01.11.2017

Die News aus dem Oktober: SEO: Google First Index wird Live getestet und das Format Q&A Videos wird wiederbelebt. SEA: Neue AdWords Oberfläche wird für alle ausgerollt, das Tagesbudget wird verändert und dynamische Suchanzeigen für Bing Ads kommen. Social Media: Facebook schock mit Test des Explorer Feeds und ermöglicht Stories jetzt auch für Unternehmen, während Instagram eine Voting-Funktion in die Stories integriert.

SEO Monatsrückblick Oktober 2017

SEO-News im Oktober 2017. Unter anderem: Google First Index wird Live getestet und das Format Q&A Videos wird wiederbelebt.

Google teste Mobile First Index Live

Der Google Mobile First Index wird bereits von Google Live getestet. Um die Implementierung für alle Seiten so unproblematisch wie möglich zu gestalten, müssen die Tests im Vorfeld mit echtem Content durchgeführt werden. Die Tests sollten jedoch nach John Müller keine sichtbaren Auswirkungen auf Webseiten haben. Ein festes Datum für die Einführung des Mobile First Index steht nicht fest.

Google lässt Frage und Antwort Videos wiederaufleben

Bis vor drei Jahren konnten Webseitenbetreiber und SEOs Fragen bei Google einreichen, die in Form von kurzen Videos beantwortet wurden. Die gestellten Fragen wurden von Matt Cutts, zu dem Zeitpunkt Mitarbeiter im Webspam-Team von Google, in den Videos beantwortet. Nach seinem Weggang von Google wurden dieses Format auf Eis gelegt.
Google ruft das Projekt wieder ins Leben und Fragen können auf der Seite Google Webmaster Central 2017 Q&A eingereicht werden.

Webmaster Hangouts im Oktober 2017

Webseitenbetreiber können in den Google Webmaster Hangouts Fragen einreichen. In diesen Hangouts beantwortet John Müller, Webmaster Trend Analyst bei Google, die eingereichten Fragen. Das Team von Clicks stellt in jedem Monatsrückblick die wichtigsten Aussagen zusammen.

Eindeutige Ankertexte (Linktexte) für interne Verlinkung sind generischen Linktexten zu bevorzugen

Generische Ankertexte wie „Klick hier“ sollten für interne Verlinkugen vermieden werden. Damit der Google Crawler die Website besser versteht, sind eindeutige Ankertexte zu bevorzugen. Denn dem Google Crawler wird somit übermittelt, in welchen Kontext die zu verlinkende Seite steht. So ist beispielsweise der Ankertext „Bedeutung der Ankertexte bei interner und externer Verlinkung“ gegenüber dem generischen Linktext „Auf dieser Seite“ für die Verlinkung auf den Clicks-Beitrag https://www.clicks.de/blog/bedeutung-der-ankertexte-bei-interner-externer-verlinkung zu präferieren.

Content hinter „Tabs“, der per Klick nachgeladen wird, wird von Google nicht indexiert

Content, der sich hinter Tabs verbirgt, wird von Google in den Index aufgenommen. Wenn der Content erst geladen wird, wenn auf den Tab geklickt wird und die URL unverändert bleibt, verwendet Google den Content nicht für den Google Index.

Nicht alle Links werden in der Google Search Console angezeigt

In der Google Search Console werden unter dem Bericht „Links zu Ihrer Website“ nicht alle Links angezeigt. Nach John Müller versucht Google nur die relevanten Links anzuzeigen, so werden beispielsweise nicht alle seitenweiten Verlinkungen angezeigt.

Verlinkungen im Header, Footer und der Sidebar werden ähnlich von Google wahrgenommen

Google unterscheidet zwischen dem primären Content und dem sogenannten Boiler Plate (Elemente die den Primären Content umgeben wie Header, Sidebar, Footer). Innerhalb des Boiler Plates wird nach John Müller nicht unterschieden, ob sich der Link im Footer, in der Sidebar oder im Menü befindet.

Grammatik ist kein direkter SEO-Faktor

Grammatikalische Fehler werden von den Algorithmen nicht bewertet. Wichtig in diesem Zusammenhang sind Usersignale. Hat einen Webseite eine schlechte Rechtschreibung, ist davon auszugehen, dass die Webseite weniger vertrauenswürdig ist und somit schlechtere Usersignale hat.

SEA Monatsrückblick Oktober 2017

SEA-News im Oktober 2017. Neue AdWords Oberfläche wird für alle ausgerollt, das Tagesbudget wird verändert und dynamische Suchanzeigen für Bing Ads kommen.

Neue AdWords Oberfläche für alle ausgerollt

Die neue AdWords Oberfläche ist nun für alle Werbetreibenden sichtbar. Insgesamt wirkt es nun moderner und aufgeräumter. Eine schnellere und intuitivere Bedienung steht im Vordergrund. Die Ladezeiten der Kontoseiten sollen nun um bis zu 20% schnelleren sein. Auch die Navigation wurde erleichtert, wodurch es nun möglich sein soll, in kürzerer Zeit mehr zu erreichen. Beispielsweise ist es ab sofort möglich, Kampagnen in nur einem einzigen Schritt mehrere Anzeigenerweiterungen hinzuzufügen. Ein einfacher Zugang zu den wichtigsten Insights der Kunden ermöglichen außerdem das Ergreifen sofortiger Maßnahmen, um bessere Ergebnisse erzielen zu können. Wer sich mit dem neuen Interface noch nicht anfreunden kann, hat momentan noch die Möglichkeit, zwischen dem alten und neuen Layout zu switchen.

Tagesbudget verändert

Seit dem 4. Oktober ist es möglich, das Doppelte des durchschnittlichen Tagesbudgets für Kampagnen auszugeben, wodurch Werbeziele (bspw. Klick und Conversions) schneller erreicht werden können. Die Angst, dass damit aber auch die Kontrolle über das Werbebudget verloren geht, schwingt mit. Besonders bei Kampagnendauern von weniger als einem Monat könnte es problematisch werden, denn hier wird es kein monatliches Abrechnungslimit geben, sodass nun vorsichtiger kalkuliert werden sollte.

In der kommenden Zeit gilt vor allem, dass Veränderungen des Tagesbudgets, besonders bei automatisierten oder Display-Kampagnen, aber auch bei Shared Budgets oder Laufzeitbudgets unter einem Monat im Blick behalten werden sollten.

Dynamische Suchanzeigen für Bing Ads

Seit diesem Monat sind dynamische Suchanzeigen auch für Bing Ads verfügbar.

Diese Suchanzeigen eignen sich besonders für Inserenten, die noch über wenig Erfahrung im Bereich Suchmaschinenwerbung verfügen und dies dennoch einfach testen möchten. Genauso sind sie für solche geeignet, bei denen aufgrund des großen Katalogs und sich ändernder Kombinationen aus Produkten ein Verwalten der Suchanzeigen für jedes Produkt einzeln, sehr aufwendig wäre.

Die Vorteile im Überblick:

  • Relevante und adressierte Anzeigen werden basierend auf den Inhalten Ihrer Webseite automatisch ausgespielt
  • Die Verwaltung von Keyword-Listen, Gebotsanpassungen und -aktualisierungen entfallen
  • Zusätzliche Abschlüsse können durch automatische Anpassung auf neue Abfragen generiert werden

Social Media Monatsrückblick Oktober 2017

Social Media News im Oktober 2017. Facebook schock mit Test des Explorer Feeds und ermöglicht Stories jetzt auch für Unternehmen, während Instagram eine Voting-Funktion in die Stories integriert.

Facebook – Kommt der Explorer Feed?

Den Aufreger im Oktober hat Facebook geliefert: In einigen Ländern wurde der „Explore-Feed“ getestet. In diesem Test verfügt der Nutzer über zwei Facebook-Feeds: Den Standard-Newsfeed, in dem nur noch Beiträge von Freunden sowie bezahlte Posts von Unternehmen angezeigt werden, und eben diesen Explore-Feed, in welchem alle übrigen Beiträge – von gelikten oder unbekannten Seiten – landen. Der Aufschrei war groß, befürchten Seitenbetreiber dadurch doch einen enormen Reichweitenverlust. Und das, obwohl die organische Reichweite ohnehin bereits in der letzten Zeit stark eingeknickt war.

Durch die Aufregung sah sich Facebook genötigt, Stellung zu beziehen und versuchte, die Situation abzuschwächen. Was in Zukunft auf Seitenbetreiber zukommen wird und ob der Explore-Feed kommt, bleibt abzuwarten und hängt maßgeblich von der Reaktion der Nutzer ab.

Facebook – Stories jetzt auch für Unternehmen

Stories auf Facebook gibt es seit Anfang 2017, seit August auch die Desktop Version für dieses Feature. Gegenüber Techcrunch erklärt Facebook, dass nun auch Unternehmensseiten die Möglichkeit bekommen sollen, die Story-Funktion zu nutzen. In den nächsten Monaten soll diese Funktion nach und nach für alle Seiten ausgerollt werden. Bedient werden kann die Story wohl zunächst nur über die Smartphone App.

Instagram mit Voting-Funktion

Seit Anfang Oktober ist es möglich, Votings in die Instagram-Stories einzubauen. Für die Followern besteht damit die Chance, ihre Meinung zur gestellten Umfrage abzugeben. Die Abstimmungsergebnisse sind für den Seitenbetreiber sichtbar. Dadurch ist es für Unternehmen möglich, auch in der Instagram Story mit den Followern in einen direkten Austausch zu treten. Dies bietet die Möglichkeit, gegebenenfalls auf Kundenwünsche zu reagieren.

Quelle: Offizieller Instagram Blog

Über den Autor
Profilbild des Autors
Herbert Buchhorn ist Geschäftsführer von Clicks Online Business, einer Performance Marketing Agentur mit Büros in Berlin, Dresden, München und Köln. Als gefragter Marketingexperte betreut er mit seinem 40 Mann starken Team nationale wie internationale Onlineprojekte von Unternehmen unterschiedlichster Branchen.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.