01.06.2018

News aus Suchmaschinenmarketing und Social Media im Mai: SEO: Pagespeed-Tool Lighthouse in Version 3 veröffentlicht und Abschied von fixen Längenbegrenzungen bei Meta Descriptions. SEA: AdWords Redesign vollständig abgeschlossen und Google Shopping mit kanalübergreifendem Kampagnenmanagement. Social Media: Einfache Buchungen direkt in Instagram anbieten. Facebook startet „Facebook Jobs“ und ergänzt Sortiments-Tabs bei Canvas Ads.

SEO Monatsrückblick Mai 2018

Das Google Pagespeed-Tool ist in aufgebohrter Version 3.0 erschienen und Chrome entfernt den grünen Hinweis bei https-Seiten. Außerdem: Verabschiedet sich Google von fixen Längenbegrenzungen bei Meta Descriptions?

Neue Funktionen und schnellere Abfrage: Pagespeed-Messung mit Google Lighthouse

Die Version 3.0 von Googles Lighthouse Tool für SEO und Seitenladezeit liefert Änderungen an der Benutzeroberfläche, arbeitet etwas flotter und arbeitet mit teilweise veränderten Messwerten. So wurde der Einfluss einzelner Werte auf die Gesamtwertung angepasst und um Messwerte wie den „First Contentful Paint“ ergänzt. Letzter misst die Dauer bis Text oder Bilder zum ersten Mal dargestellt werden. Auch die Prüfung der robots.txt. auf Validität ist als Feature hinzugekommen. Außerdem neu ist die Export-Funktion, mit dem der status quo als .csv-Datei gespeichert werden kann.

 

Lighthouse Reports im neuen Design der Version 3.

Chrome künftig nur noch mit Hinweis, wenn Seiten nicht sicher sind

Chrome soll ab September keinen gesonderten Hinweis mehr ausgeben, wenn Seiten den sicheren https-Standard verwenden. Künftig wird nur dann ein gesonderter Hinweis ersichtlich, wenn Seiten nicht sicher sind, sprich wenn sie nur auf http laufen. In nachfolgenden Versionen soll dann der Hinweis auf nicht sichere Verbindungen – etwa bei Formulareingaben – deutlicher hervorgehoben werden. Die meisten Seitenbetreiber haben den Umstieg von http auf https längst vollzogen. Wo dies nicht der Fall ist, besteht Handlungsbedarf.

So könnten die Hinweise auf sichere Website-Verbindungen künftig aussehen. Chrome weist nicht mehr explizit darauf hin, wenn Seiten mit der sicheren Datenübertragung https arbeiten. (Quelle)

 

Webmaster Hangout im Mai 2018

Webseitenbetreiber können in den Google Webmaster Hangouts Fragen einreichen. John Müller, Webmaster Trend Analyst bei Google, beantwortet dabei eingereichte Fragen. Clicks stellt in jedem Monatsrückblick die wichtigsten Punkte zusammen.

Keine fixe Länge der Meta Description mehr?

Google hat Anfang 2018 mit unterschiedlichen Längen der Meta Description experimentiert. Im Hangout wurde Webmastern geraten, sich nicht auf eine bestimmte Länge zu fokussieren. Meta Beschreibungen sein ein „dynamisches Element“ und können je nach Endgeräte unterschiedlich sein. Die Empfehlung lautet eine kurze prägnante Description zu hinterlegen, die dem Nutzer bestmöglich beschreibt, worum es auf der Seite geht.

Nutzer nicht automatisch von mobiler Seite auf App umleiten

Nutzer sollen beim Klick auf ein mobiles Suchergebnis nicht direkt zur App geleitet werden. Die Empfehlung für mehr Nutzerfreundlichkeit lautet, den Nutzer erst auf die Website zu leiten und ihm dort die Option zu geben, zu App zu wechseln. Automatische Redirects könnten demnach die Rankings gefährden. Ein Banner oder anderer Call-to-action sind laut John Müller der bessere Weg.

Sitemap wird auch nach Löschung aus der Google Search Console gecrawlt

Was empfiehlt Google bei einer fehlerhaften Sitemap? In solchen Fällen solle die Datei repariert oder vom entsprechenden Server entfernt werden. Solange die Sitemap auf dem Server verfügbar ist, würde sie auch gecrawlt. Es genüge demnach nicht, die Sitemap nur aus der Search Console zu entfernen und die fehlerhafte Datei auf dem Server zu belassen.

Website strukturieren: Im Zweifel mit Verzeichnissen statt Subdomains

Lassen sich gute Rankings eher mit Verzeichnissen oder mit Subdomains erreichen? Laut Müller haben beide Strukturformen ihre Berechtigung. Er persönlich ähnliche halte Inhalte lieber möglichst nah beieinander (sprich in Verzeichnissen). Dennoch kann es aus seiner Sicht gute Gründe für Subdomains geben. Beides sei aus seiner Sicht grundsätzlich ok und im Zweifel empfiehlt er die Variante mit Unterverzeichnissen.

SEA/PPC Monatsrückblick Mai 2018

Die letzten Anpassungen an der neuen AdWords Benutzeroberfläche sind abgeschlossen. Außerdem: Kanalübergreifende Google Shopping Kampagnen einfacher managen.

Ab Ende 2018: Switch zum neuen AdWords obligatorisch

Google bastelt schon seit längerem am neuen AdWords Interface. Erklärtes Ziel der stufenweise Umstellung ist es, das mächtige Tool für Jedermann handhabbar zu machen. Mittlerweile sind auch Remarketing Listen für Suchanzeigen, die Google Analytics Berichtspalten und der Keyword Planner in das neue Layout überführt. Zeitgleich kündigte Google nun an, dass ab Ende 2018 AdWords nur noch im neuen Design genutzt werden kann. Die bisherige Benutzeroberfläche steht dann nicht mehr zur Verfügung.

Wie geht’s weiter? Anwender erhalten eine Benachrichtigung zur finalen Umstellung. Laut Google soll der Switch vor den geschäftigen Monaten November und Dezember stattfinden. Zur Vorbereitung gibt es eine geführte Tour und eine Feature-Übersicht für den schnellen Zugriff.

AdWords erhält ein komplett neues Design. Auch der Keyword Planner wurde überarbeitet und steht ab Herbst 2018 nur noch in der neuen Version zur Verfügung.

Google Shopping: Neue Kampagnen stehen kurz bevor

Da potenzielle Kunden auf immer mehr Online-Kanälen unterwegs sind, ist es für Werbetreibende eine große Herausforderung, überall präsent zu sein. Die neuen Google Shopping Kampagnen sollen das Kampagnenmanagement über verschiedene Kanäle, Produkte und Technologien hinweg vereinfachen – um die übergreifenden Marketingziele zu erreichen.

Mit Hilfe von Automatisierung und machine learning sollen sich Shopping Kampagnen kanalübergreifend auf bestimmte KPIs optimieren lassen. Außerdem soll es künftig möglich sein, Shopping Kampagnen und Display Remarketing Kampagnen innerhalb einer Kampagne zu verwalten. Jedoch wird es weiterhin möglich und oft auch dringend nötig sein, Kampagnen manuell auszurichten und zu optimieren.

 

Social Media Monatsrückblick Mai 2018

Instagram bietet neue Conversion-Möglichkeiten für Händler und Dienstleister. Facebook Ads erlauben mit Tabs Zugriff auf mehr Produkte. Außerdem lassen sich künftig Stellenanzeigen direkt in Facebook erstellen und bewerben.

Instagram mit neuen Conversion-Möglichkeiten

Über neue Call-to-action Buttons lassen sich direkt in Instagram Reservierungen, Käufe und andere Buchungen vornehmen. Dies gelingt mit Hilfe von externen Partnern, die den Buchungsprozess so an den Nutzerfeed andocken, dass der Nutzer für diese Handlungen Instagram nicht verlassen muss. Zu den Partnern zählt unter anderem der Ticketanbieter Eventbrite.

Facebook: Tabs als mächtige Erweiterung der Canvas Ads

Mit Canvas lassen sich Facebook Ads erstellen, die auf allen Endgeräten optimal dargestellt werden. Nun wird dieses Anzeigenformat um Tabs im oberen Bereich erweitert. Nicht nur lassen sich damit größere Produktportfolios abbilden. In Verbindung mit der Recommondation Engine, die auch in den Dynamic Ads zum Einsatz kommt, werden Kunden die für sie relevantesten Produkte ausgespielt.

Social Recruiting: Stellenanzeigen in Facebook erstellen und bewerben

Facebook Jobs startet nun auch in Deutschland. Unternehmen können künftig Stellenausschreibungen direkt in Facebook erstellen und per Anzeige bewerben. Interessenten können eine Bewerbung abgeben, ohne die Plattform verlassen zu müssen. Zwar ist der Funktionsumfang noch begrenzt, doch bietet es Marken und Unternehmen die Chance, ihre Facebook Präsenz auch fürs Social Recruiting zu nutzen. Das Erstellen und Veröffentlichen der Ausschreibungen als Teil der Facebook-Seite ist kostenlos. Für möglichst große Reichweite führt aber kein Weg an kostenpflichtigen Ads vorbei.

Facebook Jobs: Noch mit simpler Funktionsvielfalt, aber ein guter Start ins Social Recruiting. (Quelle)

 

 

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