09.01.2017

Auswahl: [SEO] Angeblich kein Sandbox-Effekt und: manuelle Abstrafungen für unnatürlichen Linkaufbau trotz Penguin 4.0 sind weiterhin möglich. [SEA] Mobile App für Bing Ads erweitert Funktionsumfang. [SOCIAL] Facebook erweitert Posting-Vorlagen für Unternehmen und bietet bald Live-VR-Videos.

SEO Monatsrückblick Dezember 2016

Die SEO-News im November. Unter anderem: Sandbox-Effekt wird verneint und manuelle Abstrafungen für unnatürlichen Linkaufbau trotz Penguin 4.0 weiterhin möglich.

Es gibt keinen Sandbox-Effekt

Der Abfall von Rankings für einen gewissen Zeitraum bei neuen Seiten wurde von einigen Webmastern als Sandbox-Effekt bezeichnet. Google verneinte immer so einen Effekt, was jetzt nochmal von Garry Illyes, Mitarbeiter von Google, bestätigt wurde.

Google Webmaster-Hangouts im Dezember 2016

Webseitenbetreiber können in den Google Webmaster Hangouts fragen einreichen. In diesen Hangouts beantwortet John Müller, Webmaster Trend Analyst bei Google, die eingereichten Fragen. Clicks.de stellt in jedem Monatsrückblick die wichtigsten Aussagen zusammen.

1.) Pagespeed Optimierungen im Millisekunden-Bereich haben keinen direkten Einfluss auf das Ranking

Google unterscheidet für das Ranking nach John Müller nur zwischen sehr langsamen und normalen schnellen Ladezeiten. Genaue Ladezeiten wollte John Müller nicht mitteilen, aber 2 bis 3 Sekunden hält John Müller persönlich für sehr gute Ladezeiten, die manchmal schwer zu erreichen sind.

Nichtsdestotrotz kann die Ladezeit einen starken Einfluss haben, wie die User mit der Webseite interagieren und somit indirekt von Google für das Ranking wahrgenommen werden. Als Beispiel wurde auf Tests der Ladezeiten von Amazon verwiesen. Verbesserungen im Millisekunden-Bereich brachten hier Steigerungen in der Conversion-Rate. John Müller empfiehlt Pagespeed-Optimierungen für den User und nicht für Testing-Tools auszuführen.

2.) Manuelle Abstrafungen werden weiterhin versendet für unnatürlichen Linkaufbau

Trotz Penguin 4.0 werden manuelle Abstrafungen bei unnatürlichem Linkaufbau vergeben.

3.) Mobile First Indexierung keinen großen Einfluss auf für viele Seiten

Die Umstellung der Indexierung von Desktop zu Mobile ist eine größere Umstellung seitens Google, bei der sich die meisten Webseiten keine Sorgen machen müssen. Responsive Webseiten müssen keine Anpassungen machen. Bei separaten Versionen von Mobile und Desktop sollte geprüft werden, ob die Inhalte, Struktur und interne Verlinkung zwischen Mobile- und Desktop-Version übereinstimmen.

SEA Monatsrückblick Dezember 2016

Tool-Updates zu Weihnachten: Google stellt die neue Version des AdWords Editors 11.7 mit einigen neuen Features zur Verfügung und die mobile Bing Ads App wird durch mehrere Updates noch einfacher.

Google AdWords Editor Version 11.7

Das Highlight: In der neuen Google AdWords Editor Version 11.7 lassen sich erweiterte Textanzeigen mithilfe der Funktion „Exportieren als“ in Responsive-Anzeigen konvertieren.

adwords-editor-11-7-update

Des Weiteren besteht im AdWords Editor nun die Möglichkeit, Standorterweiterungen zu erstellen, zu bearbeiten und zu entfernen. Die Verknüpfung mit Google My Business-Konten wird jedoch nicht unterstützt.

Die knackigen YouTube-Bumper-Anzeigen (max. 6 Sek.) werden in der neuen Version in vollem Umfang unterstützt – genauso wie spezifischeres Frequency Capping im Video-Bereich.

Zudem bietet der AdWords Editor ab sofort Gmail-Vorlagen für mehrere Produkte (verschiedene Bilder und Text mit jeweils einem CTA). Auch das Square-Bildformat für Responsive-Anzeigen wird nun unterstützt.

Neu in Bing Ads: Updates für die mobile App

Mit Bing Ads Mobile ist nun Folgendes möglich:

  • Änderungen an erweiterten Textanzeigen
  • Push-Benachrichtigungen einfach verwalten
  • Übersichtlicherer Anmeldevorgang (nur für Android)

Die App ist für Android und iOS verfügbar.

Social Media Monatsrückblick Dezember 2016

Die Social Media Plattformen Facebook, Twitter, Instagram und Snapchat haben auch zum Jahresende noch einmal ordentlich Gas gegeben. Ganz besonders Facebook hat etliche neue Funktionen vorzuweisen, die für Unternehmen interessant sind.

Facebook – entwicklungsreicher Monat

Der Dezember lies die Entwickler von Facebook nicht ruhen. Neben einer eigenen Collaboration-Plattform, wurden auch für Seitenadministratoren wieder einige Features aufgestockt. Zudem wird dem großen Konkurrenten Snapchat weiterhin nachgeeifert.

„Deine Empfehlungen“ mit personalisierten Inhalten

Fans einer Facebookseite haben über die Desktop-Version ab sofort die Möglichkeit, personalisierte Beiträge angezeigt zu bekommen, die unter „Deine Empfehlungen“ aufgelistet sind. Bei den Inhalten handelt es sich um:

  • Ein Event der Seite
  • Einen der letzten Beiträge
  • Beliebte Videos oder Fotos
  • Ein Produkt aus dem Shop der Seite
  • Eine Karte zum Ort der Seite
  • Die Antwortquote

Jede dieser Empfehlungen ist mit einem Call-To-Action Button versehen. Je nach Interessen der Fans sind die Empfehlungen anders angeordnet. Bisher haben die Administratoren der Seite noch keine Möglichkeit auf die Empfehlungen Einfluss zu nehmen.

deine Empfehlungen sind ab sofort für Fans verfügbar

Personalisierte Beitragstypen – Publisher mit neuen Optionen und neuer Optik

Seitenbetreiber haben seit diesem Monat die Möglichkeit personalisierte Beiträge zu erstellen. Beim Anlegen eines Beitrags erscheinen nun unter anderem die Auswahlmöglichkeiten:

  • Foto oder Video teilen
  • Menschen informieren
  • Dein Unternehmen bewerben
  • Telefonate aktivieren
  • Nachrichten aktivieren
  • Veranstaltung erstellen
  • Angebot erstellen
  • Notiz schreiben

Je nach Art der Facebookseite unterscheiden sich die möglichen Beitragsoptionen, decken sich jedoch weitestgehend mit dem bisherigen Publisher. Einige der Beitragstypen enthalten dabei einen Call-To-Action Button wie „Jetzt Kontakt aufnehmen“. Alle weiteren Beitragsarten, die aus dem alten Publisher bekannt sind, finden sich weiterhin unter den Reiter „Beitragsoptionen“ unter „Veröffentlichte Beiträge“ und „+ Erstellen“.

neue Beitragsoptionen

Workplace by Facebook

Workplace ist eine Kreation innerhalb Facebooks, die in UK designt wurde. Es handelt sich hierbei um ein Collaboration-Tool, welches mit Slack vergleichbar ist. Ziel der App, bzw. der Plattform ist die Kommunikation innerhalb eines Unternehmens und darüber hinaus mit dessen Kunden und Partnern. Dadurch können sich unzählige E-Mails, Telefonate und Meetings eingespart werden und alles wird auf eine Plattform gebracht. Die Plattform funktioniert ähnlich wie Facebook selbst, nur dass es auf die wichtigsten Funktionen beschränkt ist und nicht für Ablenkung sorgen soll. Weitere Informationen unter: https://workplace.fb.com

VR in Echtzeit – 360 Grad Live Videos

Im Dezember kündigte Facebook zudem an, 360 Grad Videos auch live schalten zu können. Zunächst ist dies nur für einige Unternehmen verfügbar, bis es für alle benutzbar ist. So bringt Facebook die Zuschauer noch näher an das Geschehen und bringt Virtual Reality auf Facebook.

Ankündigung von Live-Audio

Podcasts werden immer beliebter – bis zu 4 Stunden am Stück können ab bald auf Facebook gestreamt werden. Derzeit wird die Funktion noch getestet und soll ab Frühjahr 2017 verfügbar sein. Der Livestream soll vor allem Menschen in Gegenden mit schlechterer Internetverbindung erreichen und verbinden. Während des Live Audio-Streams von Lesungen oder Interviews können Fragen an den Podcaster gesendet werden oder Reactions hinterlassen werden. Androidnutzer können den Podcast auch außerhalb der Facebook-App im Hintergrund weiterlaufen lassen.

Kameratool für Messenger

Facebook bestiehlt Snapchat und führt eine Kamerafunktion im Messenger ein, die es dem User ermöglicht, Masken und Filter in Fotos und Videos zu nutzen. Bisher wird Snapchat um seine Funktionen nur kopiert, jedoch wird Facebook nicht lange hadern, das Angebot um die Kamerafunktion zu erweitern. Aufrufen lässt sich die Funktion mit dem Kamersymbol am unteren Rand in der Inbox des Messengers.

Bild-in-Bild-Funktion angekündigt

Für Videos auf Facebook soll bald eine Bild-in-Bild-Funktion zur Verfügung stehen, die ähnlich wie die auf YouTube funktioniert. Der Zeitraum für die Veröffentlichung ist aber noch unklar. Die Videos werden dann in einem kleinen Fenster abgespielt, während man nebenbei anderen Aktivitäten nachgehen kann. Zugleich sollen die Videos auch downloadbar sein, sodass diese auch offline angesehen werden können.

Facebook sucht künftig öffentliches WLAN

In den USA scheinen einige Nutzer bereits von einer WLAN-Suche innerhalb der Facebook-App zu profitieren. Die Option nennt sich „WLAN-Suche“ und lässt hoffentlich auch in Deutschland nicht mehr allzu lang auf sich warten. Die App lotst dann den Nutzer zu einem öffentlichen Hotspot. Die Suche hierfür läuft auch im Hintergrund ab. Zurzeit soll die Funktion aber nur für iOS in den USA für einige Nutzer zur Verfügung stehen.

Instagram: Kommentare deaktivieren und liken

Eine kleine Neuerung seit Dezember ist die Funktion auf Instagram Kommentare zu liken oder direkt die Kommentarfunktion zu deaktivieren. Damit entstehen einerseits mehr Interaktionen und andererseits können Diskussionen oder Spamkommentare vermieden werden. Die Funktion ist bereits sowohl für Unternehmen, als auch für Personen verfügbar.

Snapchat führt Weltlinsen ein

Mit den Weltlinsen werden Fotos und Videos auf Snapchat noch interessanter. Je nachdem, ob die Frontkamera oder die Hauptkamera benutzt werden, wird in die Umgebung ein Effekt eingefügt. Dieser ist genau wie die bisherigen Filter und Masken neben dem Auslöser zu finden. Manche Weltlinsen sind zudem mit einem Soundeffekt versehen.

Weltlinse mit Blüten

Twitter – Interaktion und Editing

Twitter versucht weiterhin mit den anderen Social Media Riesen mitzuhalten. Hierfür wurden nun genau wie bei Facebook die 360 Grad Live Videos eingeführt. Was Nutzern bisher lang fehlte, war die Möglichkeit zur nachträglichen Bearbeitung von Tweets. Hieran wird zurzeit noch geschraubt.

Live 360 Grad Videos

Interaktive live Videos im 360 Grad Modus sind auch auf Twitter beliebt, sodass diese auch im Dezember eingeführt wurden. Die Funktion ist bislang für bestimmte Unternehmensseiten oder öffentliche Personen verfügbar. Beim Abspielen des Videos ist durch die Bewegung des Telefons oder durch Wischen auf dem Bildschirm eine andere Perspektive möglich.

Tweets bearbeiten

Nach einem aufgerufenen Brainstorming von Airbnb CEO Brian Chesky, welche Funktion verbesserungswürdig oder wünschenswert ist, startete auch Twitter CEO Jack Dorsey eine Umfrage. Der größte Wunsch setzte sich dabei im Editieren von Tweets unabhängig von dessen Veröffentlichungszeit ab. Jack Dorsey gab schließlich bekannt, dass daran gearbeitet wird. Wann die neue Funktion verfügbar sein wird, ist noch unklar.

Über den Autor
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Herbert Buchhorn ist Geschäftsführer von Clicks Online Business, einer Performance Marketing Agentur mit Büros in Berlin, Dresden, München und Köln. Als gefragter Marketingexperte betreut er mit seinem 40 Mann starken Team nationale wie internationale Onlineprojekte von Unternehmen unterschiedlichster Branchen.
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