Werbemöglichkeiten für Unternehmen auf Instagram

Auf Facebook sind sie schon lange präsent, jetzt wird auch auf Instagram nachgezogen: dynamische Produktanzeigen und Video Carousel Ads sind nun verfügbar. Für Unternehmen bieten die dynamischen Produktanzeigen vor allem Möglichkeiten für Remarketing und Cross- bzw. Up-Selling.  Video Carousel Ads sind besonders hilfreich für tiefergehendes Storytelling und verfolgen somit vorrangig Branding-Ziele.

Social Media Monatsrückblick Mai 2016

Der Monat Mai hat viele Neuerungen mit sich gebracht. Gerade für Facebook zeigen sich die Ergebnisse der F8 Konferenz, die im April stattfand. Auch Twitter baut weiter aus und beendet die Gerüchte um die Länge der Tweets und bringt neue Werbeformate ins Spiel. YouTube überrascht mit einer neuen Funktion und Instagram passt sich dem Mutterkonzern Facebook mehr an.

Facebook – mehr planen, mehr erreichen, mehr Sicherheit

Neue Erweiterung für den Power Editor: Der Powereditor führt automatisierte Regeln für Kampagnen, Werbeanzeigengruppen und Werbeanzeigen ein. Hiermit können Kampagnen, Werbeanzeigen oder Werbeanzeigengruppen besser geplant und verwaltet werden. Die Regeln können dann auf verschiedenen Ereignissen basieren, wie unter anderem der Reichweite oder der CPM. Die neuen Funktionen befinden sich seit Mai im Rollout.

Erweiterte Reichweite des Audience Network: Ab sofort kann Facebook Werbung nicht nur für Mitglieder schalten, sondern auch für Personen, die nicht bei Facebook registriert sind. Mittels Cookies werden dies personalisierte Werbeanzeigen sein, welche auf externen Apps eingebunden werden, sofern diese das Facebook-Netzwerk integrieren. Zudem hat der Nutzer mehr Bestimmungsgrecht, welche Anzeigen ausgespielt werden und kann diese auch blockieren. Facebook Exchange wurde stattdessen eingestellt.

Mehr Videoformate: Facebook gab kürzlich Änderungen für sein Audience Network bekannt. Demzufolge sind künftig auch mehr Videoformate als bisher verfügbar. Werbefilme können bald In-Stream, also als Preroll, Midroll oder Postroll, eingebunden werden, als auch in den Instant Articles. Bewegtbildanzeigen können fortan auch auf nicht mobilen Geräten angezeigt werden.

Facebook Moments für Europa: Das vor einem Jahr vorgestellte Facebook Moments wurde bisher nur in den USA veröffentlicht. Im europäischen Raum entsprach die automatische Gesichtserkennung nicht dem Datenschutz. Moments erlaubt es, dank automatischer Gesichtserkennung, Bilder aus dem Fotoalbum des Smartphone von Freunden zu teilen. Für die europäische und kanadische Version muss dafür nun manuell der Name der Person hinzugefügt werden.

Mehr Sicherheit für den Messenger: Kürzlich wurden Gerüchte laut, wonach der Facebook Messenger, ebenso wie der Tochterkonzern WhatsApp, eine Ende-zu-Ende-Verschlüsslung erhalten soll. Dies geht aus den Release-Notes der Facebook-iOS-App in der beta-Version hervor. Wann genau und ob tatsächlich diese Verschlüsselung umgesetzt wird, ist jedoch unklar.

Twitter – mehr Tweet-Freiheit und eingebundene Werbeanzeigen

Mehr Freiheit für Tweets: Die bisherige Zeicheneinschränkung von 140 Zeichen war seither charakteristisch für Twitter. Dennoch schränkte die Einbindung von Nutzernamen, Videos oder Bildern immer noch die Länge des Tweets ein. Twitter kündigte jetzt an, dass genannte Medien bald nicht mehr in den Beitrag eingerechnet werden, bleibt seiner Tweetlänge von 140 Zeichen jedoch weiterhin treu.

Monetarisierung nimmt seinen Lauf: Die hauseigene Ad Exchange MoPub befindet sich seit diesem Monat in der beta-Phase. Innerhalb von Twitter Kit-Feeds können nun MoPub-Anzeigen eingespielt werden. Die Anzeigen werden nun nicht mehr neben der Timeline von Twitter eingespielt, sondern befinden sich eingebettet im Fluss des Feeds.

YouTube – jetzt per YouTube chatten

Messaging mit „Native Sharing“: YouTube gab diesen Monat bekannt, dass zurzeit eine Messaging-Funktion namens „Native Sharing“ eingeführt wird. Um Videos zu teilen, musste bisher auf andere Plattformen ausgewichen werden. YouTube will dies nun verhindern und führt einen eigenen Messenger für die mobile Nutzung ein. Auf geteilte Videos kann dann auch per Textnachricht oder mit einem anderen Video geantwortet werden.

Instagram – mehr Attraktivität für Unternehmen

Dynamic Product Ads: wegen der hohen Effizienz von Dynamic Product Ads aufgrund der zunehmend mobilen Nutzung des Internets wurden nun auch bei Instagram Dynamic Product Ads eingeführt. Die personalisierten Werbeanzeigen sind mit einer Scrollbar versehen und können vom Nutzer nach interessanten Produkten durchsucht werden.

Dynamic Product Ads im Instagram

So sehen die Dynamic Product Ads bei Instagram aus.

Mehr Business: Gerüchte gehen um, dass Instagram benutzerfreundlicher für Unternehmen wird. So wurde kürzlich ein Code für ein Update geleaked, welcher einige neue Features enthalten dürfte: Posts sollen auf Bezahlung hin angehoben werden, eine Insights-Oberfläche wird geschaffen, auf der die Verwaltung des Accounts stattfindet, Unternehmen sollen sich vom regulären Instagram-Account abheben (wie Facebook „Seiten“) und analytische Daten sollen erhoben werden können, wie Reichweite, Klicks und mehr.

Über den Autor
Profilbild des Autors
Herbert Buchhorn ist Geschäftsführer von Clicks Online Business, einer Performance Marketing Agentur mit Büros in Berlin, Dresden, München und Köln. Als gefragter Marketingexperte betreut er mit seinem 40 Mann starken Team nationale wie internationale Onlineprojekte von Unternehmen unterschiedlichster Branchen.
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1 Kommentar zu "Online Marketing Monatsrückblick Mai 2016"
  • Danke für den guten Monatsüberblick. Dazu gleich zwei Fragen zum Thema SEO und Title Tag–Breiten-Erweiterung:
    1. das betrifft dann sicherlich auch die kompletten Meta Tags, dh. auch die Description. Können Sie dafür auch eine optimale Zeichenanzahl für Deutsch empfehlen? Und 2. ist das nun eine permantent Änderung von Google?