01.02.2017

Auswahl: [SEO] Google geht gegen Popups und Interstitials vor. [SEA] Bing Ads bietet planbare Importvorgänge aus Google AdWords. [Social] „Snapchat-Stories“ nun auch bei Facebook und Instagram.

SEO Monatsrückblick Januar 2017

Die SEO-News im Januar. Unter anderem: Seit dem 10.01.2017 werden mobile Webseiten mit Popups abgestraft und beim angekündigten Mobile First Index werden nicht sichtbare Inhalte wahrscheinlich indexiert werden.

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Erlaubte Popups und Werbebanner: (1) Der Hinweis auf Cookies. (2) Popups, die das Alter abfragen. (3) Kleine Werbebanner. (Screenshot: Google)

Abstrafungen von Seiten mit Popups und Interstitials für mobile Webseiten

Das Update für Abstrafungen von Popups und Interstitals auf mobilen Webseiten wurde am 10.01.2017 live geschaltet. Die Abstrafungen erfolgen in Echtzeit und betreffen nicht die gesamte Webseite, sondern nur Unterseiten auf denen das Popup bzw. Interstital eingebunden ist.

Des Weiteren betrifft die Abstrafung nur Webseiten in den mobilen Suchergebnissen und nur Interstitials, die direkt nach dem Klick auf ein Suchergebnis angezeigt werden. Was abgestraft wird und was weiterhin erlaubt ist, kann im Beitrag Popups und Interstitials gefährden Google-Rankings nachgelesen werden.

Google Webmaster-Hangouts im Januar 2017

Webseitenbetreiber können in den Google Webmaster Hangouts fragen einreichen. In diesen Hangouts beantwortet John Müller, Webmaster Trend Analyst bei Google, die eingereichten Fragen. Clicks.de stellt in jedem Monatsrückblick die wichtigsten Aussagen zusammen.

1.) Keine bestimmte Reihenfolge bei einer Siteabfrage

Um in Google die indexierten Seiten aufzulisten, kann eine Siteabfrage mit dem Suchoperator site:url in Google durchgeführt werden. Meistens wird die Homepage als erstes Suchergebnis angezeigt. Eine bestimmte Reihenfolge gibt es bei den angezeigten Suchergebnissen jedoch nicht. Wird die Siteabfrage durch ein Keyword ergänzt, spielt die Reihenfolge der Suchergebnisse eine Rolle.

Ein Beispiel für eine Siteabfrage mit einem Keyword wäre zum Beispiel die Abfrage: „Suchmaschinenoptimierung site:clicks.de“.

2.) Stärkerer Gewichtung von internen Links im Hauptinhalt

Interne Links im Hauptinhalt werden etwas stärker gewichtet als im sogenannten Boilerplate. Zum Boilerplate zählen beispielsweise die Verlinkungen im Menü und im Footer. Im Gegensatz zum Boilerplate ist der Hauptinhalt einzigartig für eine Webseite und erscheint nicht auf jeder Unterseite.

3.) Above the Fold und Below the Fold spielen keine Rolle bei der Gewichtung von Verlinkungen

Ob die Verlinkungen Above the Fold oder Below the Fold angezeigt werden, spielt nach John Müller im Großen und Ganzen keine Rolle bei der Bewertung von Verlinkungen. Mit Above the Fold wird der Bereich einer Webseite bezeichnet, der ohne scrollen sichtbar ist. Below the Fold ist der Inhalt einer Webseite der nur durch scrollen sichtbar ist.

4.) Bei Mobile First Indexierung werden wahrscheinlich nicht sichtbare Inhalte indexiert

Die Umstellung der Indexierung von Desktop zu Mobile wird wahrscheinlich dazu führen, dass auch nicht sichtbare Inhalte indexiert werden. Da auf mobilen Webseiten es recht schwer ist, alle Inhalte sichtbar darzustellen, werden nicht sichtbare Inhalte beim kommenden Mobile First Index wohl indexiert werden.

5.) Wann kommt der Mobile First Index?

Momentan steht noch kein Datum fest. Aktuell werden noch Experimente von Google durchgeführt. Google wird die Webseitenbetreiber jedoch rechtzeitig informieren, bevor der Mobile First Index eingeführt wird.

SEA Monatsrückblick Januar 2017

AdWords verbannt „Klicks mit Conversions“ als „Conversion-Messwert für Gebotsstrategien“ und ermöglicht die Freigabe von Listen mit Negativen Keywords auf MCC-Ebene. Bing Ads macht Importvorgänge aus Google AdWords und Ausspielzeiten von Anzeigenerweiterungen planbar und vereinfacht die gleichzeitige Zuordnung der Anzeigenerweiterungen zu mehreren Elementen.

Google AdWords Umstellung der „Klicks mit Conversion“ auf „Conversions“

Seit September 2016 gibt es die „Klicks mit Conversions“ als Conversion-Messwert für Gebotsstrategien nicht mehr. Dafür wurde automatisch auf den Messwert „Conversions“ umgestellt. Somit sollen mehr Informationen und Möglichkeiten verfügbar sein:

  • exakte Bestimmung der Conversion-Art, die in der Spalte „Conversions“ auftauchen soll
  • Anordnung nach Conversion-Name oder -Kategorie
  • Erfassung mehrerer Conversions, die durch einen Klick generiert wurden
  • Wahl zwischen verschiedenen Attributionsmodellen für die Conversions
  • Festlegung eines Conversion-Wertes und somit der relative Wert-Vergleich von zwei Klicks, die unterschiedlich konvertiert sind
  • Berücksichtigung von Klicks, die zu Besuchen im Ladengeschäft führen
  • Erfassung von Conversions, die auf einem geräteübergreifendem Weg entstanden sind

Wann kein Eingreifen nötig ist:  Wenn Änderungen manuell oder mit einem automatischen Migrationstool vorgenommen wurde oder schon vorher der Messwert „Conversions“ den Gebotsstrategien zugrunde gelegt und/oder Ziel-CPA, Auto-optimierten CPC nicht verwendet wurde.

Für Nutzer der „Klicks mit Conversion“ als Conversion-Messwert für Gebotsstrategien und der automatische Gebotseinstellung, gilt folgende Leitfaden:

Menü Tools -> Conversions -> Conversion-Aktionen in der Tabelle zum Bearbeiten auswählen -> Einstellungen bearbeiten -> Zählmethode festlegen (max. Conversion-Anzahl, die pro Conversion-Aktion gezählt werden soll) -> Fertig.

adwords-klicks-mit-konversions-conversionsWichtig für Conversion-Tracking:

Das standardmäßig ausgewählte Häkchen bei „In Conversions einbeziehen“ sollte entfernt werden, wenn die Berichtspalte „Conversions“ keine Daten zu dieser Conversion-Aktion enthalten soll.

adwords-klicks-mit-conversions-conversionsDie Spalte „Alle Conversions“ enthält die Daten weiterhin.

Deaktivierungs-Gründe:

  • sich im Konto überschneidende Conversion-Aktionen
  • mehrere Conversion-Aktionen wurden definiert, die sich auf denselben Conversion-Trichter beziehen
  • eine Conversion-basierte automatische Gebotsstrategie wird verwendet, dabei sollen jedoch für bestimmte Conversion-Aktionen keine Gebote abgeben werden

Zu einem späteren Zeitpunkt wird „Klicks mit Conversion“ auch aus den Berichten entfernt. Rückwirkend bleiben die Statistiken jedoch unverändert.

Listen mit auszuschließenden Keywords kontoübergreifend verwenden

In der gemeinsam genutzten Bibliothek können nun Listen mit auszuschließenden Keywords für alle Konten, die mit dem Verwaltungskonto verknüpft sind erstellt, bearbeitet, geteilt und entfernt werden.

Bing Ads: Planbare Importvorgänge aus Google AdWords

Bing Ads automatisiert die Importvorgänge von AdWords-Konten. Die Synchronisation kann nun je nach Wunsch „Täglich“, „Wöchentlich“ oder „Monatlich“ automatisch erfolgen.

Sicherheits-Hinweis: Bei den Importvorgängen kann erfahrungsgemäß viel schiefgehen. Wer nicht 100 % mit den Funktionen vertraut ist, dem raten wir von der eigenhändigen Nutzung dieser Option ab.

Einfachere Zuordnung von Anzeigenerweiterungen

Im Bing Ads ist nun durch die Möglichkeit der Auswahl mehrerer Elemente die gleichzeitige Zuordnung von Anzeigenerweiterungen für mehrere Kampagnen und Anzeigengruppen noch einfacher. Kampagnen bzw. Anzeigegruppen auswählen, im Anschluss die vorgesehene Anzeigenerweiterung (mit Ausnahme der Bilderweiterung) wählen und „Speichern“.

Planen der Ausspielzeiten von Anzeigenerweiterungen

Bing Ads bietet mittlerweile auch eine Steuerung der Schaltzeiten von Anzeigenerweiterungen. Die Zeitplanung der Erweiterungen ermöglicht einen höheren Einfluss auf zeitkritische Anzeigen und erleichtert somit die Optimierung von Klicks.

Social Media Monatsrückblick Januar 2017

Facebook versucht weiterhin Snapchat auszustechen, indem es sowohl im Instagram, als auch in der Facebook-App selbst auf die Weiterentwicklung der Stories setzt. Snapchat kämpft immer noch mit einer intuitiveren Bedienung, die nun laut Sicht der Entwickler verbessert wurde.

Facebook – Bessere Verwaltung und eine Kampfansage an Konkurrent Snapchat

Facebook setzt weiterhin auf hohe Nutzerfreundlichkeit. Aus diesem Grund wird Seitenbetreibern in den kommenden Monaten eine bessere Verwaltung zugutekommen.  Der Algorithmus wurde leicht angepasst, sehr zur Freude von Unternehmen, die auf Videomarketing setzen. Und mit der integrierten Storyfunktion zeigt Facebook Konkurrent Snapchat, wo es langgeht.

Erinnerungen für Seiten

Für Seitenbetreiber ist unter dem Reiter „Einstellungen“ bald eine Erinnerungsfunktion vorhanden, die an das regelmäßige Posten von Beiträgen erinnert. Hierfür finden Sie eine tabellarische Übersicht der Woche, in der Sie die Redaktionsplanung eintragen können. Spezielle Erinnerungen können für Feiertage aktiviert werden, sodass Sie vor einem Feiertag an die Aktualisierung Ihrer Seite erinnert werden.

Derzeit befindet sich die Neuereung noch in der Testphase. Zu finden ist sie in Zukunft unter den Einstellungen > Terminkalender, wie bereits in der Seiten-App, wo die Funktion aber dennoch noch nicht verwendet werden kann.

Neuer Facebook Algorithmus zugunsten von Videoreichweiten

Facebook gab eine Veränderung seines News Feed Algorithmus bekannt. Dieser berücksichtigt nicht nur die Abspieldauer und die Interaktion von Videos, wie bisher, sondern auch die prozentuale Betrachtungslänge. Natürlich spielt es auch weiterhin eine Rolle, ob der Ton des Videos eingeschaltet ist und ob es live und  im Vollbildmodus betrachtet wird.

Demnach erhält ein langes Video, mit der gleichen prozentualen Betrachtungslänge eine bessere Reichweite, als ein kurzes Video mit der gleichen prozentualen Betrachtungslänge. Kürzere Videos erhalten in ihrer Reichweite kleine Einbrüche, während lange Videos an Reichweite gewinnen könnten. Stellen Sie als Seitenbetreiber deshalb dennoch sicher, dass Sie Ihren Fans relevante Videos zeigen.

Stories für Facebook

Analog zu den Instagram Stories wurde auf Facebook nun auch die Funktion der Facebook Stories veröffentlicht. Die Storys können im Foto- oder Videoformat gepostet werden und verschwinden nach 24 Stunden wieder. Die Storys können sowohl über den Desktopbrowser, als auch in der mobilen Version der Facebook App gepostet werden. Bislang wurde die Funktion nur in Irland erprobt, folgt aber in kurzer Zeit auch in anderen Ländern. Experten wie TechCrunch vermuten, dass die Neuerung Snapchat am weiteren Wachstum hindern könnte.

Neue Inbox: Nachrichten im Facebook und Instagram über einen Messenger erhalten

Der Seitenmanager von Facebook bietet für einige Accounts bereits die Möglichkeit, Nachrichten, die über Facebook und auch über Instagram empfangen werden, in einer Inbox auszugeben. Das macht die Verwaltung des Posteingangs wesentlich einfacher. Voraussetzung hierfür ist, dass die Konten miteinander verknüpft sind. Nicht nur die Nachrichten des Facebook Messengers, auch Benachrichtigungen auf Facebook direkt werden hier ausgegeben.

Auch praktisch ist die To-Do Funktion, in der Nachrichten oder Benachrichtigungen abgelegt werden, die man später bearbeiten möchte. Auch diese Funktion befindet sich gerade noch im Rollout und ist noch nicht für alle verfügbar.

Instagram – Stories werden weiter entwickelt

Für die Stories im Instagram gibt es im Januar ganz besonders für Unternehmerseiten Neuigkeiten. Zum einen kann nun besser kontrolliert werden, welche Auswirkungen die Stories haben, zum anderen können bald Werbestories geschalten werden.

Mehr Insights für Stories

Neu seit Januar im Instagram ist, dass die Storys nun auch auf Statistiken blicken lassen. Unter den Reiter „Statistiken“ für Unternehmerseiten im Instagram sehen Sie ebenso wie bei anderen Posts die Impressionen, die Reichweite und wann die Nutzer bei der Story ausgestiegen sind. Zudem soll ersichtlich werden, wieviel Klicks ein Link erhalten hat, der in einer Story gesetzt wurde, als auch, wie viele Nutzer aufgrund einer Story einem Unternehmen eine Nachricht geschickt haben.

Werbende Stories

Außerdem, und das war nur eine Frage der Zeit, befinden sich nun auch gesponserte Stories unter den sonstigen Abonnentenstories. Sie erscheinen zwischen anderen Stories, sind als Werbung markiert und dauern maximal 15 Sekunden. Bisher befindet sich auch diese Funktion nur in der Testphase und wird von großen Unternehmen wie Nike oder Netflix bereits genutzt.

Snapchat – intuitivere App?

Snapchat hat seine Suche verbessert. Hier findet man eine Übersicht zu kürzlich hinzugefügten Kontakten und ebenso Empfehlungen für neue Freunde. Hauptsächlich können mit der Suchfunktion bereits hinzugefügte Kontakte besser gefunden werden.

Nicht verbessert wurde jedoch die Auffindbarkeit von Nutzern und Unternehmen, die noch nicht mit dem eigenen Account verbunden sind. Weiterhin in der Suche integriert ist die Snapchat Discoverfunktion. Das Redesign der App stützt sich außerdem vermehrt auf Bitmojis, welche letztes Jahr im Sommer mit Snapchat verknüpft wurden.

Über den Autor
Profilbild des Autors
Herbert Buchhorn ist Geschäftsführer von Clicks Online Business, einer Performance Marketing Agentur mit Büros in Berlin, Dresden, München und Köln. Als gefragter Marketingexperte betreut er mit seinem 40 Mann starken Team nationale wie internationale Onlineprojekte von Unternehmen unterschiedlichster Branchen.
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