21.04.2016

Ein wichtiger Teil der Onpage Optimierungen einer Webseite ist die interne Verlinkung. Anhand dieser finden sich sowohl Nutzer als auch Suchmaschinen auf einer Seite zurecht. Clicks erklärt warum diese Optimierung so wichtig ist.


Begiffsdefinition „interne Verlinkung“

Eine interne Verlinkung ist ein Verknüpfung, die auf einer Webseite vorkommt und auf einen anderen Teil der gleichen Domain verweist. Dazu zählen alle Links, z.B. aus dem Menü, aus dem Breadcrumb, von der Sitemap, aus dem Content und aus dem Footer.

Optimierung der internen Verlinkung für den User

Da der Nutzer das Ziel ist, sollte die Optimierung einer Seite auch hauptsächlich diesem gebühren. Je mehr Gewicht Google bei der Bewertung einer Webseite den User Signals beimisst, desto wichtiger ist es, dass die Nutzer sich auf einer Seite wohlfühlen. Man kann sich den Nutzer einer Webseite wie den Kunden im Geschäft vorstellen. Je länger er bleibt und sich mit den angebotenen Dingen auseinandersetzt, desto besser gefällt ihm vermutlich das Etablissement.

Ein Contentbereich mit internem Link zu Themenrelevanten Produkt

Eine aus dem Content ausgehender interner Link zu einem Themenrelvanten Produkt

Ein Praxisbeispiel zur Relevanz von interner Verlinkung:

Um die Aufmerksamkeit des Kunden auf das Geschäft zu richten und eine Bindung aufzubauen, stellt man beispielsweise ähnliche Produkte wie Zahnbürsten und Zahnpasta nebeneinander und hängt ein Schild „Zahnpflege“ darüber.  Im Webshop gibt es die Kategorie „Zahnpflege“, von wo aus unter anderem interne Links zu „Zahnpasta“ und „Zahnbürsten“ gehen. Klickt der Nutzer nun auf die Zahnbürsten, kann er nicht nach Links oder Rechts schauen um dort die Zahnpasta zu sehen. Er braucht dafür einen an passender Stelle platzierten internen Link zu „Zahnpasta“, um nicht erst zur Übersichtsseite zurückgehen zu müssen.

Schnelle und einfache Navigation durch bessere Verlinkungen

Eine optimierte interne Verlinkung ermöglicht dem Nutzer eine gut verständliche Navigation der Website. Dazu ist es wichtig, die Tiefe einer Webseite gering zu halten und eine flache Struktur aufzubauen. Wenn eine gesuchte Information oder ein Produkt erst über zehn Klicks und damit verbundenen vielen Unterseiten erreichbar ist, findet sich kaum ein Nutzer zurecht.

Achtung: Um die Klicktiefe zu reduzieren sollte man nicht alle Seiten ins Hauptmenü mit aufnehmen. Dies führt zu einer überfrachteten Navigation, die weder leicht verständlich ist noch dem User schnell weiterhilft.

Zu volles Navigationsmenü einer Webseite

So unübersichtlich kann ein doppeltes Menü sein. (©Screenshot Check24)

Intern mit Keywords verlinken

Sowohl für den Nutzer, als auch für die Suchmaschine gilt: ein Link im Text mit dem Wörtchen „hier“ sagt nichts darüber aus, wohin dieser Link zeigt. Leider findet sich diese Verlinkungspraxis noch auf vielen Seiten wieder. Es ist sinnvoll, den Linktext (Ankertext) sowie den Linktitle (erscheint durch das verweilen der Maus über dem Link) bei internen Verlinkungen anzupassen. So lässt sich der Suchmaschine und dem Nutzer eindeutig zeigen, wo Links hinführen, ohne den Kontext des Links erst analysieren zu müssen.

Suchmaschinen mit interner Verlinkung helfen

Zunächst muss die Suchmaschine die gesamte Seite kennenlernen, um die Inhalte bewerten zu können und Relevanzen zu Suchanfragen herzustellen. Dies geschieht über die Linkstruktur. Sind einzelne Unterseiten nicht verlinkt, wird die Suchmaschine diese auch nie finden, egal wie gut dort die Inhalte sind. Falls hierzu noch Fragen offen sind, ist der Artikel zum Thema „Funktionsweise einer Suchmaschine“ interssant.

Linkpower oder Linkjuice Prinzip – keine Power verschenken

Auch hier lohnt es sich auf jeden Fall, an den Schrauben der internen Verlinkung zu drehen. Zu häufig wird in Webshops ein Produkt über das Produktbild, den Produktnamen und die Produktbeschreibung verlinkt. Das sind zwei Links pro Produkt, welche ins Leere laufen und keine Power weitergeben. Mehr Informationen dazu finden sich im Blogbeitrag zu Problemen mit interner Mehrfach-Verlinkung.

Produktbox eines Produktlistings für optimale interne Verlinkung

So sollte ein Produktlisting im Sinne der internen Verlinkung aussehen. Jedes Produkt hat eine Produktbox (© Sitzsack-Profi)

Siloing -Themenbereiche mit interner Verlinkung klar gliedern

Immer häufiger hört man inzwischen, dass man durch Suchmaschinenoptimierung mit ganzen Themenbereichen rankt, anstatt mit einzelnen Keywords. Deshalb gilt es, diese Themenbereiche klar voneinander abzugrenzen, z.B. mit der Methode des Siloing. So lassen sich durch die interne Verlinkung Themencluster erstellen. Diese haben innerhalb des Clusters mehrere Seiten, welche sich referenzieren und untereinander eine dichte Verlinkungsstruktur haben.

Fazit – gute interne Verlinkung wird belohnt

Weil durch interne Links gleich zwei Parteien zufrieden gestellt werden müssen, der Nutzer und die Suchmaschinen, und eine Webseite zudem stetig weiter wächst, sollte man die Optimierung der internen Verlinkung immer im Auge behalten. Sich im Wirrwarr der Ankertexte und Linkplätze zurechtzufinden, kann gerade bei großen Seiten auch für Profis eine anspruchsvolle Aufgabe sein.

Wer sich noch einmal zu den Grundprinzipien der internen Verlinkung belesen möchte, dem wird im Artikel „OnPage SEO Teil 4: Grundprinzipien bei interner Verlinkung“ weitergeholfen.

Trend Chart vergleich offpage und onpage interesse bei Google

Google Trend Chart zum Vergleich von Interesse an Onpage und Offpage. (©Google Trends)

Auch die Konkurrenz schläft nicht. In Google Trends lässt sich ein deutlicher Anstieg beim Thema Onpage ausmachen. Lassen Sie sich beim Optimieren von wichtigen Onpage Faktoren, wie der internen Verlinkung auf Ihrer Seite, von den SEO Profis bei Clicks Online Business helfen, um in Zukunft besser gefunden zu werden.

 

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