07.11.2016

Die wichigsten News aus dem Onlinemarketing im Oktober. SEO: Mobile First Index von Google angekündigt,  SEA: Keyword-Planner jetzt auch mit Prognosefunktion und Social Media: Instagram bietet Livestream Funktion mit „Go insta“!

SEO Monatsrückblick Oktober 2016

Die SEO-News im Oktober: Google kündigt Mobile First Index an und stellt AMP-Test zur Verfügung. Außerdem: die neuesten Informationen aus dem Google Webmaster-Hangout.

Mobile First Index angekündigt

Google plant die Indexierung von mobilen Webseiten und führt diesbezüglich erste Tests durch. Dies gab Garry Illyes, Google Webmaster Trend Analyst, am 13. Oktober 2016 auf der Marketing Konferenz „Pubcon“ in Las Vegas bekannt. Die Indexierung von mobilen Webseiten wird als Mobile First Indexing bezeichnet und spiegelt die Bevorzugung von mobilen Webseiten bei der Indexierung wider. Ist keine mobile Webseite vorhanden, wird weiterhin die Desktop-Version indexiert.

Bisher wurde nur die Desktop-Version einer Webseite indexiert. Die Rankings für die mobilen Suchergebnisse ergeben sich somit aus den Signalen der Desktop-Version in Verbindung mit Informationen zur Mobilfreundlichkeit der Webseite.

Da über die Hälfte der Suchanfragen über mobile Endgeräte erfolgt, hat sich Google zu einem Mobile First Index entschlossen. Der Wechsel von Desktop zu Mobile bedeutet, dass die Bewertung einer Desktop-Webseite zukünftig von den Signalen der dazugehörigen mobilen Webseite abhängig ist.

Das Mobile First Indexing wird von Google durch Experimente in den nächsten Monaten getestet werden, wie Google am 04.11.2016 im Google Webmaster Central Blog offiziell bestätigte. Wenn die Ergebnisse zufriedenstellend sind, wird der Mobile First Index eingeführt werden.

AMP – Testing Tool

AMP (Accelerated Mobile Pages) sorgen für eine höhere Geschwindigkeiten von Webseiten. Vor allem für News-Seiten spielt AMP eine wichtige Rolle. Die richtige Implementierung von AMP kann nun durch den neuen AMP-Test überprüft werden.

amp-test-google

Google Webmaster-Hangouts im Oktober 2016

Webseitenbetreiber können in den Google Webmaster Hangouts fragen einreichen. In diesen Hangouts beantwortet John Müller, Webmaster Trend Analyst bei Google, die eingereichten Fragen. Clicks.de stellt in jedem Monatsrückblick die wichtigsten Aussagen zusammen.

1.) Nicht alle Interstitials/Pop-ups werden abgestraft

Ab dem 10. Januar 2017 werden mobile Webseiten mit Interstitials/Pop-ups von Google abgestraft. Dies betrifft jedoch nur Interstitials, die direkt nach dem Klick auf ein Suchergebnis angezeigt werden.

Interstitial die beim Verlassen der Webseite oder innerhalb einzelner Seitenaufrufe angezeigt werden, sind davon nicht betroffen und werden nicht abgestraft.

Johannes Müller bestätigte nochmal, dass die Abstrafung von Interstitials nur mobile Webseiten betrifft. Interstitials auf Desktop-Versionen sind also von der Abstrafung ausgeschlossen.

2.) Content Keywords in der Google Search Console sind kein Indiz für eine Überoptimierung

Der Bericht Content-Keywords in der Google Search Console listet Keywords auf und deren Bedeutung für die Webseite auf. Je häufiger ein Keyword auftritt, umso höher ist die Bedeutung des Keywords. Der Bericht Content-Keywords gibt keinerlei Auskunft darüber, ob eine Überoptimierung durch Keywords vorliegt.

3.) Trotz Pinguin 4.0 – Disavow Tool sollte für schlechte Links genutzt werden

Durch das Disavow Tool können Webseitenbetreiber „schlechte“ Backlinks entwerten (disavowen). Aufgrund von Pinguin 4.0, sollte man sich jedoch nicht darauf verlassen, dass das disavowen von schlechten Links nicht mehr notwendig ist. Trotz Pinguin 4.0 sollte das Disavow Tool wie üblich genutzt werden.

Links mit denen man nicht in Verbindung stehen möchte, sollten in der Disavow-File verbleiben, bzw. an Google gesendet werden. Im Übrigen ist es nach John Müller eine sehr schlechte Strategie generell alle Links, die zu einem verweisen, zu disavowen.

4.) Google Search Console – Länderauswahl kann Rankings bei lokalen Suchanfragen positiv beeinflussen

Die Festlegung des Landes im Bericht „Internationale Ausrichtung“ in der Google Search Console sorgt dafür, dass Webseiten bei lokalen Suchanfragen in diesem Land etwas besser ranken als in anderen Ländern.

SEA Monatsrückblick Oktober2016

AdWords bietet jetzt Prognosen für bestehende Keywords an. Bing-Kamoagenn lassen sich jetzt mit Zielen versehen und Facebook testet Werbung in Gruppen.

Neu in AdWords: Prognosen im Keyword-Planner abrufen

Seit neuestem ist es möglich in AdWords Suchvolumen- und Leistungsprognosen für bestehende Keywords oder Kampagnen abzurufen. Bisher stand diese Funktion, die aktuell noch in der Beta-Version ist, nur für neue Keywords zur Verfügung. Auf der linken Seite im Keyword-Planner unter dem Reiter „Prognosen für Kampagnen oder Keywords aus Ihrem Konto abrufen“ ist sie zu finden.

AdWords Prognosen für Kampagnen oder Keywords

Jetzt Bing-Kampagnen mit klarem Ziel erstellen

Bing hat seine Optionen zur Kampagnenerstellung überarbeitet, sodass sie für Werbetreibende noch einfacher zu gestalten und zu optimieren sind. So fragt Bing jetzt zunächst, welches Ziel die Kampagne verfolgen soll. Es besteht nun auch die Möglichkeit eine bestehende AdWords-Kampagne zu übernehmen. Die Lokalisierung der Anzeigen und das Gruppieren von Keyword wurde ebenfalls vereinfacht.

Facebook testet Ads in Gruppen

Facebook geht der Platz für seine Werbeanzeigen aus. Schon jetzt quillt der Newsfeed förmlich vor Anzeigen über. Aus diesem Grund ist das Unternehmen bestrebt, weitere Bereiche für Anzeigen auszuloten. Derzeit testet Facebook  in Australien, Kanada, Irland und Neuseeland wie die Ads in Gruppen performen. Sollte der Test erfolgreich sein, wird es sicherlich bald in Deutschland möglich sein, in Facebook-Gruppen zu werben.

Facebook Marketplace: Konkurrenz für ebay & Co.

Facebook hat mit dem Rollout seines Marketplace begonnen. Damit macht es aktuell in Australien, Großbritannien, Neuseeland und den USA bekannten Flohmarktplattformen wie ebay Kleinanzeigen oder craigslist Konkurrenz. Zukünftig soll der Marketplace auch in anderen Ländern und auch auf Desktop-PCs laufen. Bidher ist der Martplatz nur für Facebook-Apps (Android & iOS) verfügbar.

Social Media Monatsrückblick Oktober 2016

Instagram verschmelzt zunehmend zu einem Netzwerk bestehend aus den Funktionen von Snapchat und Facebook. Twitteranhänger können sich auf ein Feature freuen, womit auch auf der Plattform ein professionelles Livestreaming möglich ist.

Pinterest setzt künftig noch mehr auf Werbung, während die Social Media-Plattform wächst und wächst. Facebook sieht eine Menge Änderungen im Oktober vor, wie den Messenger Day, der mit einer Snapchat-Funktion ausgestattet ist, mit dem  Livevideos planbar werden. Außerdem kommen neue Templates für Seiten und das Einrichten von Facebook-Shops hinzu.

Instagram geht live

Facebooks kleine Schwester Instagram testete kürzlich eine Live-Videoübertragung innerhalb der Storyfunktion. Bisher konnte sich die Funktion in Deutschland noch nicht ganz durchsetzen, wird sie aber sicher bald, da Live-Streams auch in Facebook großen Anklang finden. Das Feature wird allem Anschein nach den Namen „Go Insta!“ tragen.

Twitter weiter im Schatten von Facebook und Co.

Noch vor kurzem suchte Twitter händeringend nach einem Käufer. Denn dem Konzern drohen wegen sinkender Nutzeraktivitäten umfangreiche Personalkürzungen. Daher müsse Twitter nun auf Sparflamme laufen. Während dessen setzt der Kurznachrichtendienst auf Periscope Producer.

Hierbei handelt es such um ein Tool, mit dem Werbetreibende professionell produzierten Content auf Twitter und dessen Messenger Periscope teilen können. Neben einem  Live-Schnitt ist auch die Verwendung mehrerer Kameras zeitgleich möglich.

Pinterest will mehr Werbung erlauben

Au Pinterest wurde kürzlich eine Funktion sichtbar, die der Explore-Funktion von Snapchat und Instagram sehr ähnelt. So können Marketer Kunden in gesonderten Bereichen ansprechen und gezielt hochwertig produzierten Inhalte verbreiten. In den USA bereits Gang und Gebe, werden in Deutschland bald die Promoted Pins in Pinterest Einzug finden. Dadurch wird zeine Zusammenarbeit zwischen Publisher und Brands erreicht.

Facebook – Messenger day, Live-Videos planen, Facebook-Shop und neue Templates für Seiten

Facebook plant, die von Snapchat und Instagram bekannten „Stories“ auch im Messenger einzubauen. Das Ganze wird sich dann Messenger Day nennen. Dabei können Stories von Freunden und Unternehmen an einem Stück angesehen werden. Zur Zeit befindet sich die Erweiterung noch in der Testphase, jedoch wird Messenger Day nicht mehr lang auf sich warten lassen, da die Stories auf Instagram bei Unternehmen bisher sehr gut ankommen.

Facebook MessengerDas Anwerben von Zuschauern für Live-Videos war bisher nur eingeschränkt möglich. Ab sofort können Live-Videos über die API  7 Tage bis 10 Minuten vorher angekündigt werden. Im Account der Nutzer erscheint dann ein Post mit einem kleinen Vorschaubild. Per Call-to-Action Button können sich interessierte Nutzer sogar einen Reminder setzen.

Nun ist der lang ersehnte Facebook-Shop auch in Deutschland offiziell. Die Shop-Funktion ermöglicht die Implementierung eines Produktkatalogs innerhalb der Facebook Seite, sofern für diese die Kategorie „Shop“ aktiv ist. Produkte können dann hinzugefügt und auch beworben werden. Ebenso können die Produkte in Fotos getaggt werden. Der Kauf der Produkte erfolgt über eine Weiterleitung direkt in den Shop.

Momentan testet Facebook ein neues Feature, welches sich auf Templates für Seiten konzentriert. Für einige Admins im englischsprachigem Raum ist die Funktion bereits nutzbar. Die Seiten erhalten eine Auswahl an verschiedene Templates, die sich an der Kategorie der Seite orientieren. Die Templates bestimmen jedoch nur die Anordnung und Ausgestaltung der bereits vorhandenen Funktionen und setzen daher keinen Fokus auf das Design der Seite.

(Bildmaterial: v.o.n.u. © Facebook Messenger cifrará las conversaciones entre usuarios (Iphonedigital/Flickr, CC BY-SA 2.0))

Über den Autor
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Herbert Buchhorn ist Geschäftsführer von Clicks Online Business, einer Performance Marketing Agentur mit Büros in Berlin, Dresden, München und Köln. Als gefragter Marketingexperte betreut er mit seinem 40 Mann starken Team nationale wie internationale Onlineprojekte von Unternehmen unterschiedlichster Branchen.
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