14.02.2014

Blumen, Schokolade und ganz viel Herz. Alle Jahre wieder verbindet der Valentinstag Liebende auf der ganzen Welt. Lässt sich Liebe messen? Sicher nicht. Was sich hingegen ganz leicht zählen lässt, sind die Suchanfragen, die jedes Jahr bei Google zum Thema Valentinstag eintrudeln. Erstaunlich viele Liebende (etwa 7.000) nehmen beispielsweise an, dass es sich beim 14. Februar stets um einen „Valendienstag“ handelt. Diesen und viele weitere herzallerliebste Fakten in unserem kleinen Überblick zum Vize-Fest der Liebe.

Google Valentinstag 2014

1. Google Trends zum Valentinstag

Mit dem beliebten Tool Google Trends kann man vereinfacht gesagt nachverfolgen, wann, wo, wonach gesucht wurde. Es lässt sich ablesen, zu welcher Zeit im Jahr ein Thema besonders nachgefragt ist. Außerdem bietet es Anhaltspunkt für Online Marketer, ob das Interesse an einem Thema über die Jahre hinweg eher zu- oder abnimmt. Dafür lassen sich bis zu fünf Suchbegriffe miteinander vergleichen und auswerten.
Dabei wird nicht die absolute Anzahl Suchanfragen dargestellt, sondern das Suchinteresse in Relation zum Höchstwert innerhalb eines bestimmten Zeitraums gesetzt. Der Wert 100 steht dabei stellvertretend für diesen Höchstwert. Zudem werden die Suchanfragen nach Regionen sortiert, verwandte Suchanfragen aufgezeigt und beliebte Suchkombinationen aufgelistet.

Valentinstag bei Google Trends

Der Tag der Liebenden erlebt jedes Jahr aufs Neue ein Revival, was die Suchanfragen betrifft. Im Zeitraum von 10 Jahren (2004-2014) wurden im Jahr 2005 die meisten Suchanfragen gestellt. Das Chart zeigt ein deutliches Muster: Während im restlichen Jahr praktisch keine Suchanfragen zum Valentinstag eingehen, schießen diese im Monat Februar in die Höhe.

Da der Begriff nur in deutschsprachigen Ländern verwendet wird und der Valentinstag zudem nicht überall am 14. Februar begangen wird, hat der Begriff in Deutschland (100), Österreich (93) und der Schweiz (58) seinen Suchschwerpunkt.

Die beliebteste Suchkombination zum Valentinstag steht ganz im Geiste des Geschenkesuchens: „zum Valentinstag“ (100) während die beliebteste verwandte Anfrage der „Valentine’s Day – Holiday“ (100) ist.

Der Valentinstag verdeutlicht eindrucksvoll, wie stark das Suchinteresse nach bestimmten Themen innerhalb eines Jahres schwanken kann. Die teilweise enormen saisonalen Schwankungen bei einzelnen Suchbegriffen und –themen ist nicht nur von großer Bedeutung für die zeitliche Optimierung von AdWords-Kampagnen, sondern kann bei Onlineshops je nach Portfolio mehr oder weniger den Geschäftsverlauf bestimmen.

2. Unterschiedliche Google Suchanfragen zum Valentinstag

Während der Suchbegriff „Valentinstag“ noch sehr unkonkret ist, ergeben sich viele verwandte Suchanfragen, die sich nach dem dahinter stehenden Suchinteresse aufschlüsseln lassen. Diese Daten sind eine wichtige Planungsgrundlage für Online Marketer und SEOs, um Bedarfe zu ermitteln und ihr Onlineangebot entsprechend auszurichten.

Der Begriff „Valentinstag“ wurde im letzten Jahr durchschnittlich 135.000-mal bei Google eingegeben. Diese Zahl hat jedoch ohne einen Blick in den Jahresverlauf wenig Aussagekraft. Auf den zweiten Blick zeigt sich die Konzentration der Anfragen auf den Februar – mit über 1,2 Millionen Suchanfragen für den Begriff „Valentinstag“.
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Doch wie kann man die Keyword-Analyse jetzt strategisch einsetzen? Sie zeigt dem Nutzer ganz genau, welche Keyword-Kombinationen wie häufig gesucht werden. Ein Beispiel: zu der Kombination „Valentinstag Geschenke“ wurde letztes Jahr durchschnittlich 12.100-mal gesucht, „Geschenke zum Valentinstag“ dagegen nur 1.300-mal. Noch weniger Suchvoluminen hat „Geschenkideen Valentinstag“ mit gerade einmal 480 durchschnittlichen Anfragen. Wer sein Onlineportfolio entsprechend anpasst, erhöht die Chance auf mehr Besucher und damit auf höheren Umsatz.
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Die Anzahl der Suchanfragen sind ein wichtiger Faktor für die Optimierung von Onlineinhalten. Genauso wichtig ist es jedoch, diese Suchanfragen zu kategorisieren, um a) verwandte Suchanfragen zu ermitteln und b) bei der Optimierung gezielt Begriffe auszuschließen, da sie für den eigenen Onlineshop nicht relevant sind.

valentinstag-keywordsDer Screenshot oben zeigt ein grobes Raster, wie sich Suchanfragen kategorisieren lassen. Die Kunst der Suchmaschinenoptimierung liegt nun darin, eine Website einerseits auf ein bestimmtes Thema zu fokussieren, aber auch die verwandten Thematiken (und deren Suchbegriffe) im Blick zu haben, um etwa saisonale Nutzerbedürfnisse aufzufangen. Eine Website für Kochrezepte kann beispielsweise spezielle Inhalte zu „romantischen Rezepten“ bereitstellen und damit vom erhöhten Suchinteresse profitieren, das hierzu rund um den Valentinstag im Februar besteht (siehe Screenshot unten).
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3. Alles Liebe zum „Vallentinstag“

Eigentlich könnte man meinen, dass der Valentinstag heutzutage nicht mehr falsch geschrieben wird. Schließlich wurde der Begriff bereits im Jahr 1915 in den Duden aufgenommen. Allerdings kommt es nicht selten vor, dass sich beim schnellen Tippen auf der Tastatur Rechtschreibfehler bei der Google Recherche einschleichen. Da sich das Suchvolumen des Begriffes „Valentinstag“ daher ständig ändert und erweitert, werden auch immer öfter falsche Schreibweisen generiert.

Was die Suchanfragen betrifft, sind die User im Web bei ihrer Google Recherche sehr kreativ. So wird der Tag der Verliebten auch gern mal als „Vallentinstag“ oder „Vallentienstag“ bezeichnet. Die Verdopplung des Konsonanten lässt sich durch den betont kurzen Vokal erklären. Ein noch größeres Suchvolumen weist dagegen die Schreibweise „Valendienstag“ auf. Mit dieser Schreibweise assoziiert man unweigerlich den Wochentag anstatt den Tag der Liebenden.

Valentienstag – Der Tag der Verliebten?

Den meisten Zuspruch findet dagegen die Falschschreibweise „Valentienstag“. Diese Schreibweise ist auf die deutsche Grammatik zurückzuführen, da in der deutschen Sprache das lange i durch ein ie kenntlich gemacht wird. Die Zahl derer, die diese Falschschreibweise in die Suchmaske bei Google eingeben, beträgt im Februar etwa 18.000. Ein ähnlicher Trend lässt sich auch bei der Falschschreibweise „Valendienstag“ ausmachen. Hier zeigt das Suchvolumen einen Wert von etwa 7.000.
valentinstag-google-falschschreibweisen
Gelegentlich wird auch mit dem Begriff „Valenttinstag“ eine Suchanfrage bei Google gestartet. Genauso selten findet das Wort „Fallentinstag“ Beachtung. Generell scheint zu gelten: Je höher die Anzahl der Suchanfragen zu einem bestimmten Begriff, desto höher auch die Anzahl der registrierten Falschschreibweisen. Dass Liebe gänzlich blind macht, lässt sich jedoch nicht behaupten. Immerhin wird der korrekte Begriff „Valentinstag“ etwa 1.200.000-mal gesucht, während zum „Valentienstag“ gerade mal 18.000 Suchanfragen eingehen.

4. Google Doodle zum Valentinstag

Auch in den letzten Jahren versüßte uns Google schon mit seinen Doodles zum Thema „Liebe“ den Valentinstag.  Kleine Botschaften sollen an die wahren Werte der Liebe erinnern und wurden spielerisch, musikalisch oder filmisch in den Google Doodles in Szene gesetzt. Hier ein kleiner Rückblick.

2012: Cartoon Video mit Liebestipps

Im Jahr 2012 zeigte Google zum Valentinstag ein romantisches Doodle in Form eines Videos, in dem ein kleiner verliebter Junge versucht, ein Springseil springendes Mädchen mit Geschenken aus dem Internet für sich zu gewinnen, daran aber kläglich scheitert. Erst als er selbst anfängt Springseil zu springen, finden die beiden zu einander. Das Video ist mit süß-verträumter Musik untermalt und soll eine Botschaft vermitteln: Wahre Liebe lässt sich nicht mit Geschenken kaufen, sondern entsteht durch gemeinsame Interessen und Aktivitäten.

2013: Spielerische Erklärung der Liebe

Auch im darauffolgenden Jahr zeigte sich Google wieder von seiner romantischen Seite. Das Valentinstags-Doodle von 2013 soll ein Versuch sein, die Liebe spielerisch zu erklären. Betätigt man per Mausklick das Herz zwischen den beiden Riesenrädern, erscheinen per Zufall zwei unterschiedliche Tiere, zwischen denen dann ein Herz aufspringt. Dies soll verdeutlichen, dass Liebe zwischen allen grundverschiedensten Menschen vorkommt und, wer sich jetzt fragt, „warum sitzen die Tiere in Riesenrädern?“. Damit wird der amerikanische Erfinder George Ferris, dem Erfinder des Riesenrades, anlässlich seines Geburtstages geehrt.

2014: Pralinen online backen und verschenken

In diesem Jahr lässt Google seine Nutzer selbst aktiv werden und fordert zum virtuellen Pralinen-Backen auf. In dem Minispiel können mit wenigen Clicks verschiedenen Zutaten wie Erdbeeren, weiße Schokolade, Nüsse, bunte Streusel oder auch Ameisen zu kleinen Zuckerbomben verarbeitet werden und anschließend per Facebook, Twitter oder Google+ geteilt werden. Für alle, die heute den Gang zum realen Pralinenladen nicht schaffen.

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Clicks wünscht Euch allen einen bezaubernden Valentinstag!

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