01.12.2015

SEO Monatsrückblick Oktober 2015

Auch in diesem Monat zeigt Google wieder einmal, wo die Reise hin geht und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn erst kürzlich veröffentlichte der Internetgigant seine neuen Search Quality Rating Guidelines sowie seine Zahlen zur neuen Google Search Consolen-API. Außerdem wurde Anfang des Monats über das neue Rankingsignal Rankbrain diskutiert. Unterdessen entflammte im November erneut eine Diskussion über die Sinnhaftigkeit von Meta-Descriptions.

Klickrate enttarnt

Die Klickrate ist ein wichtiges Rankingkriterium

© Click – Pixabay.com by CC0 Public Domain

Zahlen der neuen Google Search Consolen-API bestätigen, dass über 99% aller Benutzer ein Ergebnis der ersten Seite der Google Suchergebnisse bevorzugen. Die Klicks auf den darauffolgenden Seiten sind verschwindend gering. Außerdem ist jetzt die Aufteilung der Klicks auf Positionen deutlich sichtbarer: Rund 60% aller User klicken auf das erste Ergebnis, 16% direkt auf Nummer zwei, und nur noch 8% bzw. 5% auf drei und vier. Damit wird die Wichtigkeit eines Rankings auf der ersten Seite und dementsprechend von Suchmaschinenoptimierung besonders deutlich.

Rankbrain – 3. wichtigster Rankingfaktor

Greg Corrado, Senior Research Scientist bei Google, bestätigte in einem Interview, dass vor einigen Monaten ein neues Rankingsignal bei der Bewertung von Suchergebnissen mit aufgenommen wurde, welches als Rankbrain bezeichnet wird und als 3 wichtigster Rankingfaktor gilt. Rankbrain hilft dabei Suchanfragen besser zu interpretieren. Dies betrifft vor allem Suchanfragen die noch nie bei Google gestellt wurden. Es ist aber anzunehmen, dass Rankbrain auch auf bekannte Suchanfragen angewendet wird.

Meta-Description – Sinnvoll oder nicht?

Nach einigen Blogbeiträgen und Kommentaren ist in der SEO Welt eine kleine Diskussion über Sinn und Unsinn von Meta Descriptions entbrannt. Meta Descriptions sind Teil der HTML Metaangaben und sollen in einem kurzen Text mit 155 Zeichen den Inhalt der jeweiligen Seite zusammenfassen. Gedacht war dieser Text dann als „Snippet“, das als kleiner „Schnipsel“ unter den Suchergebnissen erscheint. Seit einiger Zeit erstellt Google diese Snippets allerdings aus Textbestandteilen der Seite selbst. Dennoch sollen mit der Meta Description wichtige Keywords abgefangen werden – so die Befürworter. Sinnvoll oder nicht, schaden wird die Description definitiv nicht.

Google zeigt wo’s langgeht: Search Quality Rating Guidelines veröffentlicht

Zum ersten Mal seit zwei Jahren veröffentlicht Google umfassende Search Quality Rating Guidelines – zu Deutsch: Google zeigt, beschreibt und offenbart, was es von der Netzgemeinschaft in punkto SEO und Webseiten erwartet. Auf dem 160 Seiten starken Dokument liegt ein besonderer Augenmerk auf inhaltliche Qualität der Seiten, den Content; es werden sowohl best practice als auch worst case Beispiele aufgeführt. Damit ist die Richtung klar: Google versucht noch tiefer in die inhaltliche Qualitätssicherung einzutauchen. Inwieweit genau das technisch bewerkstelligt wird, bleibt – selbstverständlich – im Unklaren.

Google baut saisonale Suchen aus

Google richtet seine Ergebnisse an saisonalen Ereignissen aus

© Kürbis – Pixabay.com by CC0 Public Domain

Die Intelligenz der Suchmaschinen wird immer größer: Was bereits an Ostern bei dem Suchbegriff „Eier“ zu sehen war, wurde für Halloween und den „Black Friday“ noch weiter ausgebaut. Kontaktlinsen, Kostüme, Kürbisse sind dann Keywords, bei denen andere Seiten ranken als während des Rests des Jahres – nämlich diejenigen mit Relevanz zum saisonalen Ereignis. So hat beispielweise die Seite black-friday.de, die Geschenkartikel anbieten, den Wikipedia-Artikel zum Black Friday von Platz eins auf Google verdrängt. Spätestens nach Weihnachten wird die Seite dann voraussichtlich wieder massiv Rankings verlieren.

SEA Monatsrückblick November 2015

Weihnachtszeit ist Shopping-Optimierungszeit

Pünktlich zur Adventszeit bietet Google die Möglichkeit, Shopping-Kampagnen noch effizienter zu optimieren. Produktgruppen können nun Kampagnen-übergreifend angezeigt und bearbeitet werden. Außerdem gibt es neue Filtermöglichkeiten für Produktgruppen.

Wie viele Klicks sind im Shopping noch möglich?

Google führt die Click Share-Spalte ein. Mit dieser sehen Werbetreibende bei welchen Produktgruppen Traffic verloren geht und wo man Gebotsanpassungen vornehmen sollte, um die Klickraten seiner Shopping Ads zu verbessern.

Gebotssimulator gibt mobile Auskunft

Der Gebotssimulator in AdWords bietet ebenfalls neue Möglichkeiten: auf Kampagnenebene können mobil-spezifische Prognosen erstellt und Conversion-Schätzungen angezeigt werden.

CPM-Kampagnen werden zu Sichtbaren CPM-Kampagnen

Wird aber auch Zeit! Das Upgrade zu Viewable CPM Campaigns ist endlich abgeschlossen. Marketer zahlen somit erst für eine Impression im Google Display Netzwerk, wenn diese auch tatsächlich für den Nutzer sichtbar ist.

Im Zuge dessen wird auch das Frequency Capping verbessert. Es sollen nur noch die tatsächlich sichtbaren Impressionen berücksichtigt werden, um dem Werbetreibenden eine optimale Analyse zu ermöglichen.

Google ergänzte außerdem einige Auswertungsmöglichkeiten. Für Display- und Video-Kampagnen können nun mehr Messwerte angezeigt werden, die Auskunft über die Sichtbarkeit der Werbeanzeigen geben.

Was ganz Neues: Bing Image Extensions

Im November hat Bing überraschend angekündigt, dass sie (anders als Google) Bilderweiterungen einführen. Dieses Feature ist mittlerweile bereits in Bing verfügbar, wird aber nicht von Google AdWords unterstützt. Somit hat sich Bing also ein neues Alleinstellungsmerkmal ggü. AdWords verschafft.

bing-image-extensions

Quelle: Bing

Die visuell sehr ansprechenden Erweiterungen punkten ganz klar durch Ihre Sichtbarkeit, die sich höchstwahrscheinlich positiv auf die Klickraten von Bing Ads auswirken wird. Wir sind gespannt, wie sich dieses Update auf die Performance auswirkt!

Facebook vereinfacht Video Ads über Slideshows

Um den großen Aufwand, den Unternehmen für Video-Anzeigen oft auf sich nehmen, zu umgehen, aber einen ähnlichen Werbeeffekt zu schaffen, kündigte Facebook im November Slideshow-Anzeigen an. Somit können Werbetreibende einfach und schnell mithilfe von ausgewählten Bildern Videos erstellen.

Neues Ziel für Facebook Kampagnen wählbar

Zudem führt Facebook ein neues Kampagnenziel ein: Brand Awareness. Über den Power Editor und API lässt sich dieses einstellen, um gezielt die Markenbekanntheit zu steigern. Dabei werden Reichweite und Aufmerksamkeit optimiert.

Social Media Monatsrückblick November 2015

YouTube Music – Googles neue Musik App

YouTube ist nicht nur Anlaufstelle Nummer 1 für Katzenvideos. Das Portal, das pro Minute um etwa 20 Videostunden wächst, ist auch beliebter Anlaufpunkt für Musikfans. Das hat natürlich auch Google erkannt, weshalb der Internetgigant kürzlich eine spezielle Musik App namens YouTube Music auf den Markt brachte. Zwar ist die App bislang nur auf dem amerikanischen Markt zu haben, doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis Sie auch im hiesigen Playstore auftaucht.

Instagram jetzt für Werbetreibende noch attraktiver

Facebook hat eine Schnittstelle für Werbung auf der Bilderplattform Instagram eröffnet. Mit ihr soll es möglich sein, auch von außerhalb Anzeigen auf Instagram zu schalten. Damit dürfte das wohl derzeit angesagteste Soziale Netz für Werbende noch attraktiver werden. Bereits seit wenigen Wochen gibt es im Markt ein Tool, mit dessen Hilfe Werbung innerhalb von Instagram geschaltet werden kann.

Snapchat wird der nächste Überflieger

Bereits jetzt nutzen mehr als 100 Millionen Menschen weltweit das soziale Medium mit dem kleinen Geist als Logo. In den USA sind es sogar schon mehr als 60 Prozent. Besonders in der Altersgruppe zwischen 13 und 34 Jahren ist die App sehr beliebt. Da die Erfinder bislang kaum Geld mit ihrem Geschäftsmodell verdienen, soll der Nachrichtendienst nun nach und nach für Werbekunden geöffnet werden.

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