01.04.2016

Die Online Marketing News für März 2016. SEO: Google entfernt den PageRank aus der Google Toolbar und gibt offiziell ein neues Mobile Update für Anfang Mai bekannt. SEA: Bing verbessert das Tracking, App-Kampagnen werden in Google AdWords noch effizienter und mehr Transparenz für Facbeook Ads. Social: Twitter wird 10, hat aber keinen Grund zu feiern und Instagram setzt einen neuen Algorithmus ein, der den Newsfeed nach Relevanz sortiert.

SEO Monatsrückblick März 2016

Google entfernt PageRank aus Google Toolbar

Mit dem PageRank wird durch die Anzahl und Qualität der eingehenden Backlinks ein Wert zwischen 0 und 10 berechnet. Dieser Wert diente in der Vergangenheit dazu, Webseiten zu bewerten und zu beurteilen. Der öffentlich sichtbare PageRank wurde bereits im Jahr 2014 nicht mehr aktualisiert. Nun bestätigte Google gegenüber searchengineland.com, dass der Pagerank aus der Google Toolbar entfernt wird. Die bedeutet, dass der PageRank mit den entsprechenden Tools überhaupt nicht mehr angezeigt wird. Der PageRank wird aber weiterhin intern von Google für ihren Ranking-Alogrithmus verwendet.

Google gibt offiziell neues Mobile Update für Anfang Mai 2016 bekannt

Am 16. März 2016 gab Google in Ihrem Google Webmaster Central Blog offiziell bekannt, dass Anfang Mai diesen Jahres ein neues Mobile Update ausgerollt wird. Von dem Update werden vor allem bereits Mobileoptimierte Webseiten profitieren. Seiten die nicht Mobiloptimiert sind, werden wohl weniger Berücksichtigung in den Rankings erfahren. Einzige Ausnahme stellen sehr hochwertige Inhalte dar, die trotz fehlender Mobiloptimierung, hohe Rankings erzielen können.

Google Webmaster-Hangouts März 2016

Webseitenbetreiber können in den Google Webmaster Hangouts fragen einreichen. In diesen Hangouts beantwortet John Müller, Webmaster Trend Analyst bei Google, die eingereichten Fragen. Clicks.de stellt in jedem Monatsrückblick die wichtigsten Aussagen zusammen.

1.) Pressemitteilungen nicht für künstlichen Linkaufbau verwenden

Pressemitteilungen sollten nicht dazu benutzt werden, um künstlichen Linkaufbau zu betreiben. Vor allem in der Vergangenheit wurden Pressemitteilungen für den Linkaufbau missbraucht, so dass Google einen genaueren Blick darauf wirft.

2.) Rankingberechnung erfolgt kontinuierlich

Eventuelle Änderungen an einer Webseite werden in „real-time“, sprich beim nächsten Crawling, in den Rankings mit berücksichtigt. Die Berechnung neuer Rankings erfolgt damit kontinuierlich und wird bei jedem Crawling neu berechnet.

3.) Angezeigte Title & Description in den Suchergebnissen abhängig von der Suchintention

Wie schon länger bekannt, bestätigte John Müller in den Google Webmaster Hangouts am 24.03.2016, dass der Title und die Meta-Description nicht 1:1 in den Suchergebnissen ausgespielt werden muss. Weicht die Suchintention von der vorhandenen Title & Description ab, erstellt Google selbst den Title und die Description aus den vorhandenen Text der Webseite neu.

4.) Eingereichte Sitemap – Keine Garantie, dass alle Seiten indexiert werden

Webseiten die in der Sitemap eingereicht werden, müssen nicht alle indexiert werden. Dies kann der Fall sein, wenn die Website als Low Quality eingestuft wird oder bereits sehr viele Seiten vorhanden sind. Um technische Probleme auszuschließen, kann die Sitemap aufgeteilt werden. Dafür könnte beispielsweise eine Sitemap für Kategorien, Produkte und Informelle Seiten erstellt werden. Wenn in allen Sitemaps nicht alle Seiten indexiert werden, kann ein technisches Problem ausgeschlossen werden.

SEA Monatsrückblick März 2016

 Google AdWords: App-Nutzer durch Remarketing erneut ansprechen

App-Kampagnen in Google AdWords können nun noch effizienter gestaltet werden: Mithilfe von Remarketing können App-Nutzer nun über ihre IDs für Mobilgeräte in Listen gesammelt und erneut angesprochen werden. Dadurch können sie an die gewünschte App erinnert und bestenfalls aktiver Nutzer werden.

Bing verbessert das Tracking

Ab sofort werden UTM-Tags automatisch weiteren Elementen hinzugefügt, sofern das Auto-Tagging auf Kontoebene aktiviert ist. Im gleichen Zuge führt Bing drei neue Tracking Parameter ein: {Campaign}, {AdGroup} und {Network}. Das erleichtert die Erfolgsmessung und sorgt für mehr Transparenz.

bing tracking

Tracking Erweiterung bei Bing ads

Aktualisierung von Facebook Lead Ads

Bereits im Januar wurden neue Funktionen der Lead Ads vorgestellt, jetzt gibt es weitere Optimierungen. Endlich können Lead Ad-Formulare dupliziert und anschließend separat bearbeitet werden, was Werbetreibenden viel Zeit erspart. Zudem sind neben Bildern ab sofort auch Videos für Lead Ads verfügbar. Mit dem Kampagnenziel „Leads für dein Unternehmen sammeln“ können die Formulare jetzt außerdem mit dem Ads Create Tool erstellt werden.

Mehr Transparenz für Facebook Ads: Delivery Insights

Die bisher eher undurchsichtige Auktion um die Auslieferung von Facebook Anzeigen soll mit den neuen Delivery Insights deutlich transparenter werden. Es soll Werbetreibenden einen tieferen Einblick in das Auktionssystem von Facebook bieten, sodass man deutlicher erkennt, weshalb bestimmte Anzeigen eine niedrige Reichweite besitzen und wo man ansetzen muss, um diese zu optimieren. Ähnlich wie Google vergibt Facebook einen qualitativen Wert, bestehend aus der Höhe des Gebots, der Wahrscheinlichkeit, dass die Anzeige bei einer Person zum eingestellten Ziel führt und der Relevanz der Anzeige für diese Person. Je höher dieser Wert, desto mehr Reichweite erlangt die Anzeige.

Social Media Monatsrückblick März 2016

Twitter – 10 Jahre und schon Grund für Sorgenfalten

Vor einer Dekade ging das soziale Netzwerk online, 2013 an die Börse, 3 Jahre später der erste runde Geburtstag. Doch zu feiern gibt es wenig: Twitter schreibt rote Zahlen, verliert aktive Nutzer und verärgerte unlängst mit der Einführung von Relevanz-Algorithmen einige Anhänger des chronologischen Newsfeeds. Um den Kurznachrichtendienst wieder beliebter zu machen, wird derzeit an allen Ecken experimentiert, doch nicht immer sind die Versuche von Erfolg gekrönt.

 

 

Der allererste Tweet von CEO Jack Dorsey wurde vor genau 10 Jahren verfasst.

 

Twitters Live-Streaming-Dienst Periscope hat reichlich Konkurrenz durch Facebook, der News-Service Moments findet wenig Anklang und die kürzlich angedeutete Aufhebung der 140-Zeichen-Beschränkung führte zu einer regelrechten Welle des Protests. Es gibt also in Zukunft noch einiges zu tun für den „Zwitscher“-Dienst – ganz oben auf der Liste: Zielgruppe erweitern, Einnahmen erhöhen und sich gegen die starke Konkurrenz behaupten.

Instagram – neuer Algorithmus ordnet Posts nach Relevanz

Schluss mit Chronologie: die Foto-Plattform Instagram schafft in den nächsten Monaten die Sortierung nach Erscheinungsdatum der im Newsfeed angezeigten Bilder ab und zeigt dem Nutzer stattdessen die „wichtigsten“ zuerst an. Mittels eines speziellen Algorithmus soll verhindert werden, dass User Beiträge, die für sie relevant sein könnten, verpassen. Die Änderung begründet das Unternehmen im dazugehörigen Blogbeitrag mit dem Argument, dass momentan circa 70 Prozent der Instagram-Nutzer die für sie wichtigen Beiträge bisher verpassten.

instagram-blogpost

Instagram Blogpost zum neuen Algorithmus

In den kommenden Monaten werden vorerst alle Posts zu sehen sein, lediglich die Reihenfolge werde den Interessen des Users angepasst, verspricht Instagram. Bisher befindet sich das Projekt ohnehin noch in der Testphase. Die Foto-Plattform reiht sich damit zu Facebook und Twitter ein, die diese Neuerung (bei letzterem allerdings abschaltbar und unter teils großen Protesten) bereits eingeführt haben.

Über den Autor
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Herbert Buchhorn ist Geschäftsführer von Clicks Online Business, einer Performance Marketing Agentur mit Büros in Berlin, Dresden, München und Köln. Als gefragter Marketingexperte betreut er mit seinem 40 Mann starken Team nationale wie internationale Onlineprojekte von Unternehmen unterschiedlichster Branchen.
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