01.12.2017

Die News aus dem November: SEO: Google Trends zeigt neben der Websuche nun auch Entwicklungen für YouTube, die Bildersuche, News und Shopping an. SEA: Anzeigen bei Bing lassen sich mit einem neuen Feature mit einem Countdown versehen. Social Media: Test beendet – Twitter lässt 280 Zeichen zu. Und Facebook macht es Instagram gleich und startet ein Umfrage-Tool.

SEO Monatsrückblick November 2017

Google Trends mit mehr Daten

Google Trends verfügt über einen neuen Filter, mit dem auch die relative Häufigkeit von Suchanfragen auf YouTube, Google News, Google Shopping und in der Bildersuche angezeigt werden kann. Bislang war der Verlauf der Suchanfragen zu einem Keyword nur für die Websuche verfügbar. In der Liste der Filter, wo bislang der Zeitraum, die Kategorie und eine geografische Einschränkung wählbar war, gibt es nun die neue Daten-Auswahl.

Die Ergebnisse der verschiedenen Kategorien zeigen, dass die Trends auf den jeweiligen Plattformen durchaus unterschiedlich verlaufen können. Zudem werden ähnliche Suchanfragen und verwandte Themen angezeigt, die weitere Rückschlüsse auf das Suchinteresse der Nutzer zulässt.

Screenshot Google Trends

Neuer Filter: Neben der Websuche sind nun auch Trends der Bildersuche, News, Shopping und YouTube verfügbar.

Zahl der Featured Snippets deutlich gestiegen

Die Zahl der Keywords bei denen Google ein Featured Snippet ausspielt, ist in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Wie Sistrix analysiert hat, betrug der Anstieg bei Desktop-Ergebnissen in den letzten vier Monaten 64 Prozent, bei Mobile-SERPs 62 Prozent. In der englischsprachigen Suche ist ein gegensätzlicher Trend zu erkennen. Hier soll die Zahl der Featured Snippets deutlich zurückgehen und viele der hervorgehobenen Ergebnisse durch ein Knowledge Graph ersetzt worden sein (Moz).

Webmaster Hangouts im November 2017

Webseitenbetreiber können in den Google Webmaster Hangouts Fragen einreichen. In diesen Hangouts beantwortet John Müller, Webmaster Trend Analyst bei Google, die eingereichten Fragen. Wie immer stellen wir hier die wichtigsten Aussagen zusammen.

Text und Bild Above the Fold

Eine der eingereichten Fragen bezog sich auf Text und Bilder above the fold, also in dem Bereich, den ein Webseiten-Besucher auf den ersten Blick, ohne zu scrollen sieht. Es ging um den Eindruck, dass auf Webseiten statt Text immer häufiger große Bilder und irgendwo Text erscheint und wie sich das auf das Ranking auswirkt.

Laut John Müller ist das für Nutzer vor allem bei beliebigen Bildern ein Problem. Wenn die Bilder thematisch zur Seite passen, sind Bilder statt Text above the fold in Ordnung. Eine Ausnahme ist Werbung. Wenn hauptsächlich Anzeigen above the fold sichtbar sind und keine eigentlichen Inhalte, ist das schlecht für die User Experience – in der Desktop-Version und auch mobile. Wie Müller betonte, sei das etwas, worauf Google achte, speziell in der mobilen Version.

SEO-Vorteile von .com Domains

Die Vorteile von klassischen .com-Domains liegen laut Müller eher im Marketing-Bereich als im SEO, da sich Nutzer die Domains möglicherweise besser merken können. Google ordne .com-Domains den generischen Top Level Domains zu und da gebe es eine ganze Menge.

Auch neue Endungen, beispielsweise Städte-Domains wie .berlin, werden ebenfalls als Top Level Domains gesehen und bringen dadurch kein Geotargeting mit sich.

Google passt Meta Description an

Es ist normal, dass je nach Suchanfrage die Meta Description im Snippet von Google leicht angepasst wird. Für den Snippet wird dabei nur die Meta Description im Meta Tag (HTML Element im Quellcode der jeweiligen Unterseite) einbezogen. Die Beschreibung, die in den strukturierten Daten im Item Pop hinterlegt wurden, werden nicht als Meta Description verwendet.

Zudem erklärte Müller, dass eine Site-Abfrage (Google-Suche mit dem Befehl site:beispielseite.de) für Google eine unnatürliche Suche sei. Das Snippet entspricht dadurch nicht unbedingt dem, was Nutzer sehen würden. Wenn man in der Search Console die Keywords anschaut und dann danach sucht, sieht man, welcher Snippet wirklich für die Nutzer angezeigt wird.

SEA Monatsrückblick November 2017

Countdown-Funktion für Bing Ads

Eine Anzeige bei Bing lässt sich neuerdings mit einem Countdown versehen. Der Countdown wird automatisch aktualisiert, wenn das Ergebnis näherkommt. Eine Einstellung ist nach Tagen, Stunden und Minuten möglich.

Durch die Countdown-Funktion kann Aufmerksamkeit für ein Sonderangebot erzielt werden, das nur für kurze Zeit verfügbar ist, oder auf ein bevorstehendes Ereignis hingewiesen werden. Anzeigen mit Countdown werden erst ab einem festgelegten Zeitpunkt eingeblendet, und nur bis der Countdown abgelaufen ist.

Social Media Monatsrückblick November 2017

Twitter verdoppelt maximale Tweet-Länge auf 280 Zeichen

Erst war es ein Test, wenige Wochen später wurde offiziell, dass Twitter das Zeichenlimit für Tweets verdoppelt. Seit diesem Monat sind nun 280 statt bislang 140 Zeichen erlaubt. Nicht verwunderlich, dass der Hashtag #280Zeichen in den Trends schnell ganz oben stand.

Twitter verspricht sich durch die Anhebung mehr Tweets und ein höheres Engagement. Die Nutzer müssen nicht mehr einzelne Buchstaben oder ganze Wörter streichen, um ihren Tweet senden zu können. Vor der Umstellung sollen 9 % der englischsprachigen Tweets das Limit erreicht haben, seit der Verdopplung soll es nur noch 1 % sein, erklärte Twitter.

Mit Bildern und GIFs: Neue Umfrage-Funktion auf für Facebook-Seiten

Anfang Oktober bei Instagram, ein Monat später bei Facebook: Betreiber von Facebook-Seiten können mit einer neuen Funktion nun auch Umfragen starten. Der Button „Umfrage erstellen“ findet sich bei den Beitragsoptionen, sowohl in der Desktop-Variante als auch in der App.

Seitenadministratoren können die Umfrage mit Bildern oder GIFs anreichern und zwei Antwort-Optionen zur Auswahl geben. Zudem lässt sich festlegen, ob die Abstimmung nach 1 Tag, 1 Woche, Nie oder einem individuellen Zeitraum enden soll. Seitenbetreiber können einsehen, wie viele Stimmen abgegeben werden und welche Fans für welche Option gestimmt haben.

Über den Autor
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Herbert Buchhorn ist Geschäftsführer von Clicks Online Business, einer Performance Marketing Agentur mit Büros in Berlin, Dresden, München und Köln. Als gefragter Marketingexperte betreut er mit seinem 40 Mann starken Team nationale wie internationale Onlineprojekte von Unternehmen unterschiedlichster Branchen.
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