03.09.2014

Aus aktuellem Anlass möchten wir auf ein Problem eingehen, von dem viele Website-Betreiber sprichwörtlich ein Lied singen können: Der unerwartet auftretende Abfall der Suchmaschinenrankings relevanter Keywords im Zeitraum von nur wenigen Tagen.

Google Ranking-Absturz innerhalb weniger Tage

Schon während des Abrufs der wöchentlichen Rankings waren die überwiegend negativen Entwicklungen nicht zu übersehen: Wie man der Markierung im SISTRIX-Sichtbarkeits-Diagramm der Beispieldomain entnehmen kann, gab es auf besagter Seite innerhalb einer Kalenderwoche einen Abfall der Sichtbarkeit relevanter Keywords von mehr als 60%. Da in den den letzten Monaten jedoch eine eher positive Entwicklung zu verzeichnen war, stellt sich die Frage nach den Ursachen für einen derartigen Ranking-Abfall, der sich zwar nur indirekt, nicht selten aber auch negativ auf die Besucherzahlen der Seite auswirken kann. Gerade wer SEO für Onlineshops betreibt, muss möglichst kurzfristig die Gründe des Rankingabsturzes herausfinden, um größere Umsatzeinbußen zu verhindern.

Rankingverlust: Ursachen aus SEO-Sicht

Die nachfolgenden Hinweise sollen ein hilfreicher Ansatz sein, wie man ohne den Einsatz spezieller Tools und dennoch relativ schnell die häufigsten Ursachen für einen plötzlichen Rankingabfall von Webseiten herausfindet.

Es ist allgemein bekannt, dass die Rankings einer Website über längere Zeiträume hinweg immer gewissen Schwankungen unterliegen. Diese können unter anderem aus Google-Algorithmus-Updates resultieren oder auch saisonal bedingt sein. In den seltensten Fällen steckt hinter den negativen Entwicklungen eine der (manuellen) Abstrafungen durch die Quality Rater der Suchmaschine – besser bekannt unter dem gefürchteten Begriff „Penalty“ (Betroffene sehen dann gerne so aus).

Hat man als Seitenbetreiber keine böse Mail von Google bekommen, ist dies schon mal ein sehr gutes Zeichen. Nichtsdestotrotz sollte umgehend mit der Ursachenforschung begonnen werden, um die relevanten Keywords wieder auf ihr ursprüngliches Level zu bringen. Idealerweise prüft man zuerst, welche Webdokumente der eigenen Seite sich aktuell überhaupt im Index der Suchmaschine befinden. Für diese Aufgabe hat sich die sogenannte Google-Site-Abfrage als äußerst hilfreiches Werkzeug erwiesen.

Rankingabfall mit Google-Site-Abfrage prüfen

Mit Hilfe des Querys „site:meine-domain.de“ werden alle Dokumente der Domain „meine-domain“ und zugehöriger Topleveldomain „de“ aus dem Google-Index abgefragt und anschließend auf einer SERP (Search Engine Results Page) ausgegeben. Um auch wirklich alle indexierten Webdokumente zu erhalten, ist zu empfehlen, die Site-Abfrage ohne Angabe von Subdomains wie „www“ durchzuführen.

Jetzt steht die Überprüfung der Ergebnisse an. Der folgende Fragenkatalog soll eine kleine Hilfestellung sein, um etwaige Fehler möglichst schnell zu erkennen:

  • Sind Seiten mit gleichem Inhalt unter verschiedenen URLs indexiert? (Duplicate Content)
  • Wurde auf Seiten für mobile Endgeräte, die im Idealfall unter einer Subdomain zu erreichen sind, ein Canonical zu den originalen Inhalten gesetzt?
  • Werden Dokumente angezeigt, die eigentlich nicht für die Indexierung bestimmt sind?
  • Werden Seiten ohne Inhalt angezeigt?
  • Sind alle angezeigten Seiten erreichbar, d. h. liefern die Seiten einen Statuscode 200 zurück?
  • Sind Aufbau und URL-Struktur der angezeigten Seiten korrekt?
  • Fehlen relevante Seiten oder sind eventuell ganze Verzeichnisse nicht indexiert?

Fazit

Die Google Site-Abfrage ist ein äußerst nützliches und dazu noch kostenloses Tool, um Hinweise auf grundlegende Onpage-Fehler einer Website zu erhalten. Fehler werden im Idealfall sofort erkannt und können im Anschluss beseitigt werden. Bewegt sich die Größe der Seite hinsichtlich der indexierten Dokumente in einem relativ überschaubaren Rahmen, ist diese Variante der Ursachenforschung auch ohne weiteres anwendbar.

Problematisch wird es jedoch bei größeren Webprojekten oder Onlinehops, die oftmals mehrere Tausend Produkte beinhalten. Für die Überprüfung des Indexierungsstatus dieser Domains empfiehlt sich die Verwendung zusätzlicher Hilfsmittel wie beispielsweise der Google Webmaster Tools.

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