07.08.2015

Die Suchmaschinenoptimierung ist sehr komplex. Google berücksichtigt ca. 200 Rankingfaktoren für die Bewertung von Webseiten. Dabei stellen sich viele Webseitenbetreiber die Frage, wie man mit der Suchmaschinenoptimierung am besten anfängt.

Überblick verschaffen

Um zu wissen, welche Schwerpunktsetzungen bei der Suchmaschinenoptimierung notwendig sind, bietet es sich an, sich zuerst einen Überblick zu verschaffen. Fehlerquellen können schon mit einfachen Suchabfragen gefunden werden. Dafür eignet sich die Siteabfrage mit dem Suchoperator site:url an. Mit dieser Suchabfrage sieht man auf einen Blick, wie viele Seiten im Index von Google gelistet sind. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf Optimierungsmaßnahmen ziehen. Am Beispiel der Domain Clicks.de soll die Siteabfrage kurz erläutert werden. Die Suchabfrage site:clicks.de wird in dem Suchschlitz von Google eingegeben und es werden die Suchergebnisse angezeigt. In diesem Fall sind es 275 Suchergebnisse bzw. 275 indexierte Seiten.

Site Abfrage am Beispiel von Clicks.de

© Screenshot Google Site-Abfrage

Folgende Fragen sollten gestellt werden:

  • Wie viele Seiten habe ich im Index?
  • Möchte ich mit diesen Seiten in den Suchergebnissen vertreten sein?
  • Möchte ich so viele Seiten im Index haben?

Im Fall von Clicks.de lautet die Antwort Ja. Wird eine von diesen Fragen mit Nein beantwortet, sind entweder zu wenige Seiten indexiert oder zu viele. Zu viele Seiten weisen auf ein Duplicate Content Problem hin. Bei zu wenigen Seiten, sind die Anweisungen für die Google Crawler wahrscheinlich fehlerhaft.

Um einen tieferen Einblick in die Struktur zu erlangen, bietet sich der Einsatz von Crawlern an. Dies sind Programme die lokal auf dem Rechner installiert werden und die wichtigsten SEO-Daten einer Webseite automatisch sammeln. Einer der bekanntesten SEO-Crawler ist der Screaming Frog. Das Tool steht für ein crawling von 500 Webseiten kostenlos zur Verfügung. Das reicht aus um kleinere Online Shops oder Webseiten zu crawlen. Mit dem Screaming Frog können Status Codes, Title & Description, Überschriften, und interne Verlinkungen untersucht werden.

Screaming Frog am Beispiel von Clicks.de

© Screenshot Screaming Frog

Konkurrenten analysieren

Die Analyse der Wettbewerber ist ein wichtiger Teil der Optimierung. Einerseits lassen sich bislang ungenutzte Potenziale erkennen, um bessere Rankings zu erzielen. Andererseits können sehr erfolgreiche Konkurrenten auch als Benchmark herangezogen werden. Wer die Wettbewerber um die relevanten Keywords sind, lässt sich über Tools wie Sistrix oder Searchmetrics ermitteln.

Linkprofil untersuchen

Das eigene Linkprofil zu untersuchen, sollte einer der ersten Schritte sein, um mit SEO zu beginnen. Denn Links können auch schädlich sein, wenn sie auf minderwertigen Webseiten, abgestraften Seiten, Linknetzwerken oder auf nicht themenrelevante Seiten gesetzt wurden. Clicks.de arbeitet mit verschiedenen Tools, um gefährliche Links zu finden. Wurden gefährliche Links entdeckt, werden die Webmaster kontaktiert, mit der Bitte die Links zu entfernen. Erfolgt kein Linkabbau der schädlichen Links, trotz mehrmaliger Kontaktaufnahme, können die Links über das Disvow Tool von Google entwertet werden.

Neben schädlichen Links, sollten Links ausfindig gemacht werden, die auf 404-Fehlerseiten verweisen. Diese Links werden per 301-Weiterleitung auf die entsprechende Seite geleitet.

Anmeldung Google Tools

Zu den wichtigsten Tools die von Google kostenlos zur Verfügung gestellt werden, zählen die Google Search Console (ehemals Webmaster Tools) und Google Analytics. Diese Daten sind besonders wertvoll, da diese direkt von Google zur Verfügung gestellt werden. Über die Search Console erhält man unter anderem Nachrichten und Optimierungshinweise. Die Search Console dient damit auch als Kommunikationsplattform zwischen Google und den Webseitenbetreiber. Sind diese Tools nicht vorhanden, sollten diese integriert werden.

Seo Start

Start your engine (Norlando Pobre/Flickr, CC BY 2.0))

Fazit:

Beim SEO-Start ist es vor allem wichtig, sich einen Überblick über die eigene Webseite und von dem Wettbewerb zu verschaffen. Bereits einfache Suchabfragen helfen, um einen ersten Eindruck zu erhalten. Darauf aufbauend kann eine tiefergehende Analyse mit verschiedensten Tools ausgeführt werden. Damit sollte einem gelungenen SEO-Start nichts im Wege stehen.

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