01.03.2016

Die Online Marketing News im Februar 2016. SEO: Google ändert die Auswertung strukturierter Daten und zeigt bei der Produktsuche erstmalig Preisvergleiche an. SEA: Google stellt die rechte Anzeigenspalte ein, stellt Kampagnentests zur Verfügung und verlangt ab Mitte Mai gültige GTINs. Social: Facebook führt Reactions ein, Twitter setzt auf chronologische Tweets und Instagram erlaubt den Wechsel zwischen 5 verschiedenen Accounts.

SEO Monatsrückblick Februar 2016

Google ändert  Auswertung strukturierter Daten

Die Auswertung strukturierter Daten wurde verändert, wie John Müller, Trend-Analyst von Google, Anfang Februar auf Google+ postete. JSON –LD (Akronym für JSON-basierte Serialisierung für verlinkte Daten) unterstützt jetzt auch strukturierte Daten in  Reviews und Produktbewertungen in den Suchergebnissen. JSON-LD ist einfacher zu integrieren und von Google leichter zu lesen als herkömmliche Formate, wie beispielsweise RDFa (Resource Description Framework) .

Google mit Preisvergleich und Knowledge Box in den Suchergebnissen

Im Februar wurden zum ersten Mal bei der Suche nach Produkten Preisvergleiche in Suchergebnissen von Google ausgespielt. Die Preisvergleiche werden in eine Art Knowledge Box angezeigt und um die wichtigsten Produktdetails ergänzt. Preisvergleichsportale werden über diese News nicht glücklich sein, da mit Traffic-Einbußen zu rechnen ist, falls die Preisvergleiche zum Standard werden.

AMP (Accelerated Mobile Pages) werden in den mobilen Suchergebnissen angezeigt

Google hat am 24.02.2016 begonnen, Webseiten die AMP verwenden, in den mobilen Suchergebnissen zu kennzeichnen. AMP basiert auf AMP-HTML und sorgt für schnelle Ladezeiten. Seiten mit AMP werden mit dem Label „AMP“ und einem „Blitz“ in den mobilen Suchergebnissen angezeigt. Aktuell sind davon nur News-Seiten betroffen.

SEA Monatsrückblick Februar 2016

Umstellung der Anruferweiterungen in AdWords

Ab dem 9. März werden Anruferweiterungen in AdWords automatisch in Google Weiterleitungsrufnummern umgestellt. Mit dieser Funktion kann man Anrufe als Conversions tracken. Google versendete dazu eine E-Mail mit allen Informationen und mit dem Hinweis, dieser automatischen Umstellung via Formular widersprechen zu können. Ein Widerspruch ist allerdings nur bis zum 1. März möglich, danach werden alle aktiven Anruferweiterungen automatisch umgestellt. Für Nur-Anruf-Kampagnen gilt diese Umstellung allerdings nicht.

Da waren’s nur noch sieben – Google stellt rechte Anzeigenspalte ein

Und plötzlich ist das SERP-Layout ein anderes: AdWords Textanzeigen rechts neben den organischen Suchergebnissen sind seit Februar Geschichte. Künftig gibt es dafür vier Top-Anzeigenpositionen zu besetzen, drei Anzeigen unterhalb der organischen Ergebnisse bleiben. Nähere Informationen dazu und welche Auswirkungen dieses große Google Update auf Werbetreibende haben kann, gibt es hier nachzulesen.

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Google Shopping Feed Spezifikationen: GTINs bald obligatorisch

Mitte Mai wird das Einreichen von gültigen GTINs für alle Produkte erforderlich, denen vom Hersteller GTINs zugeteilt wurden. Google verspricht, laut einer Infomail, dadurch  eine höhere Sichtbarkeiten und eine bessere Ausrichtung von Anzeigen zu erreichen. Bereits jetzt werden in betroffenen Merchant Center Konten Warnungen angezeigt, wenn Produkte die Anforderungen nicht erfüllen. Ab 16. Mai werden Artikel ohne gültige GTINs dann abgelehnt.

Kampagnenentwürfe und -test im AdWords Interface

Mitte Februar begann Google, Kampagnenentwürfe und -tests in AdWords-Konten auszurollen. Diese Funktion soll ermöglichen, die Ergebnisse von Kampagnenänderungen besser einschätzen und analysieren zu können, bevor Anpassungen aktiv an Kampagnen vorgenommen werden. Die Entwürfe und Tests sind für Kampagnen im Suchwerbenetzwerk sowie im Suchnetzwerk mit Displayauswahl verfügbar.

Facebook Canvas Ads – die neue Facebook Anzeige

Die mobilen Facebook Werbeanzeigen im Vollbildformat – die Canvas Ads – sollten nun weltweit ausgerollt sein. Laut eigenen Angaben und ersten Beispielen anhand bekannter Marken kann das neue Facebook Werbeformat die Klicks zur Website, das Marken-/Produktinteresse sowie die Betrachtungszeit einer Anzeige erheblich steigern. Merkmale, Funktionsweise und Vorteile von Facebook Canvas sind hier bereits zusammengefasst.

Facebook-Canvas

© Facebook

Social Media Monatsrückblick Februar 2016

Facebook – sag’s mit Emotionen oder via direct Message

Kürzlich wurden die neuen Facebook Reactions eingeführt. Neben dem bekannten „Gefällt mir“, gibt es jetzt auch „Love“, „Haha“, „Wow“, „Traurig“ und „Wütend“, zur Freude vieler User. Facebook Seiten können dies für sich nutzen, können Beiträge genauer auswerten und lernen, welche Beiträge künftig mehr eingesetzt werden, weil sie beim Facebook-Fan gut ankommen. Allerdings ergibt sich hier auch das Problem, dass die Reaction „Wütend“ auch als „Gefällt mir nicht“ gedeutet werden kann und so Shitstorms entstehen können.

Facebook Reactions verkörpern mehr Emotionen als der bloße Like

Emotionen außer „Gefällt mir“ können jetzt besser ausgedrückt werden. (Quelle: Facebook)

Ebenfalls interessant für Unternehmen auf Facebook ist die neu entstandene Möglichkeit, auf Kommentare direkt mit einer Nachricht zu antworten. Die Nachricht wird dann mit dem Kommentar verlinkt sein. Ebenso wird direkt am Kommentar angezeigt, dass auf diesen Kommentar privat geantwortet wurde. Dies ermöglicht Seiten auf Facebook, einen besseren Kundenservice zu gewährleisten.

Jetzt können Kommentare mit Nachrichten beantwortet werden

Auf Kommentare können Facebook Seiten jetzt mit einer Nachricht antworten. (Quelle: Facebook)

Twitter – die verpassten Tweets zuerst und zwar chronologisch

Social Media Riese Twitter hat ein paar Updates an seiner Timeline vorgenommen. Damit kein Twitter-User mehr die Tweets verpasst, die ihn wirklich interessieren, während er offline war. Künftig werden also zuerst die Tweets chronologisch in der Timeline auftauchen, die viel Interaktion erfahren haben und dessen Tweeter durch das Nutzerverhalten als relevant eingestuft wurden. Erst danach folgen, ebenfalls chronologisch geordnet, alle anderen aktuellen Tweets.

Die Timeline von Twitter ist wieder chronologisch.

In der Timeline werden zuerst wichtige Beiträge von Accounts angezeigt, die der User seit dem letzten Login verpasst hat. (Quelle: Twitter)

Für Unternehmen auf Twitter ist dies eine gute Neuigkeit, sofern sie vom Nutzer bisher als relevant behandelt wurden. Der Nutzer sucht sich die interessanten Accounts nicht selbst aus, sondern Twitter entscheidet anhand von vielzähligen Kriterien, welche Tweets künftig zuerst in der Timeline auftauchen. Prinzipiell sind das Accounts, mit denen der Nutzer viel interagiert. Daraus lässt sich schließen, dass Nutzer, die künftig die neue Timeline nutzen, auch eine höhere Zahl an Interaktion erzeugen.

Instagram – from business to business mit einem Tap

Eine weitere interessante Neuigkeit für Unternehmen in diesen Monat ist die Möglichkeit von Instagram, zwischen bis zu 5 verschiedenen Accounts hin- und herzuwechseln. Unternehmer, die Instagram sowohl privat, als auch beruflich nutzen, oder Markenmanager, die mehrere Marken verwalten, können dies ab sofort bequem von einem Mobilgerät aus tun.

(Bildmaterial v.o.n.u.: © Facebook, Twitter)

Über den Autor
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Herbert Buchhorn ist Geschäftsführer von Clicks Online Business, einer Performance Marketing Agentur mit Büros in Berlin, Dresden, München und Köln. Als gefragter Marketingexperte betreut er mit seinem 40 Mann starken Team nationale wie internationale Onlineprojekte von Unternehmen unterschiedlichster Branchen.
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