03.12.2015

Den „einen“ Wert für die richtige Keyword-Dichte gibt es nicht. Denn mit der steigenden Fähigkeit von Google, Synonyme und semantische Zusammmenhänge zu erkennen, wird dieses Thema zunehmend komplexer.
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Wie ermittelt man die richtigen Keywords?

Keywords dienen Google zur thematischen Einordnung einer Seite. Eine sorgfältige Keyword-Recherche sowie die smarte Platzierung der geeignetsten Keywords zählen daher zu den wichtigsten Faktoren für gute Ranking.

Bei der Auswahl der Keywords sollte man sich für diejenigen entscheiden, welche den Inhalt der Webseite am treffendsten beschreiben. Zusätzlich sollten Wörter aus dem themennahen Umfeld sowie passende Keyword-Kombinationen genutzt werden. Das gängigste Werkzeug hierfür ist nach wie vor Google’s Keyword Planner.

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Quelle: Google Keyword-Planer

Die richtige Keyword-Dichte bestimmen

Google lernt immer mehr bestimmten Begriffen die passenden Synonyme zuzuordnen und semantische Zusammenhänge herzustellen. Die Bedeutung der reinen Keyword-Dichte gerät daher zunehmend in den Hintergrund. Das Hauptkeyword sollte dennoch unbedingt in der Überschrift und dem Kerntext sowie in Title und Description einer Website auftauchen. Die Häufigkeit hängt dabei vor allem von der Textlänge ab. Auf jeden Fall sollte eine inflationäre Verwendung vermieden werden, da dies von Google als Überoptimierung angesehen und entsprechend abgestraft werden kann.
Vorteilhafter ist es, ein Thema möglichst vielseitig zu beleuchten. Dadurch werden zwangsläufig Synonyme und Begriffe aus dem thematischen Umfeld verwendet, welche Google die passende Einordnung erleichtern und somit eine entsprechende Relevanz herstellen. Dieses Prinzip bezeichnet man als WDF*IDF-Optimierung.

 

Keyword Optimierung nach WDF*IDF Prinzip

WDF

WDF steht für „within document frequency“ und bestimmt in welcher relativen Häufigkeit ein Keyword in einem Dokument auftaucht. Dieser Wert wird dann der relativen Häufigkeit aller anderen Keywords eines Dokumentes gegenübergestellt. Die Berechnung erfolgt mit Hilfe eines Logarithmus und stellt sich wie folgt dar:
wdf

IDF

IDF bezeichnet die „inverse document frequency“ und stellt alle Dokumente mit einem speziellen Keyword der Anzahl der Texte mit diesem Keyword gegenüber.
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IDF bestimmt somit die Relevanz eines Textes für ein bestimmtes Keyword.

Multipliziert man anschließend beide Formeln erhält man die relative Keywordgewichtung eines Dokuments im Verhältnis zu allen potentiellen Dokumenten mit diesem Keyword.
Der Sinn der Nutzung des WDF*IDF-Prinzips ist die Schaffung eines möglichst einzigartigen Inhaltes, welcher gleichzeitig die relevantesten Suchbegriffe enthält.

WDF-IDF

Quelle: onpage.org

Das WDF-IDF-Tool von Onpage.org  ermittelt zu einem bestimmten Keyword die relevanten Terme der Webseiten, die auf den ersten beiden Seiten der aktuellen Google Ergebnisse ranken – hier anhand des Keywords „SEO“.

 

Nachteil von WDF*IDF

Für Online-Shops, welche pro Seite lediglich ein Produkt abbilden ist die WDF*IDF-Rechnung nicht unbedingt zu empfehlen. Da die Formel die Werte aller Keywords eines Dokuments mit einschließt, wäre hier zur Optimierung der individuellen Produktbeschreibung sehr viel Text von nöten. Zudem erfasst WDF*IDF nicht, wenn Keywords innerhalb eines Absatzes vermehrt auftreten oder häufig Synonyme genutzt werden.

 Fazit: Keyword-Optimierung erfordert Erfahrung und strukturiertes Vorgehen

Die richtige Verwendung von Keywords ist nach wie vor einer der entscheidensten Ranking-Kriterien. Wichtig sind hier die richtige Auswahl, die richtige Platzierung und die optimale Häufigkeit. Gerade in Bezug auf die letzten beiden Punkte ist es am sinnvollsten Textthemen umfassend zu recherchieren und sinnvoll zu strukturieren.

Hier können sogenannte W-Fragen Tools helfen, welche die am häufigsten gestellten Fragen zu einem Thema aufzeigen. Wer diese Produkt-relevanten Fragen in seinem Website-Content beantwortet, schafft die entscheidende, semantisch relevante Umgebung gleichermaßen für Nutzer und Suchmaschinen wie Google. So nähert sich Ihr Inhalt beinah automatisch einer „optimalen“ bzw. „natürlichen“ Keyword-Verteilung an. Für den letzten Feinschliff kann ein WDF * IDF-Tool unterstützen.

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