02.10.2017

Die News aus dem September: SEO: Abfrage von Fehlerseiten kann das Crawling-Budget belasten. SEA: Neues AdWords Interface erweitert Shopping-Metrik. Social Media: Facebook führt Power Editor und Werbeanzeigenmanager zusammen, Twitter testet Tweets mit 280 Zeichen und Whatsapp nimmt Business-Accounts in Angriff.

SEO Monatsrückblick September 2017

Neue Erkenntnisse über den Einfluss von 404/410 Seiten auf das Crawling Budget und aktuelle Aussagen zur allgemeinen Wichtigkeit von Link-Audits

Einfluss von 404/410 Seiten auf das Crawling Budget

Wie John Müller per Twitter Antwort bestätigte, kann die Abfrage von 404/410 Seiten das normale Crawling Budget belasten, jedoch schränkt er ein, dass dieses Vorgehen weniger oft vorkommt, da Google Seiten dieser Art weniger oft ansteuert.

Eine weitere Einschränkung ist, dass diese Vorgehensweise seitens Google normalerweise nur dann vorkommt, wenn die Seite bereits vollständig gecrawlt wurde und Crawling Budget übrig ist.

Bedeutung von Link-Audits

Laut Google-Mitarbeiter Gay Illyes ist das Durchführen von Link-Audits und die damit verbundene Einreichung und Abwertung schädlicher/ zweifelhafter Backlinks meist unnötig.

Jedoch lässt sich zum einen sagen, dass bei einer regelmäßigen Durchführung der zeitliche Aufwand überschaubar bleibt, zum anderen ist ein Link-Audit mit entsprechender Programmhilfe ein effektiver Weg, schädliche Links schnell und unkompliziert zu erkennen und durch eine Einreichung bei Google abzuwerten.

ACHTUNG: Auch wenn der Algorithmus von Google, wie von Gay Illyes beschrieben, bereits in der Lage ist Backlinks richtig einschätzen zu können, so ist ein Link-Audit mit abschließender Backlinkentwertung der sicherere Weg, dies auch zu 100% abzusichern.

Google Hangouts September

Die Google Webmaster Hangouts sind von John Müller, Webmaster Trend Analyst von Google, geleitete Frage- und Antwortrunden, in den direkten Fragen zu SEO-Themen an Google gestellt werden können. Wie jeden Monat fast Clicks die wichtigsten Themen zusammen.

1.) Bedeutung von Keywords in der URL

Schlüsselwörter in die URL einzubauen hat minimalen Einfluss auf das Ranking, jedoch ist die Bedeutung so gering, dass es keine sichtbaren Veränderungen gibt.

2.) Seite effektiv aus der Websuche entfernen

Eine komplette Seite in einer robots.txt-Datei auf „disallow“ zu setzen bedeutet nicht, dass diese Seite nicht mehr gesucht und gefunden werden kann. Google ist weiterhin in der Lage, Seiten auf Basis der Informationen aus den Ankertexten zu indexieren.

Der schnellste Weg eine Seite aus der Suche zu entfernen ist das „Tool zum entfernen“ in der Search Console.

3.) Umgang von Google mit eingesandten Spamberichten

Nicht alle eingehenden Spam Berichte werden manuell überprüft und umgesetzt. Google trifft eine Vorauswahl, bei der Berichte mit den größten Auswirkungen im Mittelpunkt stehen.

4.) Vorgehen von Google bei HTTPS Seiten ohne gültiges SSL Zertifikat

Entdeckt Google eine HTTPS Seite ohne gültiges SSL Zertifikat wird diese umgangen und die HTTP Version vorgezogen.

5.) Richtige Verfahrensweise mit Alt Attributen

Laut John Müller haben Alt Attribute keine Beschränkung in ihrer Länge, sodass es möglich ist Bilder mit einzelnen Wörtern, wie auch mit ganzen Sätzen zu beschreiben.

 

Bedeutung haben sie vor allem für die Bild-/ Websuche, jedoch ist hier ihr Einfluss bei der Websuche gering, da eine Seite genug anderen Inhalt bereithält, der für eine Websuche im Regelfall vorgezogen wird.

 

SEA Monatsrückblick September 2017

Erweiterte Shopping-Metrik im neuen AdWords Interface verfügbar.

Anteil an Top-Impressionen in Google Shopping

Die neue Metrik trägt den Namen „Anteil an Impressionen an oberster Position“ und lässt sich berechnen, indem man die erzielten Impressionen an oberster Position durch die insgesamt möglichen Impressionen an oberster Position teilt.

Google bezieht diese „Top-Platzierung“ auf den Anzeigenplatz, der im Shopping Karussell an erster, sprich linker Stelle eingeblendet wird und verkündet, dass diese prominente Platzierung für bis zu drei mal mehr Engagement der Internetnutzer sorgen soll.  Hier muss allerdings beachtet werden, auf welchem Endgerät die Shopping-Anzeigen ausgespielt werden. Auf Grund der begrenzten Anzeigenplätze bei mobiler Ausspielung dürfte hier zum Beispiel ein höherer Effekt zu erwarten sein, als bei den mehrzeiligen Einblendungen auf dem Desktop.

Social Media Monatsrückblick September 2017

Facebook führt Power Editor und Werbeanzeigenmanager zusammen, Twitter testet Tweets mit 280 Zeichen und Whatsapp nimmt Business-Accounts in Angriff.

Facebook – Zusammenführung von Power Editor und Werbeanzeigenmanager

Die neue Oberfläche des Facebook Werbeanzeigenmanagers kombiniert die alten Funktionen mit dem Power Editor und soll letzteren ablösen. Die Vorteile beider sollen in dieser verbesserten Version vereint werden. Vor allem soll die mobile Bedienung damit verbessert werden. Weiterhin wird es sowohl die Quick Creation und Guided Creation geben. Auch bei den Reportings werden Elemente beider verknüpft.

Twitter – Test von Tweets mit 280 Zeichen

Bisher gehören die 140 Zeichen pro Tweet zum Markenzeichen von Twitter. Das könnte sich demnächst ändern. Aktuell testet Twitter Tweets mit 280 Zeichen. Als Grund gibt Twitter an, dass viele Nutzer frustriert seien, da sie schnell an die Grenze der 140 Zeichen stoßen und schließlich eventuell notwendige Wörter streichen müssen oder den Tweet erst gar nicht absenden. Ausgenommen davon sind Japan, China und Korea, da hier nur 0,4% aller Tweets die Zeichengrenze erreichen.

© twitter.com

 

 

Whatsapp – Businessprofile im Anmarsch

Im Februar wurden die Gerüchte zu einer Whatsapp Nutzung für Unternehmen lauter. Im September äußerte sich erstmals Whatsapp mit konkreten Plänen dazu. Whatsapp testet nun neue Tools für folgende Neuerungen:

  • Kostenlose WhatsApp Business App für kleine und mittelständige Unternehmen
  • Lösung für Großunternehmen mit globalen Kunden

Den Anforderungen der Unternehmen auf ein verifiziertes Profil und die unkomplizierte Möglichkeit, auf Kundennachrichten zu reagieren soll nachgekommen werden.

 

© wabetainfo.com

Bisher nur wenige Details bekanntgegeben

  • Unternehmen erhalten ein Profil mit Angaben zur Adresse, E-Mail-Adresse und der Möglichkeit der Verknüpfung zu Social Media Accounts
  • Das Unternehmen kann Stunden angeben, in denen es verfügbar ist
  • Autoresponder einstellbar, wenn Unternehmen nicht verfügbar ist
  • Nutzer können Unternehmen blockieren, wenn sie keine weiteren Nachrichten empfangen wollen

Die Businessprofile werden aktuell im Pilotentest an wenigen Unternehmen getestet. Wann diese Möglichkeit für alle verfügbar ist, ist nicht bekannt.

Über den Autor
Profilbild des Autors
Herbert Buchhorn ist Geschäftsführer von Clicks Online Business, einer Performance Marketing Agentur mit Büros in Berlin, Dresden, München und Köln. Als gefragter Marketingexperte betreut er mit seinem 40 Mann starken Team nationale wie internationale Onlineprojekte von Unternehmen unterschiedlichster Branchen.
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