01.08.2017

Die News aus dem Juli: SEO: Google schaltet „Instant Search“ ab. Popups haben nur negative Auswirkungen auf mobile Suchergebnisse.  SEA: Das neue AdWords Interface ermöglicht Gebotsanpassungen für Anruferweiterungen und der Facebook Messenger wird zur Werbeplattform. Social Media: Facebook passt die Linkvorschau an und ermöglicht Gruppen für Facebook-Seiten, während Snapchat und LinkedIn für Unternehmen interessanter werden.

SEO Monatsrückblick Juli 2017

SEO-News im Juli 2017. Unter anderem: Google schaltet „Instant Search“ ab und Popups haben nur negative Auswirkungen auf mobile Suchergebnisse.

Google „Instant Search“ wird eingestellt

Google Instant Search wurde im September 2010 eingeführt, um passende Suchergebnisse schon bei der ersten Eingabe von Suchwörtern anzuzeigen. Suchergebnisse wurden somit angezeigt, bevor die komplette Suchanfrage eingetippt und mit der Entertaste bestätigt wurde. Nutzer sollten damit ihre Suchergebnisse noch schneller oder sogar sofort erhalten.

google-instant-search-beispiel

Beispiel für Instant Search

Die Suche über mobile Endgräte ist stark gestiegen und die Interaktion der User unterscheidet sich zwischen Desktop und Mobile. Auf Smartphones und Tablets führte Instant Search nicht zu den gewünschten Vorteilen. Um das Sucherlebniss zwischen Desktop und Mobile zu vereinheitlichen und um sich auf ganzheitliche Lösungen für mobile und Desktop zu konzentrieren, wurde Instant Search abgeschaltet.

Dies wurde von Google gegenüber dem Fachmagazin searchengineland.com bestätigt. Die Suchvorschläge, die während des Eintippens in der Suchmaske angezeigt werden, werden jedoch weiterhin angzeigt.

Popups und Interstitials haben für Desktop-Suchergebnisse keine negativen Auswirkungen

Seit dem 10.01.2017 werden mobile Webseiten mit Popups abgestraft. John Müller, Google Webmaster Trendanalyst, bestätigte, dass die Abstrafungen aktuell nur für den mobilen Index gelten. Weiterführende Informationen über Popups und Interstitals gibt es im Clicks-Beitrag Popups und Interstitials gefährden Google-Rankings.

Google Webmaster-Hangouts im Juli 2017

Webseitenbetreiber können in den Google Webmaster Hangouts Fragen einreichen. In diesen Hangouts beantwortet John Müller, Webmaster Trend Analyst bei Google, die eingereichten Fragen. Das Team von Clicks stellt in jedem Monatsrückblick die wichtigsten Aussagen zusammen.

1.) Rankbrain versucht Suchanfragen zu verstehen

John Müller bestätigte nochmal, dass Rankbrain versucht Suchanfragen besser zu verstehen. Dies ist notwendig, da ca. 15% der Suchanfragen, so noch nicht gestellt wurden. Durch das Verständnis von Suchanfragen können sich auch die Suchergebnisse ändern. Als exemplarisches Beispiel wurde die Suchanfrage „Schuhe nicht blau“ genannt. Durch Rankbrain sollten in den Suchergebnissen keine blauen Schuhe angezeigt werden, da die Suchanfrage durch Rankbrain verstanden wird.

Alle wichtigen Informationen zu Rankbrain gibt es im Clicks-Beitrag: RankBrain – Drittwichtigstes Rankingsignal durch Künstliche Intelligenz.

Bemerkung Clicks: Im oben genannten Beispiel „Schuhe nicht blau“ werden aktuell noch blaue Schuhe in den Suchergebnissen ausgespielt. Das Beispiel ist trotzdem sehr anschaulich, um zu verdeutlichen, welche Probleme mit Rankbrain gelöst werden sollen.

test-suchergebnisse-rank-brain

Suchanfrage: „schuhe nicht blau“

2.) Versteckte Inhalte im Mobile First Index haben keine Auswirkungen auf die Gewichtung des Inhalts

Versteckte Inhalte, zum Beispiel hinter aufklappbaren Tabs, werden aktuell von Google nicht so stark gewichtet. Dies wird sich mit der Einführung des Mobile First Index ändern, davon ist John Müller überzeugt.

3.) Google empfiehlt Canonical auf sich selbst einzubinden

Ein Canonical ist ein Hinweis für die Suchmaschine, welche URL in den Index gelangen soll. Ein Canonical ist oft notwendig, um Duplicate Content zu vermeiden.
Liegt kein Duplicate Content vor, empfiehlt Google ein selbstrefenrenzierendes Canocicals für jede Unterseite einzubinden. Der Canonical zeigt somit auf sich selbst und es werden somit eindeutige Signale an Google gesendet, dass die URL auf den der Canonical verweist, ranken soll. Ausführliche Informationen zum Canonical-Tag gibt es im Click-Beitrag: Was ist der Canonical Tag und wozu dient er?.

SEA Monatsrückblick Juli 2017

Das neue AdWords Interface ermöglicht gerätespezifische Gebotsanpassungen für Anruferweiterungen und der Facebook Messenger wird zur Werbeplattform.

Gebotsanpassungen für Anruferweiterungen

Im neuen AdWords Interface ist es nun möglich, Gebote für Anruferweiterungen so anzupassen, dass diese dann häufiger auf Mobilgeräten ausgespielt werden können.

Diese Gebotsanpassung soll laut Google zwei Auswirkungen haben. Zum einen werden die Anzeigen, über die Anrufe möglich sind, öfter auf Mobilgeräten gezeigt werden.  Zum anderen wird auch beeinflusst, wie oft Anruferweiterungen und Nur-Anrufanzeigen insgesamt ausgespielt werden.

Eine forcierte Ausspielung von bestimmten Anzeigenerweiterungen konnte vorher nicht beeinflusst werden.

Bislang steht diese Anpassungsmöglichkeit nur im Suchnetzwerk zur Verfügung.

Künftig gibt es Werbung im Facebook Messenger

Der Facebook Messenger wird zur Werbefläche.  Werbung soll Nutzern künftig direkt auf dem Start-Screen im Messenger angezeigt werden können.  Klickt ein Nutzer auf die eingeblendete Anzeige, wird er entweder zu einer vorher festgelegten Website  oder direkt in einen Chat mit dem Unternehmen geleitet.

Chatverläufe mit Freunden sollen allerdings komplett frei von Werbung bleiben.

Getestet wurde dieses Werbeformat bisher nur in Thailand und Australien, soll aber nun in einer Beta-Version global ausgerollt werden.

Mit monatlich ca. 1,2 Milliarden Nutzern weltweit bietet Facebook mit dem Messenger eine Werbeplattform mit großer Reichweite.  Abzuwarten bleibt, wie die Nutzer auf die zusätzliche Werbung reagieren werden.

Social Media Monatsrückblick Juli 2017

Der Juli brachte einige interessante Neuerungen im Social Media Bereich mit sich. Facebook passt seine Linkvorschau an und ermöglicht Gruppen für Facebook-Seiten. Instagram macht es möglich, auf Stories mit Foto oder Video zu antworten, während Snapchat die Linkfunktion für alle in der Story zur Verfügung stellt. LinkedIn testet einen neuen Video-Upload mit spezieller B2B-Funktion.

Facebook – veränderte Linkvorschau und Gruppen für Facebook-Seiten

Linkvorschau kann nicht mehr bearbeitet werden! 

Die richtige Optik der Link-Postings auf Facebook trägt deutlich zu einer besseren Klickrate bei. Die notwendigen Informationen für den Link-Post zieht sich Facebook direkt von der Webseite. Da diese so entstehende Vorschau häufig nicht zufriedenstellend war, gab es bisher die Möglichkeit, Linktext, Linkbeschreibung und Bild zusätzlich anzupassen. Damit ist seit Mitte Juli Schluss!

Warum diese Änderung?

Die Möglichkeit der Änderung der Link-Vorschau machte es Spamern möglich, ihre Links zu manipulieren. Um bei solchen Links weniger Reichweite und Relevanz zuzulassen wurde bereits der Facebook Algorithmus angepasst. Mit dieser weiteren Veränderung sagt Facebook nun Fake-News oder Clickbait-Seiten den Kampf an. So soll es

nicht mehr möglich sein, den Nutzer durch falsche Meldungen oder halbe Bilder in die Irre zu führen und zum Klicken anzuregen.

Abgeschnittene Bilder, um zum Klicken anzuregen, sollen in Zukunft verhindert werden.

Um Manipulationen der Link-Vorschau vorzubeugen, hat Facebook die Bearbeitung der Link-Vorschau abgeschafft. Seit 17. Juli ist die Linkvorschau nachträglich nicht mehr zu verändern. Solche Bilder sind damit in Zukunft nur noch möglich, wenn genau diese Informationen auch auf der Webseite hinterlegt sind. Auf die Darstellung des Links auf Facebook hat somit nur noch derjenige Einfluss, der Zugriff auf die Webseite hat.

Was bedeutet das für Sie als Seitenadministrator?

Ist die Webseite, die auf Facebook geteilt werden soll, nicht für den OpenGraph optimiert, wird die Linkvorschau oft sehr unschön aussehen. Betroffene Webseitenbetreiber werden so weniger Traffic über Facebook bekommen.

Ist die Webseite bereits optimiert, können Sie sich eventuell über einen kleinen organischen Reichweiten-Gewinn freuen, da Sie so besser aufgestellt sind, als die Konkurrenz, die vielleicht noch nicht so weit ist.

Optimierte Linkvorschau mit großem Anzeigebild.

Tipp: Überprüfen Sie Ihre Links mit dem Facebook Debugger. Erhalten Sie ein großes Vorschau-Bild, dann ist alles optimal. Ansonsten heißt es schleunigst nachbessern.

Gruppen für Facebook-Seiten

Ab sofort gibt es für Facebook-Seiten die Möglichkeit, Gruppen zu erstellen, zu verwalten oder bestehende zu verknüpfen. Dies schafft vor allem für Unternehmen einen guten zusätzlichen Support-Kanal. Bisher musste man in Gruppen als Privatperson agieren. Nun besteht diese Funktion auch für Facebook-Seiten. Somit kann die Verbindung zur Zielgruppe gestärkt werden.

Instagram – Story-Antworten auch mit Foto und Video

Seit Juli ist es möglich, auf Instagram Storys mit Fotos oder Videos zu antworten. Ob Selfie oder Boomerang: Alle kreativen Tools, wie Filter und Sticker, können genutzt werden. Die Bild- oder Video-Antwort sehen Sie in Ihrer Nachrichtenbox.

Snapchat – Linkfunktion für Stories

Story-Funktionen von Snapchat waren lange nicht so beliebt. Jetzt geht der Dienst auf Aufholjagd und wird für viele Branchen interessant: Snapchat schafft die Möglichkeit von Story-Links im Messenger.

Seit dem letzten Update gibt es für alle Accounts die Möglichkeit, Story-Links zu setzen. Bisher war dies nur für die Partner aus dem Discover-Netzwerk möglich. Dadurch öffnet sich Snapchat der Nutzung für kommerzielle Zwecke

Linkfunktion jetzt auch für Snapchat-Story

LinkedIn – Testphase für Video Upload

Nun ist es bald auch bei LinkedIn möglich, nativ Videos hochzuladen. Die Videos erscheinen im Newsfeed der Nutzer und werden automatisch ohne Ton gestartet – ähnlich wie bei Facebook oder Twitter. Diese Autoplay Funktion lässt sich jedoch ausschalten. Neben den aus anderen Netzwerken bekannten Statistiken zeigt LinkedIn zudem eine Auswahl an Personen samt Arbeitgeber und Berufsbezeichnung an. Somit können Sie genau prüfen, ob Sie mit dem Video die gewünschte Zielgruppe erreichen. Die Video Funktion wird zunächst in den USA getestet und soll demnächst weltweit starten.

Über den Autor
Profilbild des Autors
Herbert Buchhorn ist Geschäftsführer von Clicks Online Business, einer Performance Marketing Agentur mit Büros in Berlin, Dresden, München und Köln. Als gefragter Marketingexperte betreut er mit seinem 40 Mann starken Team nationale wie internationale Onlineprojekte von Unternehmen unterschiedlichster Branchen.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.