21.08.2017

„Facebook machen jetzt alle – das brauchen wir auch.“ Soweit so gut. Ohne eine richtige Strategie wird sich allerdings kein langfristiger Erfolg einstellen. Ein Chinesisches Sprichwort besagt: „Wohin die Reise geht, hängt nicht davon ab, woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt.“ Mit dieser Checkliste finden Sie heraus, ob Sie bereit für Social Media Marketing sind.

Warum Sie auf Social Media Marketing setzen sollten

Social Media Marketing gehört zu dem Bereich des modernen Marketings, der sich am schnellsten entwickelt. Soziale Medien sind aus dem alltäglichen Medienkonsum nicht mehr wegzudenken. Im Marketing- und Kommunikationsmix ist das Social Media Marketing so zum festen Bestandteil in der Ansprache neuer Kunden sowie der Festigung der Kundenbeziehung geworden.

Social Media Strategie als andauernden Prozess verstehen

Gleich vorab: Eine allgemein gültige Lösung für die perfekte Strategie gibt es nicht. Zu Beginn sollten Sie sich zunächst viele Fragen stellen und vor allem bereit sein, Ihren Weg immer wieder zu hinterfragen. Social Media ist ein ewiger Kreislauf aus Zuhören, Definieren, Priorisieren, Entwickeln, Interagieren, Kontrollieren und Messen. Nutzen Sie die nachfolgende Checkliste als Orientierung. Damit sind Sie auf dem richtigen Weg einer gezielten Social Media Marketing Strategie.

Ohne die richtige Strategie kein erfolgreiches Social Media Marketing!

Status Quo bestimmen

Führen Sie eine Bestandsaufnahme durch und halten Sie damit Ihren Status Quo fest. Ist Ihr Unternehmen schon im Social Web vertreten? Wie wurden die Kanäle bisher betreut? Welche Ressourcen stehen Ihnen zur Verfügung? Wie werden die Verantwortlichkeiten innerhalb des Unternehmens aufgeteilt? Werden durch die Inhalte bereits Kundenbedürfnisse befriedigt? Spricht man im Web schon über Sie und falls ja, auf welche Art und Weise?

Zielgruppenanalyse durchführen

Machen Sie sich über Ihre Zielgruppe Gedanken! Mit wem wollen Sie wie in Kontakt treten? Was wissen Sie bereits über das Nutzerverhalten Ihrer Zielgruppe? Wo und wie nutzen sie Social Media? Welche Plattformen sind demnach überhaupt relevant? Beispielsweise Snapchat zu bespielen ist unnötig, wenn ihre Zielgruppe die Inhalte niemals wahrnehmen wird, weil sie schlichtweg nicht auf diesem Kanal aktiv ist.

Um diese Fragen greifbarer zu machen, nutzen Sie am besten zunächst Ihre Bestandskunden. Analysieren Sie diese nach Alter, Interessen, Bedürfnissen und Wünschen und erstellen Sie Personas. Auf diese Art fällt es leichter, sich in Ihre Zielgruppe hineinzuversetzen.

Beschäftigen Sie sich intensiv mit Ihrer Zielgruppe!

Wettbewerbsanalyse erstellen

Sie müssen das Rad nicht neu erfinden. Nutzen Sie Ihre Wettbewerber, um sich Anregungen für Ihre Social Media Aktivitäten einzuholen. Überlegen Sie, wen Sie zu Ihren Wettbewerben zählen. Welche Netzwerke nutzen sie? Wer kann als Vorbild dienen? Welche Stärken und Schwächen haben sie vorzuweisen? Welche Erkenntnisse können Sie daraus für Ihr Unternehmen ziehen?

Ziele definieren

Social Media Ziele müssen mit den Unternehmenszielen Hand in Hand gehen. Diese eigentlich so logische Erkenntnis sollten Sie bei aller Strategieplanung niemals vergessen. Welche Ziele möchten Sie erreichen? Hier eine kleine Auswahl möglicher Ziele:

  • Verbesserung des Images
  • Steigerung Markenbekanntheit
  • Steigerung der Bekanntheit neuer Dienstleistungen
  • Neue Mitarbeiter gewinnen
  • (Re-) Positionierung des Unternehmens
  • Erschließung neuer Zielgruppen
  • Langfritsige Steigerung der Verkaufszahlen

Welchen Zweck nimmt in diesem Zusammenhang Social Media für Ihr Unternehmen ein? Behalten Sie dabei stets die Wünsche und Bedürfnisse Ihrer Kunden im Kopf und fragen Sie sich, wie Sie helfen können. Formulieren Sie Ihre Ziele nach dem SMART-Prinzip (spezifisch-messbar-attraktiv-realistisch-terminiert) und legen Sie die für Sie wichtigen KPIs fest. Nur so können Sie schließlich Ihren Erfolg überprüfen.

Strategie festlegen

Nachdem Sie nun die Grundlagen geschaffen haben, sollten Sie auf Basis dessen die relevanten Kanäle für Ihr Unternehmen auswählen. Beantworten Sie dazu für sich folgende Fragen:

  • Wo befindet sich Ihre Zielgruppe?
  • Welcher Kanal passt zu Ihrem Unternehmen?
  • Wohin passen Ihre Inhalte am besten?
  • Welche Bedingungen haben diese Kanäle und welche Möglichkeiten bieten sie?
  • Welches Verhalten fordern diese Kanäle?
  • Welcher Kommunikationsstil eignet sich am besten? Welchen Stil möchte Sie passend zu Ihrem Unternehmen ausführen?
  • Welche Kommunikationsstrategie verfolgen Sie?

Betrachten Sie dabei stets jeden Kanal und dessen Eigenheiten für sich, verlieren Sie aber nie Ihr Gesamtkonzept aus den Augen. Bedienen Sie mehrere Social Media Kanäle, sollte sich das Corporate Design Ihres Unternehmens durch alle Kanäle durchziehen.

Maßnahmen planen

Überlegen Sie, wie Sie sich positionieren möchten. Was sind Ihre Kernbotschaften? Welche Stärken haben Sie und wie können Sie damit Ihrer Zielgruppe Mehrwert bieten?

Legen Sie zur Konzeption einzelner Maßnahmen einen Redaktionsplan an, der vorgibt, welche Inhalte Sie wie, wann und wo veröffentlichen möchten. Schaffen Sie durch Beiträge unterschiedlichster Art Abwechslung. Nehmen Sie Artikel, Dienstleistungen, Events, Inhalte von Partnern und Einblicke hinter die Kulissen mit in Ihre Konzeption auf. Behalten Sie dabei unbedingt rechtliche Aspekte des Social Media Marketings im Auge.

Ein Redaktionsplan erleichtert Ihnen die Arbeit!

Genug geplant: implementieren, posten, anpassen

Nach all der Vorarbeit heißt es jetzt: Los geht’s! Binden Sie Ihre Kanäle auf Ihrer Webseite, in E-Mail-Signaturen oder Publikationen mit ein. Auf diese Weise machen Sie ein größeres Publikum auf Ihre Social Media Aktivitäten aufmerksam.

Bereiten Sie Ihre Inhalte hochwertig und optisch sowie inhaltlich ansprechend auf. Ihrer Zielgruppe soll Ihr Kanal schließlich auch Spaß machen – und nur so werden Ihre Beiträge „shareable“.

Haben Sie keine Angst davor, auszuprobieren. Posten Sie zu unterschiedlichen Zeiten, in einer variierenden Frequenz, bereiten Sie Beiträge verschieden auf und verfolgen Sie die aktuellen Trends. Es gibt kein allgemein gültiges Rezept, was funktioniert und was nicht. Mit der Zeit werden Sie ein Social-Gefühl entwickeln.

Erfolge anhand Ihrer KPIs messen

Erfolgsmessung – eine Never-Ending-Story. Überwachen Sie stets Ihre festgelegten KPIs. Welche Maßnahmen haben gefruchtet, welche waren weniger erfolgreich? Untersuchen, überdenken und verbessern Sie immer wieder. Nur so können Sie einen langfristigen Erfolg erzielen.

Fazit: Sind Sie bereit für Social Media Marketing?

Social Media bietet sowohl im B2C als auch B2B viele Chancen. Doch es genügt nicht, einfach nur „drin“ zu sein. Es bedarf auch mehr als nur Kreativität und Motivation. Das Wichtigste bei alledem ist nach wie vor die passende Strategie für Ihr Unternehmen.

Überprüfen Sie sich selbst: Haben Sie an alles gedacht? Dann sind Sie wirklich bereit für Social Media Marketing.

Checkliste Social Media Marketing

Über den Autor
Profilbild des Autors
Skadi Richter ist Online PR und Social Media Manager bei Clicks Online Business. Sie entwickelt gemeinsam mit den Kunden einen auf sie zugeschnittenen ganzheitlichen Social Media Plan, realisiert dessen Umsetzung und führt die Erfolgskontrolle durch. In ihrer Freizeit dreht sie ihre Pirouetten auf dem Eis und singt auf Hochzeiten und anderen großen Veranstaltungen.
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