10.12.2015

What‘s new? Social Media Plattformen entwickeln sich rasant weiter – hier ein neuer Filter im Instagram, dort neue Nutzungsbedingungen im Facebook. Doch was bringt die Zukunft in 2016 für den User? Der allgemeine Trend sieht wie folgt aus:

  • Mehr in-the-moment Updates – heißt so viel wie: Nachrichten und Neuigkeiten werden noch aktueller und unmittelbarer hochgeladen sein
  • mehr Kauf-Buttons – auf gesponserten Posts können Produkte direkt gekauft werden, ohne die Plattform zu verlassen; Facebook macht’s vor, andere ziehen nach
  • In-App Funktionalität wird sich erweitern – Social Media Plattformen erweitern sich in ihrer Fülle soweit, dass der User möglichst nicht die Plattform verlassen muss
  • neue Möglichkeiten der Veröffentlichung – externe Links werden unnötig, Facebooks Instant Articles gibt ein gutes Beispiel ab
  • Mehr Datenschutz für den Nutzer – Social Media Plattformen verschärfen die Sicherheit für Nutzer
  • Wettbewerb für Sichtbarkeit und Reichweite steigt – alle, die darum kämpfen von Google oder in Facebook gefunden zu werden: Es wird härter, steigender Wettbewerb bedeutet mehr Kosten für Werbung
  • Rückgang neuer Social Media Plattformen – die altbekannten Social Media Plattformen wachsen und vergrößern sich, die Chance für neue Plattformen sich groß zu entwickeln sinkt
Social Media Plattformen

Die Social Media Trends für 2016

Facebook – kein „Gefällt mir nicht“ – Button

Im neuen Jahr wird eine Weiterentwicklung an „Reactions“ stattfinden. Der neue Weg für Nutzer mit einem Smiley zu sagen, ob ein Beitrag gefällt oder nicht. Dazu standen bisher nur in Spanien und Irland (zu Testzwecken) sechs Gesichter von traurig bis wütend zur Verfügung.

 

Posted by Mark Zuckerberg on Donnerstag, 8. Oktober 2015

 

 

Wer nicht bereits von Assistenz M gehört hat, der wird überrascht sein. Als Funktion des Facebook Messengers wurde eine Konkurrenz zu Siri entworfen. Seither konnte diese künstliche Intelligenz nur in San Francisco getestet werden. Unterschied zu technikbasierten Konkurrenzen wie Siri oder Google Now ist, dass M von Menschen beaufsichtigt und unterstützt wird. Für 2016 ist zu erwarten, dass M weiter ausgebaut und auch an anderen Orten verfügbar sein wird.

Instagram – mehr Product Placement

Laut Andrew Hutchinson, einem international bekanntem Social Media Berater aus Melbourne, wird Instagram  in 2016 voraussichtlich ein deutlich geringeres Nutzerwachstum verzeichnen aufgrund von häufiger werdenden Werbeanzeigen. Allerdings hat sich die Werbeanzeige für User weiterentwickelt. Die App gibt eine Bilderkennung bekannt, in der personalisierte Werbung platziert ist, auch Product Placement genannt. Nun hat der Nutzer die Möglichkeit, ein Produkt, das er auf einem Post sieht, direkt zu erkennen und zu erfahren, wo er dieses kaufen kann.

Twitter – Führungsübernahme?

Twitter Moments wird künftig weiter ausgebaut. Hier findet man die Zusammenfassung der wichtigsten Nachrichten des Tages, ein Dienst, der in diesem Jahr hinzugefügt wurde. Auch die Erweiterung eines Tweets über 140 Zeichen hinaus sei noch in Planung.

Eine engere Zusammenarbeit mit dem Datenanalyse-Dienst Gnip bedeutet für den Nutzer, dass Werbemaßnahmen gezielter ausgerichtet sind. So ist es bereits in den USA verfügbar, dass ein Kauf-Button integriert ist. Auch sollen lokal-relevante Werbeanzeigen in den Mittelpunkt rücken. Dies resultiert aus einer engeren Zusammenarbeit mit Google: Twitter liefert Nutzerdaten, Google unterstützt mit Ads deren Kampagnen. Des Weiteren finden Spekulationen über den Kauf von Twitter durch Google statt. Hui!

Pinterest – Buyable Pins

Auch Pinterest plant den Kauf-Button. Allerdings hier in Form der sogenannten Buyable Pins. Die Zusammenarbeit findet derzeit mit fünf großen Handelsplattformen wie z.B. IBM statt. Momentan kann man sich als Händler auf die Warteliste setzen lassen, um bei den Buyable Pins mitzuwirken. Für den U.S.User heißt dies auch wieder, dass er mehr Möglichkeiten hat, gefundene Produkte direkt zu kaufen. Für Werbetreibende und Onlinehändler ergeben sich neue Vermarktungsoptionen. Es bleibt zu hoffen, dass Pinterest die Buyable Pins im kommenden Jahr auch international aufzieht.

YouTube – Konkurrenz für Netflix?

Die Videoplattform YouTube plant seinen On-Demand-Dienst Red weiter auszubauen. Seit Oktober diesen Jahres läuft dies schon in der USA für 9,99$ pro Monat. Ziel ist, dass ab 2016 auch weitere Filme und Serien anzeigefrei und offline zur Verfügung stehen. Hoffentlich auch bald in Deutschland.

Fazit – Wettbewerb auf hohem Niveau

Teilweise muss man sich mit Spekulationen und Prognosen zufrieden geben, denn nicht jede der bekannten Plattformen kündigt offiziell Neuigkeiten an.

Schneller, besser, interner! Social Media Plattformen führen einen erbitterten Kampf. Der Trend geht dazu ein Alleskönner zu sein: Freunde-Netzwerk, Shop, Streaming-Plattform etc. Social Media Marketing wird aus der Unternehmerwelt nicht mehr wegzudenken sein. Jede Plattform will ihrem Nutzer einfach alles bieten können, um zu verhindern, dass jemand plötzlich die Seite oder App verlässt.

Mehr interne Links, mehr interne Käufe, bloß keine Weiterleitung an eine andere Plattform. Selbst Google als Suchmaschine wird Konkurrenz gemacht. Für den User ist das durchaus bequem, nur klingt es beinahe so, als müsse man sich letztlich für eine Plattform entscheiden.

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