02.01.2018

Die News aus dem Dezember: SEO: Google verlängert die Descriptions und gibt Tipps rund um SEO und Mobile First Index. SEA: Bing Ads führt eine neue Gebotsstrategie ein, Google Shopping macht Produktbewertungen global verfügbar und Adwords lässt Anzeigenvariationen testen.  Social Media: Instagram weitet seine Stories-Funktionen aus, Facebook sagt Engagement Baiting den Kampf an und Twitter ermöglicht Tweet-Sammlungen.

SEO Monatsrückblick Dezember 2017

Description der Google-Suchergebnisse verlängert

Google hat offiziell bestätigt, dass für die Description der einzelnen Suchergebnisse nun mehr Platz zur Verfügung steht. Statt wie bislang 160 Zeichen sollen nun bis zu 320 Zeichen möglich sein, um aussagekräftigere und hilfreiche Beschreibungen geben zu können.

Für die Meta Descriptions, die nicht direkt ins Ranking einfließen, steht damit mehr Platz zur Verfügung. Nun aber alle Beschreibungstexte anzupassen beziehungsweise zu erweitern, muss allerdings nicht zwangsläufig sinnvoll sein. Denn es gilt eine gute Mischung zu finden, damit Nutzer hilfreiche Informationen finden, aber dennoch auf den Link klicken.

Vergleich längere und kürzere SERPs.

Vier statt bislang zwei Zeilen sind neuerdings in der Description von Google möglich.

Erklärungen von Google: SEO Starter Guide und Tipps zum Mobile First Index

Erstmals seit 2011 hat Google einen überarbeiteten SEO Starter Guide veröffentlicht, der Webmaster dabei unterstützen soll, suchmaschinenfreundliche Webseiten zu erstellen. „Google (und Nutzer) beim Verstehen Ihrer Inhalte unterstützen“, „Bilder optimieren“ und „Ihre Website bekannt machen“ lauten ein paar der Abschnitte.

Auch zum teilweise eingeführten Mobile First Index hat Google nun einige Tipps veröffentlicht. „Getting your site ready for mobile-first indexing“ soll Webmastern helfen, ihre Website auf die Umstellung vorzubereiten. Einer der ersten Ratschläge: Auch die mobile Seite muss wichtigen, hochwertigen Content enthalten. Dazu gehören Text, Bilder (mit Alt-Attributen) und Videos – in crawlbaren und indexierbaren Formaten.

Webmaster Hangout im Dezember 2017

Webseitenbetreiber können in den Google Webmaster Hangouts Fragen einreichen. John Müller, Webmaster Trend Analyst bei Google, beantwortet dabei eingereichte Fragen. Clicks stellt in jedem Monatsrückblick die wichtigsten Punkte zusammen.

Meta-Description an längere Snippets anpassen oder nicht?

Diese Frage wurde in mehreren Hangouts in diesem Monat angesprochen. Die Antwort von John Müller: Es ist jedem selbst überlassen, ob er die Meta-Description an die längeren Snippets anpasst oder nicht. Dies könne sinnvoll sein, weil es Nutzern manchmal helfe, wenn sie mehr Infos haben. Andererseits könne der Aufwand, speziell bei Shops, enorm sein. Die Infos für die Ergebnisse werden manchmal von Google aus dem Inhalt, manchmal aus der Meta-Description gewählt.

Die Snippets sind dynamisch, werden also an die jeweilige Suchanfrage angepasst. Müllers Tipp lautet daher, in der Search Console die wichtigsten Begriffe zu finden und diese, mobile und Desktop, selbst zu suchen. Wenn die Ergebnisse gut aussehen, ist alles in Ordnung. Wenn nicht, sollte man sich überlegen, wie man sie verbessern will. Einmal mehr betonte John Müller, dass die Meta-Description kein Rankingfaktor ist.

Mobile First Index

Wenn auf einer mobilen Seite die Haupt-Navigation unter einem Filter versteckt ist, ist das nach Auskunft von John Müller kein Problem für den Mobile First Index, wenn die Links von Beginn an im html zu sehen sind. Wenn man allerdings erst auf den Filter oder das Menü klicken muss, damit sie im Quellcode erscheinen, sieht der Google-Bot die Links nicht.

Bei einem responsiven Design sei dies in der Regel kein Problem. Bei einer mobilen Seite (gleiche URL, andere Inhalte) sollte dies beachtet werden.

Noindex im robots.txt offiziell nicht unterstützt

Ein noindex-Hinweis im robots.txt wird von Google offiziell nicht unterstützt, antwortete John Müller auf einer Userfrage. Wenn der Code genutzt wird, könne dies derzeit noch Auswirkungen haben, man kann aber nie sicher sein, wann dies aufgehoben wird. Müller empfiehlt daher die normalen, unterstützen Methoden zu nutzen, beispielsweise den Noindex in den Metatags.

Google-Algorithmus

Gibt es für die mobile Google-Suche und die Desktop-Suche einen unterschiedlichen Algorithmus? Laut Müller ist der grundlegende Algorithmus derselbe, es gebe aber hier und da Unterschiede. Beispielsweise werden bei Mobile lokale Suchergebnisse etwas stärker in den Vordergrund gerückt und es gebe Abweichungen in den Rankings.

SEA Monatsrückblick Dezember 2017

Google Shopping Produktbewertungen global verfügbar

In Deutschland werden die Produktbewertungen bei Google Shopping Anzeigen bereits seit einiger Zeit ausgespielt. Nun wurde das Feature in allen Ländern, in denen Google Shopping möglich ist, ausgerollt.

Die Produktbewertungen werden in Form von 5 Sternen in den Shopping-Ads angezeigt. Voraussetzung für die Nutzung des Bewertungssystems ist unter anderem ein Merchant Center Konto. Zudem ist es nun auch möglich, Bewertungen für Produkte zu sammeln, die über Google Customer Reviews verkauft wurden.

Adwords: Mit Anzeigenvariationen Leistung testen

Die Anzeigenvariation ist ein neues Feature der überarbeiteten AdWords-Oberfläche. Damit lassen sich Änderungen an mehreren Anzeigen testen und die Ergebnisse auf das Konto anwenden. So kann beispielsweise herausgefunden werden, wie sich die Anzeigenleistung ändert, wenn der Anzeigentitel oder der Beschreibungstext geändert wird.

Das neue Feature findet sich in der neuen Oberfläche unter „Entwürfe und Tests“. Testergebnisse sollen angezeigt werden, sobald diese statistisch bedeutend sind.

Bing Ads führt neue Gebotsstrategie ein

„Klicks maximieren“ heißt die neuste Gebotsstrategie in Bing Ads. Kurzgefasst kann der Werbetreibende damit das Budget festlegen, Bing Ads übernimmt dann automatisch die Gebote, um möglichst viele Klicks im Rahmen des Budgets zu erreichen. Durch die automatisierten Gebote müssen Keyword-Gebote nicht mehr einzeln verwaltet werden.

Optional lässt sich zusätzlich ein maximaler CPC-Wert einstellen, um mehr Kontrolle über die Gebote zu haben. Klicks maximieren ist die fünfte Gebotsstrategie bei Bing Ads, neben Manuell, Erweiterte Kosten pro klick, Abschlüsse maximieren und Ziel-CPA.

Social Media Rückblick Dezember 2017

Instagrams Stories-Funktionen: Größtes Update seit 4 Jahren

Zwei neue Funktionen für Instagram-Stories. Mit dem Story Archiv und den Highlights stehen Nutzern nun zwei Möglichkeiten zur Verfügung, ihre Story-Elemente vor dem automatischen Löschen nach 24 Stunden zu retten.

Im Story Archiv werden die einzelnen Elemente einer Story automatisch in einem privaten Archiv gespeichert. Sie können dadurch immer wieder angesehen und als Beitrag oder Story erneut gepostet werden. Zudem können sie als Highlight im Profil markiert werden. Die Highlight-Funktion ist die zweite Neuerung des Updates. Damit können die besten Stories im Profil hervorgehoben und dadurch gesichert werden. In den Highlights können unbegrenzt viele Stories festgehalten werden.

Die Stories verlieren damit die für sie typische Vergänglichkeit, gleichzeitig ergeben sich aber viele neue Möglichkeiten, insbesondere auch für Unternehmen und Influencer.

Screenshot Instagram Hashtag folgen

Mit dem neuen Instagram-Feature können Nutzer Hashtags folgen.

Auch neu: Hashtags folgen

Und noch eine Neuerung bei Instagram. Seit diesem Monat ist es offiziell, dass Nutzer nun nicht mehr nur Personen, sondern auch Hashtags folgen können. Dazu gehört auch, dass man in Nutzer-Profilen nun sieht, welchen Hashtags sie folgen.

Threads sind das nächste Twitter-Update

Mehr Struktur und Übersicht, das ist das Ziel des Twitter-Features, das sich Threads nennt. Damit lassen sich mehrere Tweets chronologisch bündeln. Während des Schreibens eines Tweets kann durch Klicken auf das Plus-Symbol ein weiterer angefügt werden.

Facebook straft Engagement Baiting ab

Erst war Click Baiting dran, jetzt folgt das Engagement Baiting – Facebook nimmt zum Jahresende noch eine Anpassung am Newsfeed Algorithmus vor. Und der dürfte viele Seitenbetreiber betreffen. Denn für Posts, die gezielt zum Liken, Markieren oder Teilen aufrufen, gibt es ab sofort weniger Reichweite. Wie Facebook ankündigt, wird diese Abstrafung nicht nur auf einen Post bezogen auftreten, sondern bei wiederholtem und systematischen Engagement Baiting auch die ganze Seite betreffen.

Zum Engagement Baiting gehören laut Facebook:

  • Vote & React baiting: Votings mit Like, Wow und Co. kennt auf Facebook wohl jeder, gehören aber auch zum Baiting; „Klicke Like wenn …, klicke Love wenn …“
  • Share baiting: Nutzer auffordern, ein Post zu teilen, um beispielsweise an einem Gewinnspiel teilzunehmen; „Teile diesen Beitrag, um …“
  • Tag baiting: Im Post dazu aufrufen, einen Freund zu markieren; „Markiere einen Freund, um …“
  • Comment baiting: Wenn im Post bestimmte Kommentare angeregt werden; „Kommentiere mit Ja, wenn du …“
Über den Autor
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Herbert Buchhorn ist Geschäftsführer von Clicks Online Business, einer Performance Marketing Agentur mit Büros in Berlin, Dresden, München und Köln. Als gefragter Marketingexperte betreut er mit seinem 40 Mann starken Team nationale wie internationale Onlineprojekte von Unternehmen unterschiedlichster Branchen.
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